• 06.08.2022
      01:20 Uhr
      Als wir tanzten Spielfilm Schweden/Georgien/Frankreich 2019 | arte
       

      Merab ist Student an der Akademie des Georgischen Nationalballetts in Tiflis. Sein größter Traum ist es, professioneller Tänzer zu werden. Als Irakli neu in die Klasse kommt, sieht Merab in ihm zunächst einen ernstzunehmenden Rivalen auf den ersehnten Platz im festen Ensemble. Aus der Konkurrenz wird bald ein immer stärkeres Begehren. Doch im homophoben Umfeld der Schule, in der konservative Vorstellungen von Männlichkeit hochgehalten werden, wird von den beiden erwartet, dass sie ihre Liebe geheim halten.

      Nacht von Freitag auf Samstag, 06.08.22
      01:20 - 03:05 Uhr (105 Min.)
      105 Min.

      Merab ist Student an der Akademie des Georgischen Nationalballetts in Tiflis. Sein größter Traum ist es, professioneller Tänzer zu werden. Als Irakli neu in die Klasse kommt, sieht Merab in ihm zunächst einen ernstzunehmenden Rivalen auf den ersehnten Platz im festen Ensemble. Aus der Konkurrenz wird bald ein immer stärkeres Begehren. Doch im homophoben Umfeld der Schule, in der konservative Vorstellungen von Männlichkeit hochgehalten werden, wird von den beiden erwartet, dass sie ihre Liebe geheim halten.

       

      Schon sein ganzes Leben träumt Merab davon, Tänzer beim Georgischen Nationalballett in Tiflis zu werden. Auch seine Großmutter und seine Eltern waren Tänzer. Jetzt trainiert er mit seinem älteren Bruder David an der Akademie und hofft auf einen festen Platz im Ensemble. Merabs Chancen stehen nicht schlecht: Er trainiert hart und ist viel disziplinierter als sein Bruder, der immer wieder mit dem strengen Tanzlehrer Aleko aneinandergerät. Auch Merab hat gewisse Probleme mit Aleko, sein Tanzstil ist diesem nicht stramm und männlich genug. Als ein neuer Schüler in der Akademie auftaucht, wird Merab aus seinen Routinen gerissen: Irakli ist nicht nur ein guter Tänzer und somit ernstzunehmende Konkurrenz; Merab fühlt sich auch auf merkwürdige Weise von ihm angezogen. Irakli kommt aus der Hafenstadt Batumi und soll dort eine Freundin haben, doch alles andere an ihm ist geheimnisvoll. Merab sagt, er selbst sei „mehr oder weniger“ mit seiner langjährigen Tanzpartnerin Mary zusammen. Merab und Irakli verbringen immer mehr Zeit miteinander. Bei einer Feier auf dem Land kommen sie sich auch körperlich näher. Doch im homophoben Umfeld der Schule wird von den beiden erwartet, dass sie ihre Beziehung geheim halten. Kurz vor dem großen Vortanzen, auf das alle hingearbeitet haben, ist Irakli plötzlich spurlos verschwunden. Am Vorabend der großen Tanzprüfung taucht Irakli wieder auf - und konfrontiert Merab mit einer harten Entscheidung. Merab muss eine Antwort auf die Fragen finden, welches Leben er führen und was für eine Art Tänzer er sein will.

      Das mitreißende Liebes- und Tanzdrama des schwedischen Regisseurs Levan Akin wurde in Cannes als Entdeckung gefeiert und seitdem vielfach ausgezeichnet. Der Queer-Feindlichkeit, die in Georgien erschreckend weit verbreitet ist, hält der Regisseur, dessen Familie selbst aus dem Land stammt, eine entschiedene Feier von nicht-heterosexueller Liebe entgegen. Hauptdarsteller Levan Gelbakhiani, einer der European Shooting Stars der Berlinale 2020, wurde für sein ergreifendes Spiel mit Preisen überhäuft und für den Europäischen Filmpreis nominiert.

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      Nacht von Freitag auf Samstag, 06.08.22
      01:20 - 03:05 Uhr (105 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 09.08.2022