• 10.10.2022
      21:50 Uhr
      Der Ökothriller Soylent green - Alarmstufe rot aus Hollywood Frankreich 2022 | arte
       

      Richard Fleischers „… Jahr 2022 … die überleben wollen“ gilt als Meilenstein des Science-Fiction-Films. Der Film heißt im Original „Soylent Green“ und stammt aus dem Jahr 1973. Es ist das erste Science-Fiction-Drama, in dem es nicht um eine äußere Bedrohung wie außerirdische Angreifer oder einen Atomkrieg geht, sondern um eine vom Menschen selbst verantwortete Klima- und Umweltkatastrophe. Ist es ein verstörender Zufall - oder vielleicht doch kein Zufall? -, dass die Handlung des Films im Jahr 2022 spielt? Die Dokumentation zeichnet die abenteuerliche Entstehung dieses Kultfilms nach und zeigt die ebenso zahlreichen wie beunruhigenden Bezüge zur Welt von heute.

      Montag, 10.10.22
      21:50 - 22:45 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo

      Richard Fleischers „… Jahr 2022 … die überleben wollen“ gilt als Meilenstein des Science-Fiction-Films. Der Film heißt im Original „Soylent Green“ und stammt aus dem Jahr 1973. Es ist das erste Science-Fiction-Drama, in dem es nicht um eine äußere Bedrohung wie außerirdische Angreifer oder einen Atomkrieg geht, sondern um eine vom Menschen selbst verantwortete Klima- und Umweltkatastrophe. Ist es ein verstörender Zufall - oder vielleicht doch kein Zufall? -, dass die Handlung des Films im Jahr 2022 spielt? Die Dokumentation zeichnet die abenteuerliche Entstehung dieses Kultfilms nach und zeigt die ebenso zahlreichen wie beunruhigenden Bezüge zur Welt von heute.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Jean-Christophe Klotz

      Richard Fleischer traf in vielerlei Hinsicht den Nagel auf den Kopf: Er widersprach der gesellschaftlichen Euphorie der späten 60er Jahre massiv und erkannte, dass die Umweltfrage in den folgenden Jahrzehnten eine zentrale Rolle spielen würde. Vor allem aber verknüpfte der Regisseur die Umweltproblematik mit der Frage der sozialen Ungleichheit, was „… Jahr 2022 … die überleben wollen“ auch zu einem wichtigen politischen Film macht.

      Eine Szene der Dokumentation beginnt in einer apokalyptischen Landschaft - der sogenannten Cancer Alley, einem 140 Kilometer langen, dicht mit petrochemischen Industrieunternehmen bestandenen Streifen zwischen New Orleans und Baton Rouge im US-Bundesstaat Louisiana.
      Die Gegend sieht aus, als hätte Fleischer sie einst als Drehort gewählt. Die hier lebenden Menschen besitzen gegenüber dem nationalen Durchschnitt ein um 50 Prozent höheres Risiko, an Krebs zu erkranken. Robert Taylor, einer der Protagonisten, drückt es so aus: „Wir werden nicht mehr gebraucht.“

      Nicht mehr gebraucht von den großen Unternehmen und einigen mächtigen Volksvertretern, die ihnen nahestehen. Nicht mehr gebraucht von allen, die das System am Laufen halten und davon profitieren, während der Rest der Bevölkerung versucht, in einer Welt zu überleben, die kurz vor dem Kollaps steht. 2022 ist jetzt. Gibt es noch eine Chance?

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