• 23.03.2020
      01:05 Uhr
      Café Nagler Film von Mor Kaplansky | arte
       

      Als kleines Mädchen hört die junge israelische Filmemacherin Mor Kaplansky immer wieder vom legendären Café Nagler am Moritzplatz in Berlin. Vor allem ihre 88jährige Großmutter schwärmt von dem Ort, an dem sich Künstler und Intellektuelle trafen, wo das Nachtleben blühte und sogar der Swingtanz erfunden worden sein soll. Mor Kaplansky macht sich in Berlin auf Spurensuche mit unerwartetem Ergebnis.

      Nacht von Sonntag auf Montag, 23.03.20
      01:05 - 02:05 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo HD-TV

      Als kleines Mädchen hört die junge israelische Filmemacherin Mor Kaplansky immer wieder vom legendären Café Nagler am Moritzplatz in Berlin. Vor allem ihre 88jährige Großmutter schwärmt von dem Ort, an dem sich Künstler und Intellektuelle trafen, wo das Nachtleben blühte und sogar der Swingtanz erfunden worden sein soll. Mor Kaplansky macht sich in Berlin auf Spurensuche mit unerwartetem Ergebnis.

       

      Die Familie ist 1925 nach Israel ausgewandert. Mor will vor Ort auf Spurensuche gehen. In Berlin angekommen, findet sie statt des Caféhauses aber nur einen verwilderten Park - das Gebäude ist im Krieg komplett zerstört worden. Und mit wem sie auch spricht, niemand weiß etwas über das Café. Das Dokumentarfilmprojekt steht vor dem Aus. Vor allem für ihre Großmutter wäre es eine riesige Enttäuschung - schließlich erkundigt sich die alte Dame regelmäßig nach den Rechercheergebnissen aus Berlin. Da hat Mor die rettende Idee: Sie erfindet kurzerhand die Geschichte des Cafés neu. Ihre fiktiven Zeitzeugen findet sie unter den jungen Berlinern, die sich für die 20er Jahre begeistern. Sie erzählen falsche Familiengeschichten vom Café Nagler als einem Ort wilder Partys oder erster Rendezvous. Bei der privaten Premiere des fertigen Films im Kreis der Familie ist Großmutter Naomi selig: Ihre Enkeltochter hat es tatsächlich geschafft, einen Film über das Café Nagler zu drehen und den Geist der vergangenen Jahre einzufangen.
      Der Dokumentarfilm lief auf zahlreichen Festivals, unter anderem auf der Berlinale 2016 in der Reihe „Kulinarisches Kino“, auf dem Haifa International Film Festival 2015, auf dem DOK.fest München 2016 und auf dem International Filmmor Women‘s Film Festival in der Türkei. „Ein wunderbarer, persönlicher Film. Er lebt nicht nur von der spannenden Spurensuche und der Faszination für das Berlin der 20er Jahre, sondern auch von dieser besonderen Liebe zwischen Großmutter und Enkelin.“

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      Nacht von Sonntag auf Montag, 23.03.20
      01:05 - 02:05 Uhr (60 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 29.03.2020