• 10.12.2019
      00:05 Uhr
      Bekar Evi - Das Junggesellenhaus Dokumentarfilm Deutschland 2018 | arte Tipp
       

      Sieben kurdische Arbeiter und eine bildschöne Katze leben in einem sogenannten Junggesellenhaus in Istanbul zusammen. Im Osmanischen Reich war ein Junggesellenhaus Herberge für unverheiratete Männer, heute ist es oft eine billige, meist baufällige Unterkunft für Saisonarbeiter in den türkischen Großstädten. Vom Kosmos dieser Außenseiter wider Willen erzählt der Film.

      Nacht von Montag auf Dienstag, 10.12.19
      00:05 - 01:25 Uhr (80 Min.)
      80 Min.
      Stereo HD-TV Original mit Untertitel

      Sieben kurdische Arbeiter und eine bildschöne Katze leben in einem sogenannten Junggesellenhaus in Istanbul zusammen. Im Osmanischen Reich war ein Junggesellenhaus Herberge für unverheiratete Männer, heute ist es oft eine billige, meist baufällige Unterkunft für Saisonarbeiter in den türkischen Großstädten. Vom Kosmos dieser Außenseiter wider Willen erzählt der Film.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Dirk Schäfer

      Sieben kurdische Bauarbeiter und Straßenhändler im Alter von 20 bis 50 Jahren teilen sich in Istanbul ein sogenanntes Junggesellenhaus, eine billige und ziemlich heruntergekommene Unterkunft. Keiner von ihnen ist wirklich gerne hier, denn als Kurden sind und bleiben sie Außenseiter, die schnell als Terroristen abgestempelt werden. Doch das Geld, das sie und ihre Familien in Ostanatolien zum Leben brauchen, können sie nur mit den Hilfsjobs in der Großstadt verdienen.

      Kurz bevor die Männer zum Opferfest in ihre Dörfer zurückkehren, wird ihr Alltag von einem ungewöhnlichen Gast belebt: einer schneeweißen Katze mit verschiedenfarbigen Augen, wie sie nur in der ostanatolischen Provinz Van vorkommt. Einer der Männer, dessen Eltern ihn mit einem Mädchen aus dem Dorf zwangsverheiraten wollen, hat sie sich aus der Heimat beschafft - als Geschenk für seine Freundin in Istanbul. Aber zunächst bleibt "Blüte" - so nennt er die Katze - eine Weile in der Wohngemeinschaft, deren Leben sie mit ihren seltsam schönen Augen aufmerksam verfolgt.

      Der dokumentarisch-melodramatische Film gibt Einblicke in eine Gemeinschaft von Männern, die aufgrund ihrer Herkunft wenig Aussicht auf ein selbstbestimmtes Leben haben. Doch mit großer Vitalität und Humor meistern sie ihr Schicksal.

      Autor und Regisseur Dirk Schäfer hat Spiel- und Dokumentarfilme gedreht, u.a. für das ZDF "Die weißen Zwerge" und "Wilma wohnt weit weg". "Alis Welt" (1995) war sein erster Dokumentarfilm, der ihn zugleich mit seinem späteren Themenschwerpunkt in Berührung brachte: den Menschen und der Kultur Anatoliens. Seit 2006 dreht Schäfer vor allem Dokumentarfilme in seiner Wahlheimat Türkei, u.a. für ARTE die Dokumentation "Von Mülleseln und Seifenfrauen". Bis 2010 unterrichtete Schäfer Dokumentarfilm und Videoschnitt an der Bilgi Universität in Istanbul.

      2012 wurde sein Film "Eine Art Liebe", das Porträt eines jungen Kurden, im Rahmen von DOK Leipzig uraufgeführt und von der Jury als herausragender deutscher Dokumentarfilm mit einer lobenden Erwähnung bedacht. 2013 gab es beim Dokufest Prizren eine weitere lobende Erwähnung der Jury für den Film.

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      Nacht von Montag auf Dienstag, 10.12.19
      00:05 - 01:25 Uhr (80 Min.)
      80 Min.
      Stereo HD-TV Original mit Untertitel

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 07.12.2019