• 07.04.2020
      22:00 Uhr
      Afghanistan. Das verwundete Land (3/4) Mudjahedin und Taliban | arte Mediathek
       

      Als die Sowjetunion sich 1989 aus Afghanistan zurückzieht, fehlt den Mudjahedin eine gemeinsame Vision für ihr Land. Also kämpfen sie nun gegeneinander weiter und stürzen Afghanistan damit ins Chaos. 1994 entsteht eine neue Bewegung, die Ordnung verspricht: die Taliban. Unter deren Herrschaft wird Afghanistan zum Labor für den radikalen Islam und zum Gefängnis für Frauen. Zwei Zeitzeuginnen führen mit ihren Erinnerungen an das Taliban-Regime durch die Dokumentation. Sie veranschaulichen die Absurdität dieses Krieges und die rücksichtslose Grausamkeit der Warlords.

      Dienstag, 07.04.20
      22:00 - 22:55 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo HD-TV

      Als die Sowjetunion sich 1989 aus Afghanistan zurückzieht, fehlt den Mudjahedin eine gemeinsame Vision für ihr Land. Also kämpfen sie nun gegeneinander weiter und stürzen Afghanistan damit ins Chaos. 1994 entsteht eine neue Bewegung, die Ordnung verspricht: die Taliban. Unter deren Herrschaft wird Afghanistan zum Labor für den radikalen Islam und zum Gefängnis für Frauen. Zwei Zeitzeuginnen führen mit ihren Erinnerungen an das Taliban-Regime durch die Dokumentation. Sie veranschaulichen die Absurdität dieses Krieges und die rücksichtslose Grausamkeit der Warlords.

       

      Als die sowjetischen Panzer 1989 Afghanistan verlassen, verschwindet das Land aus den Nachrichten, obwohl noch kein Frieden herrscht. Die Mudjahedin haben die mächtige Sowjetunion besiegt, aber ihnen fehlt die gemeinsame Vision für ihr Land. Rivalisierende Verbände kämpfen jetzt gegeneinander. Ihr Kampf stürzt die Nation ins Chaos und legt Kabul in Schutt und Asche. Schließlich verspricht eine neue Bewegung Ordnung und Frieden: die Taliban.Ihr Sieg 1996 verwandelt das Land in eine Brutstätte für den radikalen Islam, in einen Trainingsplatz für Al-Kaida und in ein Gefängnis für Frauen.

      Die Protagonisten dieser Episode sind zwei Frauen: Schukria Baraksai verlor während des Bürgerkriegs ihre neugeborenen Kinder und wurde Lehrerin in einer geheimen Mädchenschule; Nadia Ghulam überlebte einen Bombenangriff, doch gegenüber den Taliban musste sie sich als Junge ausgeben, um zu überleben. Ihre Erinnerungen zeugen von der Absurdität dieses Krieges und der rücksichtslosen Grausamkeit der Kriegsherren. Außerdem kommen Mitglieder verschiedener Mudjahedin-Fraktionen, der ehemalige Finanzminister der Taliban-Regierung und ein damaliger Fernsehkorrespondent aus Kabul zu Wort.

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