• 23.09.2019
      11:20 Uhr
      Auf den Dächern der Stadt (4/5) Tokio | arte
       

      Tokio scheint sich fast unendlich auszuweiten. 38 Millionen Menschen leben auf einer Fläche, die so groß ist wie Korsika, und machen die japanische Hauptstadt zum größten Ballungsraum der Welt. Inmitten der gigantischen Metropole: die ehemalige Kaiserstadt - heute eine moderne und höchst funktionale City. Die typisch japanische Begegnung von Tradition und Moderne spielt sich hier auch auf den Dächern ab.

      Montag, 23.09.19
      11:20 - 12:15 Uhr (55 Min.)
      55 Min.

      Tokio scheint sich fast unendlich auszuweiten. 38 Millionen Menschen leben auf einer Fläche, die so groß ist wie Korsika, und machen die japanische Hauptstadt zum größten Ballungsraum der Welt. Inmitten der gigantischen Metropole: die ehemalige Kaiserstadt - heute eine moderne und höchst funktionale City. Die typisch japanische Begegnung von Tradition und Moderne spielt sich hier auch auf den Dächern ab.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Xavier Lefebvre

      Teezeremonien und Leistungssport: In luftiger Höhe werden auf den Dächern der japanischen Metropole Tokio alte Traditionen gepflegt und neue Trends eingeführt. In Otsuka, einem Viertel im Norden der Stadt, kann man einem der ältesten japanischen Rituale beiwohnen: dem Chado oder der Teezeremonie. Frau Hikichi hat dieser uralten Tradition ihr ganzes Leben verschrieben. In Hino wird auf dem Dach des Dojo Renseikaikan und unter fachlicher Anleitung von Meister Azumori Toyomura der Kampfsport Kendo trainiert. Kendo ist die moderne Form des traditionellen Schwertkampfs Kenjutsu, den die Samurai im feudalen Japan ausübten. Heute ist es ein Leistungssport.

      Im schicken und bei Touristen beliebten Viertel Ginza findet man auf manchen Dächern idyllische Landschaften. So wächst zum Beispiel auf dem Gebäude eines bekannten Sake-Herstellers jedes Jahr ein echtes Reisfeld, gepflanzt und gepflegt von Asami Oda. Hinter Belüftungsanlagen und Rohren aller Art sind mancherorts kleine Altare versteckt, zu denen nur Eingeweihte Zugang haben. Es handelt sich vor allem um Shinto-Schreine, mit denen ein Kami verehrt wird, eine Gottheit oder der Geist eines verstorbenen Ahnen. 

      Im Viertel Azabu-Juban finden sich jede Menge Dachterrassen, auf denen es eher ruhig zugeht. Mit einer Ausnahme: der Terrasse des Restaurantbetreibers Tetsuo Fujii, eines Spezialisten in Sachen Himono, der uralten japanischen Tradition des Fischtrocknens an der Luft.Auf dem Dach eines Gebäudes in Ginza, das eine berühmte französische Luxusmarke beherbergt, hat Starkoch Alain Ducasse eine schicke Terrasse für Feinschmecker eingerichtet und mit dem poetischen Namen „Le Jardin de Tweed” versehen - eine Hommage an Coco Chanel.

      Von Paris über New York und Istanbul bis hin zu Tokio und Buenos Aires entdeckt die fünfteilige Reihe faszinierende Metropolen aus einer neuen Perspektive: von den Dächern aus! Ob idyllisch, innovativ oder schwindelerregend - jedes dieser Dächer erzählt seine ganz eigene Stadtgeschichte.

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