• 26.08.2012
      17:45 Uhr
      Als Schauspieler geboren - Moritz Bleibtreu Dokumentation Deutschland 2011 | arte
       

      Moritz Bleibtreu ist hauptsächlich für seine Kinorollen bekannt. Gegen öffentliche Auftritte und Interviews hat er eine Abneigung und macht sich dementsprechend rar. Dass er einem Porträt zugestimmt hat, lag an seiner heftig umstrittenen und in den Medien viel diskutierten Darstellung des Joseph Goebbels im Film "Jud Süß - Film ohne Gewissen". Um wieder selbst die Deutungshoheit über seine Person zu erlangen, wollte er dieses Porträt machen. Der Film von Ulrike Bremer ist ein sehr persönliches Porträt über einen der talentiertesten deutschen Schauspieler der Gegenwart.

      Sonntag, 26.08.12
      17:45 - 18:30 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Moritz Bleibtreu ist hauptsächlich für seine Kinorollen bekannt. Gegen öffentliche Auftritte und Interviews hat er eine Abneigung und macht sich dementsprechend rar. Dass er einem Porträt zugestimmt hat, lag an seiner heftig umstrittenen und in den Medien viel diskutierten Darstellung des Joseph Goebbels im Film "Jud Süß - Film ohne Gewissen". Um wieder selbst die Deutungshoheit über seine Person zu erlangen, wollte er dieses Porträt machen. Der Film von Ulrike Bremer ist ein sehr persönliches Porträt über einen der talentiertesten deutschen Schauspieler der Gegenwart.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Ulrike Bremer

      Moritz Bleibtreu geht seinen eigenen Weg, fernab von Promiklatsch und Publicity. In der Öffentlichkeit will er nur durch seine Leistung wahrgenommen werden, nicht durch Klatsch- und Homestorys. Seine Auswahl an Rollen im Film ist eigenwillig. Sein Metier ist das große Kino. Auch Fernsehrollen, die ihn vielleicht schneller populär gemacht hätten, lehnte er immer ab.

      Bei der ARTE-Produktion "Monica Bleibtreu oder die späte Liebe zum Erfolg" hat er bereits mitgewirkt und sich der Autorin Ulrike Bremer als offener Gesprächspartner gezeigt. Dabei entstand auch das letzte filmische Dokument von Mutter und Sohn Bleibtreu. Das Porträt über Moritz ist auch die Geschichte einer Mutter-Sohn-Beziehung. Obwohl beide ihr Berufsleben unabhängig voneinander gestalteten, haben sie sich immer aufeinander bezogen. Es war eine symbiotische Beziehung auf Distanz, wie es der Regisseur Tom Tykwer zusammenfasst. Moritz Bleibtreu wusste schon als Kind, dass er Schauspieler werden wollte. "Das war wie Schicksal", sagt er heute. Er ist mit dem Theater groß geworden: Seine alleinerziehende Mutter und sein Vater, Hans Brenner, den er nur dreimal in seinem Leben gesehen hat, waren große Theaterschauspieler.

      Sein Talent, mit dem Publikum zu spielen, zu parodieren, zu dramatisieren, fiel bereits im Kinderladen auf. Bis heute ist Schauspielern für Moritz Bleibtreu etwas Spielerisches. Seine Rollen verfolgen ihn nicht. Wenn er das Kostüm auszieht, ist er wieder sofort Moritz, sagt er. Das fasziniert den Regisseur Dennis Gansel, der bei den Dreharbeiten zu "Im Jahr der Schlange" erzählt, wie locker, aber professionell Moritz Bleibtreu seine Rolle gestaltet. Auch andere namhafte Regisseure, mit denen Bleibtreu zusammenarbeitete, kommen in dem Porträt zu Wort. Nico Hofmann beispielsweise hat schon gewusst, "aus dem wird ein ganz Großer!" als Moritz, 19-jährig, bei ihm in einer Fernsehproduktion dabei war.
      Fatih Akin sagt, "Moritz kann alles spielen!" und Oskar Roehler denkt zuerst, "wie kann ich Moritz in meinem Film unterbringen", wenn er ein neues Drehbuch schreibt.

      Mit Roehler hat Bleibtreu seinen größten Triumph gefeiert - "Elementarteilchen" und mit ihm hat er sich die größte Kritik für - "Jud Süß - Film ohne Gewissen" - eingeholt.
      Obwohl er inzwischen auch für seine Interpretation der Figur des Joseph Goebbels Filmpreise bekommen hat. Moritz Bleibtreu hat in den letzten 13 Jahren zahlreiche Filmpreise bekommen. Unter anderen den Silbernen Bären für seine Rolle in "Elementarteilchen", den Deutschen Filmpreis für "Knockin on Heaven's Door" und "Im Juli" und zwei Nominierungen für den Europäischen Filmpreis, für "Das Experiment" und "Der Baader Meinhof Komplex". 2012 will Moritz Bleibtreu nun auch Regie führen. Eine seiner größten Herausforderungen, sagt er.

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      Sonntag, 26.08.12
      17:45 - 18:30 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

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