• 08.10.2019
      20:15 Uhr
      Cholesterin, der große Bluff Dokumentarfilm Frankreich 2016 | arte
       

      Die Theorie, dass zahlreiche Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf einen hohen Cholesterinspiegel zurückzuführen sind, ist im Laufe der letzten 50 Jahre zu einem regelrechten Dogma geworden. Nur wenige forschten in eine andere Richtung und stießen dabei schnell auf große Widerstände seitens der Pharma- und Lebensmittelindustrie. Mittlerweile mehren sich allerdings medizinische Studien, die der vorherrschenden Lehrmeinung widersprechen. Der Film nimmt diese Entwicklung und ihre Hintergründe genauer unter die Lupe.

      Dienstag, 08.10.19
      20:15 - 21:40 Uhr (85 Min.)
      85 Min.

      Die Theorie, dass zahlreiche Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf einen hohen Cholesterinspiegel zurückzuführen sind, ist im Laufe der letzten 50 Jahre zu einem regelrechten Dogma geworden. Nur wenige forschten in eine andere Richtung und stießen dabei schnell auf große Widerstände seitens der Pharma- und Lebensmittelindustrie. Mittlerweile mehren sich allerdings medizinische Studien, die der vorherrschenden Lehrmeinung widersprechen. Der Film nimmt diese Entwicklung und ihre Hintergründe genauer unter die Lupe.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Anne Georget

      In den 50er Jahren häuften sich in den USA Herzinfarkte, Tausende erlagen der neuen Volkskrankheit. Vor diesem Hintergrund veröffentlichte Ancel Keys, Physiologe an der Universität von Minnesota, 1953 eine Grafik, die einen eindeutigen Zusammenhang zwischen dem Konsum gesättigter Fettsäuren und der Anzahl von Todesfällen durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen zeigte. Die Ursache war schnell gefunden: Cholesterin.

      Später stellte sich heraus, dass Keys gerade die Länder ausließ, die seiner Theorie widersprachen, wie beispielsweise Frankreich, wo trotz des hohen Verbrauchs tierischer Fette verhältnismäßig wenig Herz-Kreislauf-Erkrankungen festgestellt werden. Im weiteren Verlauf wurde viel Geld darauf verwendet, um Keys' These zu erhärten, dass tierische Fette den Cholesterinspiegel und damit die Anzahl von Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigen lassen.

      Doch die Studien sprechen eine eindeutige Sprache: Cholesterin ist nur ein schwacher "Risikomarker", und ein kausaler Zusammenhang zwischen den Cholesterinwerten und Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann nicht festgestellt werden. Die tatsächlichen Risikofaktoren für solche Krankheiten sind vielmehr Rauchen, Bluthochdruck, Übergewicht und Bewegungsmangel. Ungeachtet dieser Ergebnisse werden immer größere Summen in Studien gesteckt, die Cholesterin zum Sündenbock machen. Wie kommt es, dass sich diese These in der Gesellschaft und in der Medizin so hartnäckig hält, obwohl es an eindeutigen wissenschaftlichen Beweisen fehlt?

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