• 03.12.2019
      03:35 Uhr
      Amerika mit David Yetman Mexiko - Die Mission des Jesuitenpaters Eusebio Kino | arte
       

      Ende des 16. Jahrhunderts schickte die spanische Krone katholische Missionare in den Nordwesten Mexikos, um die indianischen Ureinwohner zu befrieden und europäischen Kolonialherren den Weg zu ebnen. Einer von ihnen war Francisco Eusebio Kino. Im Jahr 1681 traf er in Niederkalifornien (dem heutigen Mexiko) ein. Er stammte aus dem Trentin, das damals zum Kaiserreich Österreich gehörte, war Jesuit, Wissenschaftler, Forscher und Kartograph. Sein charismatisches Wesen und seine Liebe zu Gründermissionen leben bis heute fort. Davon zeugt auch das architektonische Meisterwerk der Mission San Xavier del Bac.

      Nacht von Montag auf Dienstag, 03.12.19
      03:35 - 04:00 Uhr (25 Min.)
      25 Min.
      Stereo HD-TV

      Ende des 16. Jahrhunderts schickte die spanische Krone katholische Missionare in den Nordwesten Mexikos, um die indianischen Ureinwohner zu befrieden und europäischen Kolonialherren den Weg zu ebnen. Einer von ihnen war Francisco Eusebio Kino. Im Jahr 1681 traf er in Niederkalifornien (dem heutigen Mexiko) ein. Er stammte aus dem Trentin, das damals zum Kaiserreich Österreich gehörte, war Jesuit, Wissenschaftler, Forscher und Kartograph. Sein charismatisches Wesen und seine Liebe zu Gründermissionen leben bis heute fort. Davon zeugt auch das architektonische Meisterwerk der Mission San Xavier del Bac.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Dan Duncan

      Bis heute gilt der Missionar Francisco Eusebio Kino in weiten Teilen von Arizona und im Nordwesten Mexikos als Held. Er kam 1681 nach Niederkalifornien (heutiges Mexiko), von der spanischen Krone entsandt, um indianische Ureinwohner zum katholischen Glauben zu führen und späteren Kolonialherren den Weg zu ebnen. Im Vergleich zu vielen anderen Patern seiner Zeit zeichnete sich Kino durch seine persönliche Nähe und sein aufrichtiges Interesse an den Ureinwohnern und ihrer Kultur aus. Über Jahrzehnte soll er allein auf seinem Esel durch die Wüsten der Region gezogen sein, auf seinem Weg von Dorf zu Dorf, von Mission zu Mission.
      Als Jesuit, Forscher, Wissenschaftler und Kartograph interessierte sich Kino für weit mehr als nur für die Religion, beispielweise für die Landwirtschaft: Als Erster kultivierte Francisco Kino großflächig Länder, die den Ureinwohnern über Jahrhunderte als unbrauchbar galten. Inmitten der trockenen Wüstenlandschaft führte Kino mit europäischen Techniken den Anbau von Weizen, Quitten und Granatäpfeln ein. Nahrungsmittel, die bis heute fester Bestandteil der lokalen Küche sind.
      Doch neben seinem grünen Erbe hinterließ der Jesuit, wohin er ging, auch Kirchen und Kapellen, die bis heute als architektonische Meisterwerke der Region gelten. Die Bauten sind auch Beweis von Francisco Kinos Weltoffenheit: Kirchen wie San Xavier del Bac zeigen interessante Verknüpfungen zwischen dem europäischen Kirchenstil und indigenen Kunstformen. Doch trotz der vielen positiven Errungenschaften durch den Jesuiten, bleibt auch die Missionierungs-Reise von Francisco Kino bei genauerer Betrachtung eine Medaille mit zwei Seiten.

      Wohl zum letzten Mal begleitet die Serie David Yetman, der seit über fünf Jahren durch Amerika fährt. Eine dokumentarische Reise, die mit interessanten Besonderheiten aus Kultur, Umwelt, Geschichte, Ethnologie und Natur bekanntmacht.

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