• 08.06.2012
      00:40 Uhr
      Das Netz der tausend Augen Spielfilm Frankreich 1974 (Le Secret) - Thema: Jean-Louis Trintignant | arte
       

      Einem geheimnisvollen Gefangenen, von dem man nicht recht weiß, was ihm zur Last gelegt wird, gelingt die Flucht aus einem Gefängniskrankenhaus. Nachdem er von Polizei und Militär verfolgt wird, findet er tief in den Cevennen Unterschlupf bei einem einsamen Paar, Thomas und Julia, dem er nach und nach die verworrene Geschichte des politischen Geheimnisses erzählt, weswegen man ihm nach dem Leben trachtet. Wirklichkeit, Erfindung oder Wahnsinn? Die letzte Einstellung des Films liefert des Rätsels Lösung.

      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 08.06.12
      00:40 - 02:20 Uhr (100 Min.)
      100 Min.
      VPS 00:35
      Stereo HD-TV

      Einem geheimnisvollen Gefangenen, von dem man nicht recht weiß, was ihm zur Last gelegt wird, gelingt die Flucht aus einem Gefängniskrankenhaus. Nachdem er von Polizei und Militär verfolgt wird, findet er tief in den Cevennen Unterschlupf bei einem einsamen Paar, Thomas und Julia, dem er nach und nach die verworrene Geschichte des politischen Geheimnisses erzählt, weswegen man ihm nach dem Leben trachtet. Wirklichkeit, Erfindung oder Wahnsinn? Die letzte Einstellung des Films liefert des Rätsels Lösung.

       

      Der Film von Regisseur Robert Enrico ist ein Meisterwerk des "Paranoia-Thrillers", einem Subgenre des französischen Kriminalfilms, das vor allem in den 1970er Jahren verbreitet war. Allgegenwärtig ist in diesen Filmen das Misstrauen und die Angst gegenüber der Staatsmacht zu spüren.

      Ob kommerzieller Italowestern, engagierter Politthriller oder anspruchsvolles Autorenkino - dem Ausnahmeschauspieler Jean-Louis Trintignant gelang der Erfolg in ganz unterschiedlichen Genres. Seine zurückgenommene, präzise Art der Darstellung - frei von großen Gesten und ausgeprägtem Minenspiel - ließ ihn immer authentisch und glaubwürdig sein. Das beweist auch sein jüngster Auftritt in Michael Hanekes neuestem Film "Amour", der beste Chancen hat, auf dem Filmfestival in Cannes Premiere zu feiern und in dem Jean-Louis Trintignant an der Seite von Isabelle Huppert und Emmanuelle Riva spielt.

      Als Brigitte Bardot erfuhr, dass Jean-Louis Trintignant ihr Partner in dem Spielfilm "Und ewig lockt das Weib" sein werde, soll sie gesagt haben: "Der ist doch viel zu klein und hässlich." Einige Wochen später waren die beiden ein Paar. In der Tat wirkt der 1930 geborene Schauspieler Jean-Louis Trintignant zunächst eher unscheinbar. Doch genau diese Zurückgenommenheit, die allerdings mit einer enormen Intensität einhergeht, zeichnet sein Spiel aus. Ob in dem Italowestern "Leichen pflastern seinen Weg" von Sergio Corbucci, dem Politthriller "Z" von Constantin Costa Gavras oder dem Melodram "Drei Farben: Rot" von Krzysztof Kieslowski - stets war seine Darstellungsweise asketisch, präzise, mit nur wenigen Gesten und etwas Mimik. Dabei haftete ihm stets ein Hauch von Unberechenbarkeit an.
      Jean-Louis Trintignant feierte sowohl in kommerziellen Publikumsfilmen als auch im anspruchsvollem Autorenkino Erfolge. Und damit gelang ihm ein Spagat, der nur wenigen Schauspielern vergönnt ist.

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      00:40 - 02:20 Uhr (100 Min.)
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