• 03.05.2021
      20:15 Uhr
      Begegnung Spielfilm Großbritannien 1945 (Brief Encounter) | arte
       

      Auf einem Bahnsteig in einem Vorort von London begegnen sich zufällig zwei Menschen, Alec und Laura. Beide sind sie verheiratet, glücklich im täglichen Leben. Doch eine Begegnung folgt auf die nächste, aus den Begegnungen werden kleine Verabredungen, aus denen die Versuchung zum Ehebruch erwächst und die Gefahr, entdeckt zu werden. Dennoch werden diese kurzen Momente der Zweisamkeit ihr bis dahin friedliches Leben für immer verändern.

      Montag, 03.05.21
      20:15 - 21:40 Uhr (85 Min.)
      85 Min.

      Auf einem Bahnsteig in einem Vorort von London begegnen sich zufällig zwei Menschen, Alec und Laura. Beide sind sie verheiratet, glücklich im täglichen Leben. Doch eine Begegnung folgt auf die nächste, aus den Begegnungen werden kleine Verabredungen, aus denen die Versuchung zum Ehebruch erwächst und die Gefahr, entdeckt zu werden. Dennoch werden diese kurzen Momente der Zweisamkeit ihr bis dahin friedliches Leben für immer verändern.

       

      Laura Jesson, eine Hausfrau und der charmante Arzt Dr. Alec Harvey sind eigentlich glücklich verheiratet. Ihre beiden Ehen verlaufen harmonisch und in gegenseitigem Respekt. Wie jede Woche fährt Laura mit dem Zug nach Milford, um dort Besorgungen zu machen, aber auch um die Eintönigkeit des Vorstadtlebens beispielsweise durch einen Besuch im örtlichen Kino zu durchbrechen. Die Praxis des Allgemeinmediziners Alec liegt ebenfalls stadteinwärts, weshalb auch er zum Vorortbahnhof muss.Eines Tages machen sie dort Bekanntschaft, als Laura von einem vorbeifahrenden Zug aufgewirbelter Staub ins Auge gelangt. Alec hilft ihr, diesen zu entfernen. Nach einigen weiteren zufälligen Begegnungen beginnen Laura und Alec sich absichtlich zu treffen - zunächst in der Bahnhofsgaststätte, später auch zu einem ruhigen Essen in einem kleinen Restaurant oder zu einem gemeinsamen Kinobesuch. Aus anfänglicher Sympathie entstehen Gefühle, die zu einem leidenschaftlichen Kuss führen.Doch vor allem Laura hadert damit, ihre Gefühle zu Alec zuzulassen. Zwar beruht ihre Verliebtheit auf Gegenseitigkeit, doch steht für die Mutter und Ehefrau zu viel auf dem Spiel. Sie möchte ihren Mann Fred, der jedes Mal geduldig auf sie wartet, wenn sie nach einem langen Tag in der Stadt nach Hause zurückkehrt, weder verletzen noch verlieren. Doch die Gefühle für Alec sind zu stark, und so findet sie sich trotz ihres moralischen Dilemmas mit ihm in der Wohnung eines seiner Freunde wieder - allein.

      David Leans letzte Zusammenarbeit mit dem Dramatiker und Autor des zu Grunde liegenden Theaterstücks, Noël Coward ist eines der zentralen Werke des britischen Nachkriegskinos, welches die Bitterkeit und die Monotonie des Alltags einfängt, aber auch die Zartheit der Liebe und den Traum von Flucht. Zum ersten Mal kommt Leans romantischer Zug zum Ausdruck und, getragen vom Helldunkel der Fotografie von DOP Robert Krasker ("Der dritte Mann") und Rachmaninows Musik, verwandelt er die eines Groschenromans würdige Geschichte in eine herzzerreißende Chronik über die Macht und Zerbrechlichkeit der Gefühle.

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