• 06.10.2019
      23:20 Uhr
      Berlin - oder: Die Kunst der Flucht Thema: 30 Jahre Fall des Eisernen Vorhangs | arte
       

      Zeitreise entlang der Berliner Mauer im Jahr 1987: Aus bislang unveröffentlichtem Archivmaterial, unterstützt von Inszenierungen spektakulärer Fluchten aus der DDR, erzählt Jean Bergeron von kleinen und großen Fluchten aus der Realität einer geteilten Stadt, in der sich niemand vorstellen konnte, dass die Mauer eines Tages verschwinden könnte. Anlässlich des 30. Jahrestags des Mauerfalls macht die Dokumentation ein Stück Zeitgeschichte wieder lebendig.

      Sonntag, 06.10.19
      23:20 - 00:15 Uhr (55 Min.)
      55 Min.

      Zeitreise entlang der Berliner Mauer im Jahr 1987: Aus bislang unveröffentlichtem Archivmaterial, unterstützt von Inszenierungen spektakulärer Fluchten aus der DDR, erzählt Jean Bergeron von kleinen und großen Fluchten aus der Realität einer geteilten Stadt, in der sich niemand vorstellen konnte, dass die Mauer eines Tages verschwinden könnte. Anlässlich des 30. Jahrestags des Mauerfalls macht die Dokumentation ein Stück Zeitgeschichte wieder lebendig.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Jean Bergeron
      Autor Jean Bergeron

      1987: Der kanadische Kameramann Patrice Massenet berichtet seinem Land über die Feierlichkeiten zum 750. Geburtstag Berlins. Er ist fasziniert von der Stadt, bleibt zwei Monate und dokumentiert die gesamten 155 Kilometer der Mauer aus westlicher Sicht. Er begegnet Menschen, die sich in der geschlossenen Stadt eingerichtet haben, er spricht mit Soldaten, die die Grenze bewachen.
      Er fährt mit der S-Bahn, mit dem Auto, er spaziert an der Mauer entlang, immer begleitet von den Blicken der Grenzpolizisten, die jede seiner filmischen Aktionen misstrauisch beobachten. Ein Katz- und Mausspiel entwickelt sich diesseits und jenseits der Mauer.
      Erst 30 Jahre später entdeckt der Regisseur Jean Bergeron das bisher unzugängliche Material und schneidet daraus eine historische Momentaufnahme des Lebens in einer geteilten Stadt, das aus heutiger Sicht fast exotisch erscheint. Während die Westberliner sich in ihrem Alltag einrichten und zum Teil kuriose kleine Fluchten aus der Realität des Eingemauertseins erfinden, entwickeln ihre Ostberliner Mitbürger mit unvorstellbarem Einfallsreichtum Pläne, aus ihrem Teil der Stadt in den „freien“ Westen zu fliehen.
      Ausgewählte Fluchtgeschichten werden nachinszeniert. Die Dokumentation „Berlin - oder: Die Kunst der Flucht“ lässt die Teilung Berlins und den Alltag im Schatten der Mauer wieder sichtbar werden und macht anlässlich des 30. Jahrestags des Mauerfalls ein Stück Zeitgeschichte nachfühlbar.

      Dokumentation Frankreich / Kanada / Deutschland 2019

      Thema: 30 Jahre Fall des Eisernen Vorhangs:
      Nachdem Ost und West jahrzehntelang geteilt und im Kalten Krieg von einer Politik der Abgrenzung geprägt waren, nimmt das lange unmöglich Geglaubte zunehmend Gestalt an. „Habt keine Angst!“, ruft Johannes Paul II. 1978 in Polen. Im folgenden Jahrzehnt nimmt der Anfang vom Ende des Eisernen Vorhangs seinen Lauf und mündet schließlich in eine völlige Umwälzung der politischen Machtverhältnisse. Anlässlich des 30. Jahrestages des Mauerfalls präsentiert ARTE dokumentarische, musikalische und filmische Erinnerungen an ein bewegtes Stück Zeitgeschichte. 1989 weht der „Wind of Change“ die Angst davon – und bringt die Freiheit.

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