• 19.02.2021
      07:55 Uhr
      Australien - Im Sog des Ostaustralstroms (3/3) Die gemäßigte Zone | arte Mediathek
       

      Der dritte Teil der Dokumentationsserie erforscht die gemäßigte Zone. Die atemberaubende kühle Meeresumwelt von Neusüdwales und Tasmanien ist das Ende des Ostaustralstroms. ARTE reist mit dem Strom und jenen Tieren, die sich von ihm transportieren lassen. Forscher erklären dabei, die Eigenschaften und Phänomene dieser außergewöhnlichen Strömung.

      Freitag, 19.02.21
      07:55 - 08:40 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Der dritte Teil der Dokumentationsserie erforscht die gemäßigte Zone. Die atemberaubende kühle Meeresumwelt von Neusüdwales und Tasmanien ist das Ende des Ostaustralstroms. ARTE reist mit dem Strom und jenen Tieren, die sich von ihm transportieren lassen. Forscher erklären dabei, die Eigenschaften und Phänomene dieser außergewöhnlichen Strömung.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Nick Robinson

      Auf ihrem Weg in antarktische Gewässer folgt eine Familie von Buckelwalen dem Ostaustralstrom, der warmes Oberflächenwasser in kühlgemäßigte Breiten transportiert. Hier erkennt man die enormen Auswirkungen dieser Meeresströmung auf die Ökosysteme im Südosten Australiens und vor allem auf das Küstenklima.Die Wale machen Rast im Naturhafen von Sydney, wo der warme Ostaustralstrom ein Ökosystem von unglaublicher Vielfalt hervorgebracht hat. Bemerkenswert an Sydneys Meeresleben ist, dass all dies trotz der zahlenmäßig großen menschlichen Bevölkerung, die in der Nähe lebt, immer noch existiert.

      Und das ist nur möglich, weil die Menschen von Sydney hart gearbeitet haben, um die Wasserverschmutzungsprobleme zu beheben, die einst diese Küste in Mitleidenschaft gezogen haben. Ein Team von Wissenschaftlern bemüht sich hier um die Wiederaufforstung von Algenwäldern an der Küste. Sie wollen Algen anpflanzen, die einst in diesem Gebiet häufig vorkamen, aber vor rund vierzig Jahren aufgrund der Wasserverschmutzung vollständig verschwunden sind.

      Kaum haben die Wale die australische Metropole hinter sich gelassen, schlägt das Wetter um: Die warme Strömung sorgt hier für heftige Stürme mit zum Teil verheerenden Auswirkungen. Weiter südlich erkundet eine Gruppe von Tauchern Korallenriffe, die so tief sind, dass das Sonnenlicht nicht mehr dorthin dringen kann. Die Korallen sind stattdessen völlig von der Meeresströmung abhängig, die sie mit überlebensnotwendigen Nährstoffen versorgt.

      Auch die Insel Tasmanien verdankt ihre üppige Vegetation der warmen Strömung, doch die Auswirkungen des Klimawandels mit steigenden Meeresspiegeln und Wassertemperaturen zeigen sich hier mit erschreckender Deutlichkeit: Der Kelpwald zieht sich mehr und mehr zurück.

      An seinem Südende verliert sich der Ostaustralstrom im Antarktischen Zirkumpolarstrom. Die Buckelwale verlassen nun endgültig die gemäßigte Zone und setzen ihre Reise ins Südpolarmeer fort, wo die mächtigste Meeresströmung der Welt ihren Ursprung hat.

      Er ist bis zu 100 Kilometer breit, an manchen Stellen 500 Meter tief und bewegt fast 30 Millionen Kubikmeter Wasser pro Sekunde: der Ostaustralstrom. Die Dokumentationsreihe folgt diesem ganz besonderen Meeresfluss von seinem Ursprung bis zu seiner Endstation - 3.000 Kilometer vom Great Barrier Reef bis nach Tasmanien. Die ozeanische Lebensader transportiert dabei warmes tropisches Wasser in kalte südliche Meere.

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