• 09.01.2021
      23:50 Uhr
      Das Geheimnis Georges Méliès Frankreich 2020 | arte Mediathek
       

      Ein spektakulärer Fund aus dem Jahre 2006 bereichert die Filmgeschichte. Georg Méliès, Regisseur, Schauspieler und Filmpionier gilt als Erfinder des narrativen Films. Im Laufe seines Lebens dreht Méliès 520 Filme, die alle als zerstört galten, nachdem Méliès sie 1923 verbrannt hatte. Jahrzehnte suchte man nach noch existierenden Kopien, um das Vermächtnis Méliès, ein so wichtiges für die Filmgeschichte, weiterleben zu lassen. Viele der aufgefundenen Kopien trugen jedoch Spuren der Vergangenheit. Erst ein Fund in der Library of Congres hat das eigentliche Werk von Méliès zu Tage gebracht, fast 80 original Negativfilme.

      Samstag, 09.01.21
      23:50 - 00:50 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo

      Ein spektakulärer Fund aus dem Jahre 2006 bereichert die Filmgeschichte. Georg Méliès, Regisseur, Schauspieler und Filmpionier gilt als Erfinder des narrativen Films. Im Laufe seines Lebens dreht Méliès 520 Filme, die alle als zerstört galten, nachdem Méliès sie 1923 verbrannt hatte. Jahrzehnte suchte man nach noch existierenden Kopien, um das Vermächtnis Méliès, ein so wichtiges für die Filmgeschichte, weiterleben zu lassen. Viele der aufgefundenen Kopien trugen jedoch Spuren der Vergangenheit. Erst ein Fund in der Library of Congres hat das eigentliche Werk von Méliès zu Tage gebracht, fast 80 original Negativfilme.

       

      Der Regisseur, Zauberkünstler und Theaterbesitzer Georges Méliès ist einer der großen Pioniere des frühen Films. Geboren am 8. Dezember 1861 in Paris, interessierte sich Méliès bereits im jungen Alter für Zauberei und Illusionen. In seiner Freizeit baute er Automaten von Zauberkünstlern nach, bevor er 1888 das Theater "Robert-Houdin" kaufte. Über den Theaterräumen hatten die Brüder Louis und Auguste Lumière ein Atelier, dadurch kam Méliès 1895 in den Genuss einer der ersten Vorführungen des Kinematographen. Er war sofort begeistert von der neuartigen Technik des bewegten Bildes, erwarb in England einen Projektor und baute sein Theater zu einem Kino um. Bereits 1896 entstand sein erster eigener Film, "Une partie de cartes". Noch im gleichen Jahr errichtete er ein Filmstudio - das erste Frankreichs -, und ein Jahr später gründete er seine eigene Produktionsgesellschaft "Star Film", mit der er insgesamt über 500 Filme produzierte.

      Auf Jahren des Erfolgs folgten Jahre der Aussichtslosigkeit. Große Kinosäle wurden gebaut, die Nachfrage nach neuen Filmen stieg rasant und große Filmgesellschaften überfluteten mit ihren Produktionen den Markt. Méliès konnte mit diesen Giganten nicht mithalten und verlor den Großteil seines Vermögens.  Er entschied sich, sein Werk zu zerstören und verbrannte die Negative.In den Jahren danach beginnt eine Suche nach Überresten von Méliès Filmen. Auch Madeleine Méliès, Sekretärin in der französischen Cinémathèque und Enkelin Georges Méliès, forscht nach den Werken ihres Großvaters. Bis Anfang 2000 findet man fast 200 Filmkopien, die jedoch von schlechter Qualität, beschädigt oder unvollständig sind.

      Im Rahmen der Restaurierung dieser Filmkopien stellt die Library of Congres ein dort vorhandenes Filmfragment zur Verfügung. Hierbei stellt sich heraus, dass es sich nicht um eine Kopie, sondern um einen Originalfilm handelt. Dieser überraschende Fund löst umfangreiche Recherchen nach den Werken von Méliès und ihrem Schicksal aus.

      Regisseur Serge Bromberg ist Gründer des französischen Unternehmens "Lobster Films", das sich neben der Produktion von Filmen auch der Restauration von historischen Filmen widmet. 2009 produziert "Lobster Films", unter der Regie von Serge Bromberg, den Dokumentarfilm "Die Hölle von Henri-Georges Clouzot" und erhält hierfür den César für den Besten Dokumentarfilm. Die Dokumentation "Das Geheimnis Georges Méliès" ist die erste und einzige über das Leben Méliès, seine Werke und die Wiederentdeckung der Negative. Gleichzeitig restauriert "Lobster Films" selbst auch Filme aus Méliès Nachlass.

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 15.01.2021