• 06.10.2019
      20:15 Uhr
      Das Leben der Anderen Spielfilm Deutschland 2006 - Thema: 30 Jahre Fall des Eisernen Vorhangs | arte
       

      Ost-Berlin, November 1984: Hauptmann Gerd Wiesler ist ein linientreuer Ideologe und ein unerbittlicher Verhörspezialist. Als er vom Oberstleutnant Anton Grubitz den Auftrag bekommt, den erfolgreichen DDR-Schriftsteller Georg Dreyman und seine Lebensgefährtin, die Schauspielerin Christa-Maria Sieland, zu observieren, verspricht Wiesler sich davon einen Karriereschub. Dass das Eindringen in die Welt der Observierten auch ihn selbst verändert, damit hat der Spitzel nicht gerechnet ...

      Sonntag, 06.10.19
      20:15 - 22:25 Uhr (130 Min.)
      130 Min.
      Stereo HD-TV

      Ost-Berlin, November 1984: Hauptmann Gerd Wiesler ist ein linientreuer Ideologe und ein unerbittlicher Verhörspezialist. Als er vom Oberstleutnant Anton Grubitz den Auftrag bekommt, den erfolgreichen DDR-Schriftsteller Georg Dreyman und seine Lebensgefährtin, die Schauspielerin Christa-Maria Sieland, zu observieren, verspricht Wiesler sich davon einen Karriereschub. Dass das Eindringen in die Welt der Observierten auch ihn selbst verändert, damit hat der Spitzel nicht gerechnet ...

       

      Stab und Besetzung

      Christa-Maria Sieland Martina Gedeck
      Hauptmann Gerd Wiesler Ulrich Mühe
      Georg Dreyman Sebastian Koch
      Oberstleutnant Anton Grubitz Ulrich Tukur
      Minister Bruno Hempf Thomas Thieme
      Gregor Hessenstein Herbert Knaup
      Regie Florian Henckel von Donnersmarck
      Drehbuch Florian Henckel von Donnersmarck
      Kamera Hagen Bogdanski
      Schnitt Patricia Rommel
      Musik Gabriel Yared
      Stéphane Moucha

      Fünf Jahre vor dem Ende des DDR-Staates werden in Ost-Berlin Machtansprüche mit Hilfe eines erbarmungslosen Systems aus Kontrolle und Überwachung gesichert. Als der linientreue Stasihauptmann Gerd Wiesler vom Oberstleutnant Anton Grubitz auf den gefeierten Dramatiker Georg Dreyman und seine Lebensgefährtin, den Theaterstar Christa-Maria Sieland, angesetzt wird, erhofft Wiesler sich davon, seine Karriere voranzutreiben.
      Was er bei seinen Karriereplänen jedoch nicht bedacht hat: Als permanenter Zuschauer und Zuhörer, der unentwegt am „Leben der Anderen“ teilnimmt, kann sich Wiesler kaum dem Bann von Dreymans Welt entziehen. Immer größer wird die Sehnsucht Wieslers nach einem anderen Leben und er beginnt, gegen seine Prinzipien zu handeln.
      Doch ehe der Spitzel sich der Armseligkeit seines eigenen Daseins bewusst wird, ist er bereits Teil eines gefährlichen Spiels, das nicht nur die Liebe zwischen Dreyman und Sieland gefährdet, sondern auch Wieslers Existenz gehörig ins Wanken bringt ...
      Mit „Das Leben der Anderen“ wagt von Donnersmarck etwas Außergewöhnliches. Er erzählt kompromisslos und mit großer Wahrhaftigkeit eine Geschichte aus dem Innersten der DDR. Es gelingt ihm, eine ergreifende Liebesgeschichte in einem intensiven Thriller zu verpacken. Dabei zeigt von Donnersmarck mit bemerkenswerter Konsequenz, dass die Mechanismen, die die DDR aufrechterhielten, letztlich zu ihrem Sturz führten. Voll tief empfundener Menschlichkeit und Wärme folgt er seinen glaubwürdigen Figuren in ihrem Bemühen, einem reglementierten Leben Würde abzugewinnen.

      Von Donnersmarck ist mit seinem oscarprämierten Langfilmdebüt „Das Leben der Anderen“ der Durchbruch gelungen. Fast vier Jahre hat der Regisseur und Drehbuchautor intensiv in Archiven und mit Hilfe von Historikern und Zeitzeugen recherchiert und geschrieben, ehe im Oktober 2004 mit den aufwendigen Dreharbeiten begonnen wurde.
      Für sein jüngstes Projekt, „Werk ohne Autor“ (2018), hat von Donnersmarck - wie bei „Das Leben der Anderen“ und „The Tourist“ - sowohl Regie geführt als auch das Drehbuch geschrieben.

      Thema: 30 Jahre Fall des Eisernen Vorhangs:
      Nachdem Ost und West jahrzehntelang geteilt und im Kalten Krieg von einer Politik der Abgrenzung geprägt waren, nimmt das lange unmöglich Geglaubte zunehmend Gestalt an. „Habt keine Angst!“, ruft Johannes Paul II. 1978 in Polen. Im folgenden Jahrzehnt nimmt der Anfang vom Ende des Eisernen Vorhangs seinen Lauf und mündet schließlich in eine völlige Umwälzung der politischen Machtverhältnisse. Anlässlich des 30. Jahrestages des Mauerfalls präsentiert ARTE dokumentarische, musikalische und filmische Erinnerungen an ein bewegtes Stück Zeitgeschichte. 1989 weht der „Wind of Change“ die Angst davon – und bringt die Freiheit.

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      Sonntag, 06.10.19
      20:15 - 22:25 Uhr (130 Min.)
      130 Min.
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