• 16.11.2019
      19:30 Uhr
      Barfuß ohne Sattel Die kleinen Reiter von Sumbawa - Schwerpunkt: Menschenskinder! | arte
       

      Sumbawa ist eine Insel direkt neben den touristischen Zentren Bali und Lombok. Doch kaum jemand hat je von dieser Insel gehört. Auch nicht von ihrer jahrhundertealten Tradition des Pferderennens. Das Besondere: Die Jockeys sind Kinder, die kleinsten gerade einmal fünf Jahre alt. Und sie reiten ohne Sattel und barfuß. Sumbawa ist eine der ärmsten Regionen Indonesiens. Für manche Familien scheint es die einzige Option zu sein, ihre Kinder als Jockey „arbeiten“ zu lassen. Denn dort verdienen sie gut. Aber die Rennen sind durchaus gefährlich.

      Samstag, 16.11.19
      19:30 - 20:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Sumbawa ist eine Insel direkt neben den touristischen Zentren Bali und Lombok. Doch kaum jemand hat je von dieser Insel gehört. Auch nicht von ihrer jahrhundertealten Tradition des Pferderennens. Das Besondere: Die Jockeys sind Kinder, die kleinsten gerade einmal fünf Jahre alt. Und sie reiten ohne Sattel und barfuß. Sumbawa ist eine der ärmsten Regionen Indonesiens. Für manche Familien scheint es die einzige Option zu sein, ihre Kinder als Jockey „arbeiten“ zu lassen. Denn dort verdienen sie gut. Aber die Rennen sind durchaus gefährlich.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Michael Niermann

      Die Haut an den Knochen der kleinen Hand ist weiß, weil die kurzen Finger sich in die Mähne des Pferdes krallen. Die Augen des Jungen sind zugekniffen, seine dünnen Beine klammern sich um den Bauch des Pferdes. Dann gibt es einen Knall. Das Pferd und sein kleiner Reiter preschen los. Peitschen knallen. Die Männer an den Boxen schreien, gestikulieren. Auf den Tribünen johlen die Zuschauer. Insgesamt fünf Pferde und ihre jungen Jockeys galoppieren auf die Rennbahn. Der Name des Jungen ist Firman. Er ist fünf Jahre alt.

      Der Mut der kleinen Reiter ist beeindruckend. Die Kinderjockeys von der indonesischen Insel Sumbawa sind tapfere kleine Kämpfer und sie tragen eine große Verantwortung. Sie galoppieren mit 70 Stundenkilometern über die Rennbahnen. Währenddessen verdienen sie Geld, um ihre Familien zu ernähren. Pferderennen sind hier ein großes Geschäft, bei welchem die kleinen Reiter am wenigsten profitieren. Dennoch verdienen gute Jockeys an einem Rennwochenende so viel wie ihre Eltern in mehreren Monaten.

      Der Preis, den sie dafür zahlen, ist hoch. Sie reiten an mehr als hundert Tagen im Jahr, verpassen die Schule und setzen damit ihre Zukunft aufs Spiel - und ihre Gesundheit, denn die Rennen sind gefährlich. Immer wieder passieren Unfälle, trotzdem setzt sich die Tradition fort. Der Weg der kleinen Reiter und auch der ihrer zukünftigen Kinder scheint vorbestimmt. Doch lässt sich dieser Kreislauf nicht durchbrechen?

      Der Film zeigt am Beispiel dieser fremden Kultur, wie Traditionen und Bildung Werte und Ansichten beeinflussen.

      Dokumentation Deutschland 2018

      • Schwerpunkt: Menschenskinder! - Mit Kindern auf Augenhöhe

      Zum 30. Jahrestag der UN-Kinderrechtskonvention betrachtet ARTE die Welt aus Kinderaugen. Denn überall auf der Welt wachsen Kinder auf ganz unterschiedliche Art und Weise auf. Wie leben Kinder in Mossul, im belgischen Kohlebecken, in Los Angeles oder in Berlin? Und wie sehen die Kinder von heute die Welt von morgen? Von Samstag, dem 16. November bis Freitag, dem 22. November 2019 erzählt ARTE mit preisgekrönten Dokumentationen, Spielfilmen und Reportagen das Schicksal von Kindern, deren Aufwachsen von Angst, Gewalt und Hass bestimmt wird. Der Dokumentarfilm „Of Fathers and Sons - Die Kinder des Kalifats“, der erst kürzlich beim Deutschen Filmpreis als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet wurde, fragt nach der Zukunft syrischer Kinder und Jugendlicher, deren Leben vom Bürgerkrieg gezeichnet wird. Der Dokumentarfilm „Oleg, eine Kindheit im Krieg“ begleitet über ein Jahr den ukrainischen Jungen Oleg, der in einem Kriegsgebiet im östlichen Teil der Ukraine aufwächst. Wie schwer es sein kann, Werte loszulassen, die einem in der Kindheit indoktriniert wurden, verdeutlicht der Dokumentarfilm „Kleine Germanen - Eine Kindheit in der rechten Szene“. Wie fühlt es sich an, in einer Welt aufzuwachsen, in der die nationale Identität über allem steht und man dazu erzogen wird, das Fremde zu hassen? Der auf dem gleichnamigen Roman von François Boyer basierende Spielfilm „Verbotene Spiele“ von René Clément aus dem Jahr 1952 erzählt die Geschichte von zwei Kindern im Zweiten Weltkrieg, die mehrere Schicksalsschläge wie den Tod der eigenen Eltern verarbeiten müssen. Wie der junge Jamal aus den Slums von Mumbai seiner großen Liebe wegen in Indiens TV-Show „Wer wird Millionär?“ gelangt, erzählt Danny Boyles oscarprämierter Spielfilm „Slumdog Millionär“. ARTE zeigt zudem die Stummfilm-Tragikomödie „The Kid“ von und mit Charlie Chaplin. ARTE Reportage, ARTE Journal Junior und ARTE Junior begleiten den Schwerpunkt mit spannenden Beiträgen auf Augenhöhe der jungen Generation. Mehr Informationen auf: arte.tv/kindheit

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      Samstag, 16.11.19
      19:30 - 20:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

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