• 11.10.2020
      16:10 Uhr
      Der Louvre zieht um Dokumentation Frankreich 2017 | arte
       

      Die 35.000 im Louvre ausgestellten Kunstwerke sind nur ein Bruchteil seiner Schätze - die Spitze des Eisbergs sozusagen. Im Verborgenen, größtenteils unterhalb der Seine, befinden sich noch 250.000 weitere Werke. Allerdings werden sie dort von Hochwassern bedroht, weshalb die 250.000 Skulpturen, Gemälde und Keramiken, die über 700 Jahre hinweg gesammelt wurden, ins rund 200 Kilometer entfernte Liévin (Hauts-de-France) verlagert werden müssen. Dieser Umzug, der zu den aufwendigsten der Kunstgeschichte überhaupt gehört, hat zugleich eine enorme Fülle an Kunstschätzen zutage gefördert.

      Sonntag, 11.10.20
      16:10 - 17:10 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo HD-TV

      Die 35.000 im Louvre ausgestellten Kunstwerke sind nur ein Bruchteil seiner Schätze - die Spitze des Eisbergs sozusagen. Im Verborgenen, größtenteils unterhalb der Seine, befinden sich noch 250.000 weitere Werke. Allerdings werden sie dort von Hochwassern bedroht, weshalb die 250.000 Skulpturen, Gemälde und Keramiken, die über 700 Jahre hinweg gesammelt wurden, ins rund 200 Kilometer entfernte Liévin (Hauts-de-France) verlagert werden müssen. Dieser Umzug, der zu den aufwendigsten der Kunstgeschichte überhaupt gehört, hat zugleich eine enorme Fülle an Kunstschätzen zutage gefördert.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Agnès Molia
      Mikaël Lefrançois

      Statistisch gesehen wird Paris alle hundert Jahre von einer großen Flut heimgesucht. Da die letzte bereits Anfang des vorigen Jahrhunderts stattgefunden hat, besteht jetzt also eine unmittelbare Gefahr. Seit 30 Jahren werden unter der Seine und dem Louvre-Palast in einem von dem chinesisch-amerikanischen Stararchitekten Ieoh Ming Pei entworfenen Lager 150.000 Kunstwerke aufbewahrt - und sind dort der Willkür des Flusses ausgesetzt.

      Die Hochwasser 2016 ließ dem Museum keine Wahl. Trotz einer spektakulären Rettungsaktion wären mehr als hunderttausend Werke für immer verloren gewesen, wenn die Kanalisation den Wassermassen nachgegeben hätte. Ein Umzug war also unumgänglich. Dabei wurden riesige, teilweise über drei Meter hohe Statuen in zentimetergenauer Feinarbeit aus dem Lager herausbefördert. Kostbare, extrem lichtempfindliche Gemälde mussten so schnell wie möglich in lichtundurchlässige Transportbehälter gepackt und tonnenschwere, zum Teil Tausende Jahre alte Säulen über die Dächer von Paris geflogen werden. Während des Umzugs sind sogar längst vergessene Tonscherben aufgetaucht, die wieder zu jungsteinzeitlichen Keramiken zusammengefügt wurden.

      Die Dokumentation zeigt die Geschichte dieses waghalsigen Umzugs. Die Dreharbeiten dauerten vier Jahre: vom „Warnschuss“ der Flut 2016 über die (Wieder-)Entdeckung einer noch nicht vollständig erfassten Kunstsammlung bis zum Moment des Abtransports der ersten Werke nach Liévin (Hauts-de-France) - begleitet von zähneknirschenden Kuratoren, die nur ungern Abschied von ihren Schätzen nehmen. Doch der Umzug bringt auch Hoffnung für neuen Aufschwung in der Bergbauregion Hauts-de-France, die zu den wirtschaftlich schwächsten Regionen Frankreichs gehört.

      Dokumentation Frankreich 2017

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      Sonntag, 11.10.20
      16:10 - 17:10 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo HD-TV

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 27.07.2021