• 08.04.2021
      23:30 Uhr
      Ayka Fernsehfilm Russland/Deutschland/Polen 2018 | arte Mediathek
       

      Die junge Kirgisin Ayka lebt und arbeitet illegal in Moskau. Schnell begreift sie, dass diese Stadt keine Schwäche duldet. Dann wird sie Mutter - aber ein Kind kann sie sich unter diesen Lebensumständen nicht leisten.

      Donnerstag, 08.04.21
      23:30 - 01:20 Uhr (110 Min.)
      110 Min.

      Die junge Kirgisin Ayka lebt und arbeitet illegal in Moskau. Schnell begreift sie, dass diese Stadt keine Schwäche duldet. Dann wird sie Mutter - aber ein Kind kann sie sich unter diesen Lebensumständen nicht leisten.

       

      Ayka ist Kirgisin, eine illegale Arbeitsmigrantin in Moskau. Sie teilt sich eine heruntergekommene Wohnung mit Dutzenden anderer Arbeitsmigranten. Ihre Aufenthaltserlaubnis ist längst abgelaufen, was bedeutet, dass sie jeden noch so schlechten und schlecht bezahlten Job annehmen muss, um zu überleben. Moskau ist eine harte Stadt, und doch hat Ayka Angst, dass sie erwischt wird und die Stadt verlassen muss. Nur hier kann sie das Geld verdienen, um die Schulden abzubezahlen, die sie gemacht hat, um sich ihren Traum von einer Existenz als Näherin zu erfüllen. Der Traum ist längst geplatzt, nur die Schulden sind geblieben.

      Es ist der schneereichste und kälteste Winter seit vielen Jahren, als Ayka einen Sohn zur Welt bringt. Sie hat ihre Schwangerschaft gut versteckt, niemand hat etwas mitbekommen, sonst hätte sie sofort ihre Arbeit verloren. Aber was nun? Sie kann sich das Kind nicht leisten. Kurz nach der Geburt flieht sie aus der Klinik, lässt das Kind dort zurück. Sie kehrt in ihren Alltag zurück, als wäre nichts passiert. Dann verliert sie trotzdem ihre Arbeit, wird um den Lohn betrogen und von den Männern, denen sie Geld schuldet, immer stärker bedrängt und bedroht.

      Einmal hat sie ein bisschen Glück, aber das dauert nicht lange. Wie eine Getriebene hetzt sie durch die gnadenlose Stadt, auf der Suche nach einem Job, einem Ausweg - so lange, bis ihr Körper sie zwingt, für sich und um ihr Kind zu kämpfen.

      Der in internationaler Zusammenarbeit von Russland, Polen und Deutschland produzierte Spielfilm "Ayka" wurde mit großem Erfolg belohnt. Insbesondere Samal Yeslyamova, die in der Hauptrolle der Ayka brilliert, wurde für ihre Leistung mehrfach ausgezeichnet. Beim renommierten Filmfestival in Cannes gewann sie 2018 den Preis für die beste Darstellerin, ebenso 2018 beim Antalya Golden Orange Film Festival und 2019 bei den Asian Film Awards. Auch die Arbeit von Regisseur Sergey Dvortsevoy ("Tulpan", 2008) wurde unter anderem in Cannes 2018 durch eine Nominierung für die Goldene Palme gewürdigt.

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 13.04.2021