• 21.03.2020
      05:35 Uhr
      Der gefährlichste Mann Amerikas Daniel Ellsberg und die Pentagon-Papiere | arte Mediathek
       

      Im Jahr 1971 befinden sich die USA im Würgegriff des Vietnamkrieges. Daniel Ellsberg, hoher Beamter des Pentagons und in heutiger Sprache wie Edward Snowden ein Whistleblower, spielt der „New York Times“ Dokumente zu, die auf 7.000 streng geheimen Seiten die Wahrheit über diesen schmutzigen Krieg enthalten. Ellsberg riskiert, lebenslänglich ins Gefängnis zu kommen. Doch sein Ziel ist es, einen mörderischen, zum Teil auf Lügen basierenden Krieg zu beenden, den er selbst mitgeplant hat. Der Dokumentarfilm erzählt eine Geschichte, die seinerzeit die Welt in Atem hielt und über Wochen hinweg die Top-Story in den Abendnachrichten war.

      Nacht von Freitag auf Samstag, 21.03.20
      05:35 - 07:05 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo

      Im Jahr 1971 befinden sich die USA im Würgegriff des Vietnamkrieges. Daniel Ellsberg, hoher Beamter des Pentagons und in heutiger Sprache wie Edward Snowden ein Whistleblower, spielt der „New York Times“ Dokumente zu, die auf 7.000 streng geheimen Seiten die Wahrheit über diesen schmutzigen Krieg enthalten. Ellsberg riskiert, lebenslänglich ins Gefängnis zu kommen. Doch sein Ziel ist es, einen mörderischen, zum Teil auf Lügen basierenden Krieg zu beenden, den er selbst mitgeplant hat. Der Dokumentarfilm erzählt eine Geschichte, die seinerzeit die Welt in Atem hielt und über Wochen hinweg die Top-Story in den Abendnachrichten war.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Judith Ehrlich
      Rick Goldsmith

      Was treibt einen engagierten Kämpfer des Kalten Krieges dazu, seine Familie, Karriere, Freunde und sogar lebenslange Haft zu riskieren und dafür zu kämpfen, einen Krieg - den Krieg der Amerikaner in Vietnam - zu beenden, den er zuvor selbst mit vorbereitet hat? Der Ökonom und Pentagon-Mitarbeiter Daniel Ellsberg war ein brillanter Mann, der mit seinem Gewissen über die eigene Rolle in einem Krieg rang, den er als einen hoffnungslosen Stillstand und Verbrechen betrachtete und der um jeden Preis gestoppt werden musste. Seine Weitergabe streng geheimer Dokumente an die „New York Times“ setzte eine außergewöhnliche Serie von Ereignissen in Gang. Ellsberg tauchte zunächst unter, um einer landesweiten Hetzjagd durch das FBI zu entgehen. Als er schließlich wieder auf der Bildfläche erscheint, wird er von den einen als Held gefeiert, von anderen des Verrats beschuldigt.

      Durchgehend präsent in Talkshows und Pressekonferenzen, enthüllte er den Amerikanern wichtige Wahrheiten über den Vietnamkrieg. Von Außenminister Henry Kissinger wurde er als „der gefährlichste Mann in Amerika“ bezeichnet. Präsident Nixon selbst nannte Daniel Ellsberg gar „den Hurensohn, der statt als Dieb gebrandmarkt zu werden, als Nationalheld gefeiert wird“. Doch letztendlich führte die Affäre zum Ende des Vietnamkrieges. In einer Zeit, in der die nationale Sicherheit und das Recht der Bürger auf Information in einem konstanten Spannungsverhältnis standen, stellte „der gefährlichste Mann in Amerika“ Fragen über Zivilcourage, das eigene Gewissen und darüber, was es bedeutet, Risiken einzugehen und die Wahrheit auszusprechen.

      Der Dokumentarfilm lässt Daniel Ellsberg seine Geschichte in Interviews und mittels Archivmaterial selbst erzählen. Weitere Interviewpartner sind Ellsbergs Frau, sein Sohn, „Mitverschwörer“ Tony Russo, der Historiker und Aktivist Howard Zinn, die Journalisten Hedrick Smith und Max Frankel, die Juristen Lenny Weinglass und James Goodale sowie die Watergate-Beteiligten Egil „Bud“ Krogh und John Dean. Und schließlich kommt Präsident Richard Nixon selbst zu Wort, in selten gesehenen Interviews und durch seine eigenen geheimen Tonbandaufnahmen aus dem Weißen Haus.

      Wird geladen...
      Wird geladen...

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 03.04.2020