• 05.12.2019
      03:15 Uhr
      Amerika mit David Yetman Brasilien - Die Amazonaswelle "Pororoca" | arte Mediathek
       

      Den Amazonas kennt jeder, schließlich ist er der größte Fluss der Welt. Weitaus weniger bekannt ist dagegen das Phänomen der Tidenwelle Pororoca, die zweimal jährlich den Fluss hinaufrollt. Die riesige Flutwelle bildet sich um die Tag- und Nachtgleiche an der Amazonasmündung und ist das neue Mekka für Surfer, die aus der ganzen Welt hierher pilgern. Doch das Naturereignis hat auch seine Schattenseiten und riss einst beinahe eine ganze Stadt mit sich.

      Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 05.12.19
      03:15 - 03:40 Uhr (25 Min.)
      25 Min.
      Stereo HD-TV

      Den Amazonas kennt jeder, schließlich ist er der größte Fluss der Welt. Weitaus weniger bekannt ist dagegen das Phänomen der Tidenwelle Pororoca, die zweimal jährlich den Fluss hinaufrollt. Die riesige Flutwelle bildet sich um die Tag- und Nachtgleiche an der Amazonasmündung und ist das neue Mekka für Surfer, die aus der ganzen Welt hierher pilgern. Doch das Naturereignis hat auch seine Schattenseiten und riss einst beinahe eine ganze Stadt mit sich.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Dan Duncan

      Pororoca heißt in der Sprache der brasilianischen Tupi in etwa so viel wie „Wasserdonnerlärm“. In den Amazonas-Gebieten Brasiliens steht das Wort für die Tidenwelle, die mehrmals im Jahr den größten Fluss der Welt hinaufschwappt. Früher war der Name Pororoca vor allem ein Symbol für das Leid und die Zerstörung, die die Amazonaswelle mit sich brachte. In den letzten Jahren ist die Pororoca aber zur Surfer-Sensation und einem internationalen Event geworden, von dem viele Einheimische profitieren.

      Wenn der Amazonas im Frühjahr wenig Wasser führt und der Mond richtig zur Erde steht, drückt sich das Meereswasser hunderte Kilometer weit ins Landesinnere hinein und erzeugt einen Tidenhub von bis zu fünf Metern, der auch die zahlreichen Nebenarme des Amazonas erreicht. Die Pororoca reißt alles mit, was sich ihr in den Weg stellt und überflutet die Uferregionen teilweise hunderte Meter weit. Damit sorgt die Pororoca auch dafür, dass der Amazonas nicht versandet. Die Ureinwohner des Regenwaldes nutzen den von der Pororoca angespülten Schlamm zur Düngung ihrer Äcker.

      Für viele Surfer aber bildet sich in den engen Ausläufern des Amazonas die perfekte Welle, auf der sie - anders als am Strand - kilometerweit surfen können. Sao Domingos do Capim, eine ansonsten verlassene Kleinstadt mit 30.000 Einwohnern am Ufer des Amazonas-Nebenarms Capim, wird dann zur internationalen Surferhochburg. Jedes Jahr zwischen März und April finden dort Surfweltmeisterschaften statt, bei denen sich einheimische und ausländische Surfer auf der Pororoca messen. Sämtliche Hotels in der Stadt sind dann ausgebucht, und die Einwohnerzahl verdoppelt sich für mehrere Wochen.

      Wie an vielen anderen Orten am Amazonas ist auch in Sao Domingos der Fluss der Motor, der Natur und Mensch am Laufen hält.

      Wohl zum letzten Mal begleitet die Serie David Yetman, der seit über fünf Jahren durch Amerika fährt. Eine dokumentarische Reise, die mit interessanten Besonderheiten aus Kultur, Umwelt, Geschichte, Ethnologie und Natur bekanntmacht.

      Dokumentationsreihe USA 2017

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      Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 05.12.19
      03:15 - 03:40 Uhr (25 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 11.12.2019