• 01.04.2020
      21:45 Uhr
      Der Islam der Frauen Dokumentation Deutschland 2019 | arte Mediathek
       

      Wer in Europa an Frauen im Islam denkt, hat meist als erstes die Unterdrückung der Frau im Kopf. Keine Religion ist mit so vielen Vorurteilen behaftet. Doch begründet der Islam die Benachteiligung der Frau? Und sind die westlichen Vorstellungen von Geschlechtergerechtigkeit eins zu eins auf die islamische Welt zu übertragen? Regisseurin Nadja Frenz stellt muslimische Frauen vor, die sich das Ziel gesetzt haben, einen eigenen Weg der Emanzipation zu finden. Mit ihnen untersucht sie die Rolle der Frau im Islam und erkundet die Suren des Korans.

      Heute
      21:45 - 22:45 Uhr (60 Min.)
      60 Min.

      Wer in Europa an Frauen im Islam denkt, hat meist als erstes die Unterdrückung der Frau im Kopf. Keine Religion ist mit so vielen Vorurteilen behaftet. Doch begründet der Islam die Benachteiligung der Frau? Und sind die westlichen Vorstellungen von Geschlechtergerechtigkeit eins zu eins auf die islamische Welt zu übertragen? Regisseurin Nadja Frenz stellt muslimische Frauen vor, die sich das Ziel gesetzt haben, einen eigenen Weg der Emanzipation zu finden. Mit ihnen untersucht sie die Rolle der Frau im Islam und erkundet die Suren des Korans.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Nadja Frenz

      Kann Feminismus islamisch sein? Die Rolle der Frau im Islam löst immer wieder Kontroversen aus. Ist das Kopftuch wirklich ein klares Zeichen der Unterdrückung? Erlaubt der Koran den Männern, über Frauen zu bestimmen und sie zu schlagen? Steht ein modernes Frauenbild im Gegensatz zu den Texten des Korans? Muss sich eine Frau also entscheiden, ob sie gläubige Muslimin oder selbstbestimmte Feministin sein will?

      Im Film kommen Islamwissenschaftlerinnen zu Wort, für die nicht der Islam oder der Koran frauenverachtend sind, sondern bestimmte Interpretationen und patriarchalische Traditionen. Sie setzen sich für eine geschlechtergerechte Auslegung des Korans ein und versuchen, Religion und Feminismus zu verbinden. Frauenrechtlerinnen wie Zineb El Rhazoui, ehemalige Mitarbeiterin von "Charlie Hebdo", stehen ihren religiösen Wurzeln dagegen unversöhnlich gegenüber und halten den Islam für nicht reformierbar.

      Regisseurin Nadja Frenz taucht in diesen Diskurs ein und liefert überraschende Erkenntnisse, abseits gängiger Vorurteile. Der Islam und die Frauen - eine Beziehung, die nach vielen hundert Jahren männlicher Interpretation neu definiert werden muss.

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