• 01.12.2019
      07:15 Uhr
      Barfuß ohne Sattel Die kleinen Reiter von Sumbawa | arte Mediathek
       

      Sumbawa ist eine Insel direkt neben den touristischen Zentren Bali und Lombok. Doch kaum jemand hat je von dieser Insel gehört. Auch nicht von ihrer jahrhundertealten Tradition des Pferderennens. Das Besondere: Die Jockeys sind Kinder, die kleinsten gerade einmal fünf Jahre alt. Und sie reiten ohne Sattel und barfuß. Sumbawa ist eine der ärmsten Regionen Indonesiens. Für manche Familien scheint es die einzige Option zu sein, ihre Kinder als Jockey „arbeiten“ zu lassen. Denn dort verdienen sie gut. Aber die Rennen sind durchaus gefährlich.

      Sonntag, 01.12.19
      07:15 - 08:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Sumbawa ist eine Insel direkt neben den touristischen Zentren Bali und Lombok. Doch kaum jemand hat je von dieser Insel gehört. Auch nicht von ihrer jahrhundertealten Tradition des Pferderennens. Das Besondere: Die Jockeys sind Kinder, die kleinsten gerade einmal fünf Jahre alt. Und sie reiten ohne Sattel und barfuß. Sumbawa ist eine der ärmsten Regionen Indonesiens. Für manche Familien scheint es die einzige Option zu sein, ihre Kinder als Jockey „arbeiten“ zu lassen. Denn dort verdienen sie gut. Aber die Rennen sind durchaus gefährlich.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Michael Niermann

      Die Haut an den Knochen der kleinen Hand ist weiß, weil die kurzen Finger sich in die Mähne des Pferdes krallen. Die Augen des Jungen sind zugekniffen, seine dünnen Beine klammern sich um den Bauch des Pferdes. Dann gibt es einen Knall. Das Pferd und sein kleiner Reiter preschen los. Peitschen knallen. Die Männer an den Boxen schreien, gestikulieren. Auf den Tribünen johlen die Zuschauer. Insgesamt fünf Pferde und ihre jungen Jockeys galoppieren auf die Rennbahn. Der Name des Jungen ist Firman. Er ist fünf Jahre alt.

      Der Mut der kleinen Reiter ist beeindruckend. Die Kinderjockeys von der indonesischen Insel Sumbawa sind tapfere kleine Kämpfer und sie tragen eine große Verantwortung. Sie galoppieren mit 70 Stundenkilometern über die Rennbahnen. Währenddessen verdienen sie Geld, um ihre Familien zu ernähren. Pferderennen sind hier ein großes Geschäft, bei welchem die kleinen Reiter am wenigsten profitieren. Dennoch verdienen gute Jockeys an einem Rennwochenende so viel wie ihre Eltern in mehreren Monaten.

      Der Preis, den sie dafür zahlen, ist hoch. Sie reiten an mehr als hundert Tagen im Jahr, verpassen die Schule und setzen damit ihre Zukunft aufs Spiel - und ihre Gesundheit, denn die Rennen sind gefährlich. Immer wieder passieren Unfälle, trotzdem setzt sich die Tradition fort. Der Weg der kleinen Reiter und auch der ihrer zukünftigen Kinder scheint vorbestimmt. Doch lässt sich dieser Kreislauf nicht durchbrechen?

      Der Film zeigt am Beispiel dieser fremden Kultur, wie Traditionen und Bildung Werte und Ansichten beeinflussen.

      Dokumentation Deutschland 2018

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      Sonntag, 01.12.19
      07:15 - 08:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 15.12.2019