• 03.04.2020
      17:20 Uhr
      Abenteuer Seidenstraße Xi'an - Anfang und Ende einer Reise | arte
       

      In der Acht-Millionen-Metropole Xi'an angekommen, besucht Alfred de Montesquiou das Seiden-Atelier der Stylistin Fan Yanyan. Anschließend gelangt er über das Viertel der muslimischen Hui-Minderheit zur ältesten Moschee Chinas, die zu den großen Denkmälern der Seidenstraße zählt. Nach einem Besuch der Großen Wildganspagode, einem der größten Klöster Chinas, geht es zum krönenden Abschluss seiner Reise etwas östlich von Xi'an zum Grab von Qin Shihuangdi, der das Reich der Mitte einigte und als Vater der Seidenstraße gilt. Die berühmte Terrakottaarmee wacht über seine ewige Ruhe.

      Freitag, 03.04.20
      17:20 - 17:50 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo HD-TV

      In der Acht-Millionen-Metropole Xi'an angekommen, besucht Alfred de Montesquiou das Seiden-Atelier der Stylistin Fan Yanyan. Anschließend gelangt er über das Viertel der muslimischen Hui-Minderheit zur ältesten Moschee Chinas, die zu den großen Denkmälern der Seidenstraße zählt. Nach einem Besuch der Großen Wildganspagode, einem der größten Klöster Chinas, geht es zum krönenden Abschluss seiner Reise etwas östlich von Xi'an zum Grab von Qin Shihuangdi, der das Reich der Mitte einigte und als Vater der Seidenstraße gilt. Die berühmte Terrakottaarmee wacht über seine ewige Ruhe.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Xavier Lefebvre

      Alfred de Montesquiou erreicht die Stadt Xi'an in der Provinz Shaanxi, die letzte Etappe seiner Reise. Xi'an war über tausend Jahre lang die Hauptstadt des Kaiserreichs, bis ins 10. Jahrhundert. Zur Blütezeit der Seidenstraße war sie mit zwei Millionen Einwohnern die größte Stadt der Welt. Heute sind es acht Millionen und Xi'an gehört zu den Top Ten der chinesischen Städte.

      Von Xi'an aus einigte der erste Kaiser Chinas, Qin Shihuangdi, das Land im 3. Jahrhundert vor Christus und war damit ein Wegbereiter der Seidenstraße. Alle Händler der Seidenstraße kamen nach ihrer langen beschwerlichen Reise am Westtor der Stadtmauer an - ungeduldig erwartet vom Kaiser und seinem Hofstaat. Die ausländischen Händler breiteten ihre Waren aus, die aus allen Ecken Asiens stammten: Pferde aus Persien, Löwen, Luchse, Jade, Diamanten, Wollstoffe - denn die Chinesen hatten weder Schafe noch Ziegen -, Korallen aus dem Mittelmeer und feine Scharlachstoffe aus Venedig.

      Die Venezianer wussten, dass sie ihre teuersten Waren schicken mussten, um im Austausch dafür den begehrten Stoff zu bekommen, für den Xi'an berühmt war. Denn hier wurde vor 5.000 Jahren die Seidenherstellung erfunden. In Xi'an besucht Alfred de Montesquiou das Seiden-Atelier der Stylistin Fan Yanyan. Wer Fan Yanyans traumhafte Kreationen sieht, versteht, warum die Frauen im Westen, angefangen mit den Römerinnen, so verrückt nach chinesischer Seide waren.

      Im Stadtzentrum wohnen immer noch Nachfahren der Seidenstraßen-Händler, die Hui-Chinesen. Diese Minderheit bekennt sich zum Islam - was in China selten ist. In ihrem Viertel besichtigt Alfred de Montesquiou die Große Moschee von Xi'an, die älteste Moschee Chinas. Das mit seinen Pagoden chinesisch anmutende Gebäude gehört zu den großen Denkmälern der Seidenstraße, denn es waren die Karawanen, die den Islam hierher brachten.

      Die Karawanen haben nicht nur den Islam nach Xi'an gebracht. Die Seidenstraße war auch ein Katalysator für eine andere Religion, die in der chinesischen Kultur eine wichtige Rolle spielt: den Buddhismus. Der Mönch Xuanzang kam im 7. Jahrhundert auf seiner 16-jährigen Reise nach Indien, brachte von dort buddhistische Texte mit und widmete sich den Rest seines Lebens deren Übersetzung. In der Großen Wildganspagode, einem der größten Klöster Chinas, ist der Geist des Gelehrten noch lebendig.

      Trotz ihrer stolz zur Schau getragenen Modernität hat sich Xi'an auch einige Traditionen der Seidenstraße erhalten. Zum Beispiel den berühmten chinesischen Zirkus. Die Artistentruppe der Provinz Shaanxi gehört zu den besten des Landes; sie proben gerade an einer Vorstellung zu Ehren der Seidenstraße.

      Etwas östlich von Xi'an steht ein überwältigendes, weltweit einzigartiges Kulturdenkmal: die berühmte Terrakottaarmee. Sie bewacht das Mausoleum des Kaisers Qin Shihuangdi, der das Reich der Mitte einigte und die Seidenstraße eröffnete. Alfred de Montesquious Reise geht am offiziellen Ausgangspunkt der Seidenstraße zu Ende.

      Der französische Journalist Alfred de Montesquiou ist seit Jahren im Nahen Osten als Reporter unterwegs - die Region begeistert ihn. Berufsbedingt hat er vor allem erfahren, welche Kriege und Krisen sich hier abspielen. Diesmal folgt er auf den Spuren von Marco Polo der alten Seidenstraße und zeigt alles, was diesen Teil der Welt erstrahlen lässt - seine jahrtausendealten Kulturen und Zivilisationen, die den Westen stets bereichert haben.

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      Freitag, 03.04.20
      17:20 - 17:50 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo HD-TV

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 31.03.2020