• 12.01.2021
      22:55 Uhr
      Blutiges Erbe Das Ende der Osmanen | arte Mediathek
       

      Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs stand neben dem Vertrag von Versailles auch ein anderer Ort für die Neuordnung der Welt: Sèvres, ein Pariser Vorort. Dort besiegelten die Siegermächte Frankreich, Großbritannien und die USA das Schicksal eines großen Imperiums: Das Osmanische Reich sollte für immer zerschlagen werden. Die Folgen sind bis heute unübersehbar: Der Nahe Osten brennt, wird von Krieg und Terror überzogen. Die Dokumentation zeigt die Fehler und ihre Auswirkungen auch hundert Jahre später auf.

      Dienstag, 12.01.21
      22:55 - 23:55 Uhr (60 Min.)
      60 Min.

      Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs stand neben dem Vertrag von Versailles auch ein anderer Ort für die Neuordnung der Welt: Sèvres, ein Pariser Vorort. Dort besiegelten die Siegermächte Frankreich, Großbritannien und die USA das Schicksal eines großen Imperiums: Das Osmanische Reich sollte für immer zerschlagen werden. Die Folgen sind bis heute unübersehbar: Der Nahe Osten brennt, wird von Krieg und Terror überzogen. Die Dokumentation zeigt die Fehler und ihre Auswirkungen auch hundert Jahre später auf.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Elias von Salomon

      Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs schloss sich das Osmanische Reich den Mittelmächten Deutschland und Österreich-Ungarn an und kämpfte vor allem gegen das britische Empire. Um ihre Kriegsziele zu erreichen, überzeugten die Alliierten die Araber, gegen die Osmanen zu kämpfen. Im Gegenzug sollten diese ein eigenes Königreich erhalten. Das Ende der Osmanen wurde nach Ende des Krieges mit dem Vertrag von Sèvres besiegelt. Die Siegermächte interessierten sich allerdings nicht mehr für die Absprachen, die sie während des Krieges noch getroffen hatten. Der Nahe Osten wurde in britische und französische Einflusszonen aufgeteilt, den Kurden eine Autonomie in Aussicht gestellt, die Türkei hingegen wurde zerschlagen. Es folgte der Sieg Atatürks über die Griechen im türkischen Unabhängigkeitskrieg. Der Vertrag von Sévres wurde zwar kassiert, und doch dient er bis heute als Beleg für die rücksichtslose Interessenpolitik des Westens. Für die Kurden endeten die Träume von einem unabhängigen Staat und waren der Beginn eines Konflikts, der bis in die Gegenwart strahlt. Im Nahen Osten hingegen sind die Spuren des Pariser Vertrags bis heute sichtbar in Form von Grenzen, selbst die Terrororganisation Islamischer Staat beruft sich in ihren Rechtfertigungen auf die Ereignisse von vor hundert Jahren. Die Dokumentation beschreibt, wie es dazu kam, wer getäuscht und gelogen hat, wer betrogen wurde und wie die Gier nach Macht und Einfluss eine ganze Region in Brand setzte.

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      Dienstag, 12.01.21
      22:55 - 23:55 Uhr (60 Min.)
      60 Min.

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 23.01.2021