• 13.07.2020
      01:30 Uhr
      Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny Musik Frankreich 2019 | arte
       

      In Mahagonny ist alles erlaubt: Hier, mitten in der Wüste, haben drei Gauner ein künstliches Paradies gegründet, um Goldsuchern aus dem ganzen Land das Geld aus der Tasche zu ziehen. In seiner Oper "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" übt Bertolt Brecht scharfe Kritik an der auf Verbrechen und Ausschweifung beruhenden kapitalistischen Welt. Die funkelnden Klänge des Jazz und der Kabarett-Songs stammen von Kurt Weill. Im Juli 2019 erstmals beim Festival von Aix-en-Provence aufgeführt, beweist es noch heute seine politische und soziale Tragweite. Ivo van Hove inszeniert das Stück in einem Filmset-Ambiente und mit ...

      Nacht von Sonntag auf Montag, 13.07.20
      01:30 - 03:50 Uhr (140 Min.)
      140 Min.
      Stereo HD-TV Original mit Untertitel

      In Mahagonny ist alles erlaubt: Hier, mitten in der Wüste, haben drei Gauner ein künstliches Paradies gegründet, um Goldsuchern aus dem ganzen Land das Geld aus der Tasche zu ziehen. In seiner Oper "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" übt Bertolt Brecht scharfe Kritik an der auf Verbrechen und Ausschweifung beruhenden kapitalistischen Welt. Die funkelnden Klänge des Jazz und der Kabarett-Songs stammen von Kurt Weill. Im Juli 2019 erstmals beim Festival von Aix-en-Provence aufgeführt, beweist es noch heute seine politische und soziale Tragweite. Ivo van Hove inszeniert das Stück in einem Filmset-Ambiente und mit ...

       

      Stab und Besetzung

      Leokadja Begbick Karita Mattila
      Dreieinigkeitsmoses Sir Willard White
      Jenny Annette Dasch
      Jim Mahoney Nikolai Schukoff
      Fatty der "Prokurist" Alan Oke
      Jack / Tobby Higgins Sean Panikkar
      Bill, genannt Sparbüchsenbill Thomas Oliemans
      Joe, genannt Alaskawolfjoe Peixin Chen
      Regie François Roussillon
      Komposition Kurt Weill
      Inszenierung Ivo van Hove
      Dirigent Esa-Pekka Salonen
      Orchester Philharmonica Orchestra
      Chor Pygmalion
      Buch Bertolt Brecht

      "Mahagonny" beginnt mit der Flucht dreier Gauner, die inmitten der Wüste ein modernes Babylon gründen: eine "Netzestadt", die für Geld paradiesische Genüsse verspricht. Hier sollen die Goldsucher des ganzen Landes ihr sauer verdientes Geld bei Vergnügungen, Spielen und in Bordellen lassen. Mit der "Dreigroschenoper" hatte das Künstler-Duo Kurt Weill und Bertolt Brecht 1928 einen Riesenerfolg erzielt. Dagegen war die Uraufführung von "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" im Jahr 1930 von lautstarken Störmanövern überschattet, hinter denen Drahtzieher der erstarkenden NSDAP standen: Sie waren empört über Sujet, politische Botschaft und Ästhetik der Oper.
      Ivo van Hoves Inszenierung spielt durch den Einsatz von Kameras, Videoprojektionen und Greenscreens auf die Welt der Hollywood-Blockbuster an. Die Sänger werden live gefilmt, ihre Silhouetten erscheinen in den auf die Bühne projizierten Filmen. Für den Regisseur bedeutet der Greenscreen ein illusorisches Trugbild, das gewissermaßen auch die ganze Stadt Mahagonny ist.
      Was "Mahagonny" bis heute aktuell macht, ist Brechts Reflexion über die Rolle des Einzelnen in den modernen Städten. Auch die Probleme, die der unumschränkte Kapitalismus und der ungezügelte Konsum mit sich bringen, erinnern an unsere Gegenwart, ebenso wie das Spannungsverhältnis zwischen persönlicher Freiheit und gesellschaftlichem Leben.

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      Nacht von Sonntag auf Montag, 13.07.20
      01:30 - 03:50 Uhr (140 Min.)
      140 Min.
      Stereo HD-TV Original mit Untertitel

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 04.07.2020