• 21.03.2020
      19:30 Uhr
      Das Meer der Anden - Menschen am Titicacasee Film von Manfred Uhlig | arte
       

      Schneebedeckte Berggipfel spiegeln sich im fast 4.000 Meter hohen Titicacasee, dem höchsten schiffbaren Binnensee der Welt. Der Film taucht ein in den Alltag der Menschen rund um den Titicacasee. Indianer wohnen auf schwimmenden Inseln aus Schilf, Schamanen bieten ihre Dienste an wie zur Inkazeit, und aus ganz Südamerika strömen Pilger in den Wallfahrtsort Copacabana, um ihre Autos segnen zu lassen.

      Samstag, 21.03.20
      19:30 - 20:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo HD-TV

      Schneebedeckte Berggipfel spiegeln sich im fast 4.000 Meter hohen Titicacasee, dem höchsten schiffbaren Binnensee der Welt. Der Film taucht ein in den Alltag der Menschen rund um den Titicacasee. Indianer wohnen auf schwimmenden Inseln aus Schilf, Schamanen bieten ihre Dienste an wie zur Inkazeit, und aus ganz Südamerika strömen Pilger in den Wallfahrtsort Copacabana, um ihre Autos segnen zu lassen.

       

      Schneebedeckte Berggipfel spiegeln sich im fast 4.000 Meter hoch gelegenen Titicacasee, dem höchsten schiffbaren Binnensee der Welt. Der Film taucht ein in den Alltag der Menschen rund um den Titicacasee. Indianer wohnen auf schwimmenden Inseln aus Schilf, Schamanen bieten ihre Dienste an wie zur Inkazeit, und aus ganz Südamerika strömen Pilger in den Wallfahrtsort Copacabana, um ihre Autos segnen zu lassen.

      Homar Lujano ist einer der Indianer, die traditionell auf dem Wasser leben. Alle zehn Tage muss er mit seiner Frau Gloria den schwimmenden Untergrund seiner Hütte erneuern, denn die künstliche Insel besteht ganz aus Schilf. Mit seinem Holzkahn mit Außenbordmotor versorgt Homar die schwimmende Gemeinde mit Lebensmitteln und Obst. Sein größter Abnehmer: Die Schule. Hier toben die Kinder auf einem ebenfalls schwimmenden Schulhof. Dabei müssen sie aufpassen, dass sie durch das Schilf nicht ins eiskalte Wasser einsacken.

      Die 35-jährige Eugenia Paje lebt mit ihren zwei kleinen Kindern an Land. Als ihr Mann starb, der ein kleines Lkw-Unternehmen hatte, setzte sie sich selbst ans Steuer der zwei schweren Lastwagen. Täglich muss sie den Titicacasee auf einer kippligen Holzfähre überqueren. Schon häufig sind die Fähren mitsamt ihrer Ladung gekentert. Doch trotz der tückischen Wellen könnte sie sich ein Leben ohne den Titicacasee nicht vorstellen. Sie liebt ihr "Meer der Anden".

      Hier am Titicacasee trainiert auch die bolivianische Marine für den "Tag des Meeres". Denn der Zugang zum Pazifik ging Bolivien vor über 130 Jahren im Krieg gegen Chile verloren. Seitdem ist der Titicacasee für sie das Ersatzmeer. Die Biologin Veronica Flores hat eine andere Leidenschaft: Sie erforscht den Titicacasee-Riesenfrosch. Dazu muss sie auf den Grund des eiskalten Sees tauchen. Gar nicht so leicht, denn wegen der dünnen Luft zählt jeder Meter unter Wasser doppelt.

      Zacharias Callisaya versteht sich auf höhere Mächte: Der Schamane hält den Kontakt zur Pachamama, der Urmutter der Indianer. Der Film zeigt, wie er im Auftrag eines Fischers eine Opferzeremonie abhält. Für ihn und die Einwohner der Mondinsel eine Premiere: Noch nie haben sie ein Kamerateam bei ihrem geheimen Ritual zugucken lassen.

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