• 28.10.2019
      21:50 Uhr
      Der Richter und der Mörder Spielfilm Frankreich 1976 | arte Tipp
       

      Frankreich, 1895: Der wegen Jähzorn aus der Armee entlassene Unteroffizier Bouvier wird nach einem gescheiterten Suizidversuch in eine Heilanstalt eingewiesen. Nach seiner Entlassung geschehen grausame Morde an jungen Männern und Frauen im ganzen Land. Provinzrichter Rousseau gelingt es, Bouvier als den Täter zu fassen - sollte dieser als geisteskrank anerkannt werden, wird er der Verurteilung zum Tode entkommen können.

      Montag, 28.10.19
      21:50 - 23:55 Uhr (125 Min.)
      125 Min.
      Stereo HD-TV

      Frankreich, 1895: Der wegen Jähzorn aus der Armee entlassene Unteroffizier Bouvier wird nach einem gescheiterten Suizidversuch in eine Heilanstalt eingewiesen. Nach seiner Entlassung geschehen grausame Morde an jungen Männern und Frauen im ganzen Land. Provinzrichter Rousseau gelingt es, Bouvier als den Täter zu fassen - sollte dieser als geisteskrank anerkannt werden, wird er der Verurteilung zum Tode entkommen können.

       

      1895 wird der sensible, aber jähzornige und ungehorsame Bouvier aus der Armee entlassen. Er kehrt zu seiner Angebeteten zurück, Louise will sich jedoch nicht mit ihm verloben. Es kommt zum Streit, Bouvier schießt auf sie und sich. Er überlebt, wird jedoch in eine Heilanstalt eingewiesen. Nach kurzer Zeit wird er entlassen - ein fataler Fehler: Bouvier zieht perspektivlos und mordend durchs Land.
      Zur selben Zeit verfolgt Provinzrichter Rousseau eine Serie von Morden an 12- bis 16-jährigen Jungen und Mädchen, die auf grausame Weise vergewaltigt und getötet wurden. Anhand des Phantombildes erkennt er Bouvier sofort, als dieser in die Gegend kommt. Es gelingt ihm, das Vertrauen von Bouvier zu erschleichen und ihm ein Geständnis abzuringen. Zugleich werden ihm die Ursachen der psychischen Probleme deutlich: Bouvier wurde selbst als Kind missbraucht.
      Als Bouvier ein umfassendes Geständnis ablegt, erregt der Fall großes öffentliches Interesse. Fortschrittliche Ärzte plädieren dafür, Bouvier als Geisteskranken zu internieren. Sie wollen den Fall erforschen und "einen neuen Bouvier" verhindern. Doch davon will der fanatische Richter nichts wissen. In seinen Augen ist Bouvier von Grund auf böse, und so setzt er alles daran, ihn als voll zurechnungsfähigen Mörder unter das Fallbeil zu bringen.
      Die Geschichte basiert auf dem realen Fall eines Serienmörders Ende des 19. Jahrhunderts. Der Film zeigt verschiedene Positionen angesichts der Ursachen dieser grausamen Verbrechen auf: Ist es Bosheit? Wahnsinn? Oder sind es durch Kindheitstraumata verursachte Persönlichkeitsstörungen?

      Bertrand Taverniers Leidenschaft gilt den Menschen am Rande der Gesellschaft, denen er in seinen sozialkritischen, oft nach historischen Stoffen erzählten Dramen eine Stimme gibt. "Wenn das Fest beginnt..." (1975), "Der Saustall" (1981), "Das Leben und nichts anderes" (1988).
      Die Geschichte des geisteskranken Bouviers reiht sich in diese Reihe ein. Michel Galabrus Darstellung von Bouviers Wahnsinn wurde 1977 mit dem César für den besten Schauspieler gewürdigt. Zudem wurde die Musik von Philippe Sarde und das Drehbuch mit Césars ausgezeichnet.

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      Montag, 28.10.19
      21:50 - 23:55 Uhr (125 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 18.10.2019