• 30.06.2020
      16:25 Uhr
      Abenteuer Archäologie Nero - Des Kaisers Wahnsinnsbauten | arte Mediathek
       

      Kaiser Nero war verrückt genug, um seinem Größenwahn auch in seiner Palastanlage in Rom Ausdruck zu verleihen: Für seine Bankette ließ er einen Speisesaal mit einer Plattform konstruieren, die sich drehte. Ein Team französischer Archäologen um Françoise Villedieu ist vor wenigen Jahren auf die Überreste des faszinierenden Bauwerks gestoßen.

      Dienstag, 30.06.20
      16:25 - 16:50 Uhr (25 Min.)
      25 Min.
      Neu im Programm
      Stereo HD-TV

      Kaiser Nero war verrückt genug, um seinem Größenwahn auch in seiner Palastanlage in Rom Ausdruck zu verleihen: Für seine Bankette ließ er einen Speisesaal mit einer Plattform konstruieren, die sich drehte. Ein Team französischer Archäologen um Françoise Villedieu ist vor wenigen Jahren auf die Überreste des faszinierenden Bauwerks gestoßen.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Nathalie Laville
      Agnès Molia

      In Rom ist ein Team französischer Archäologen um Françoise Villedieu vor wenigen Jahren auf ein sagenumwobenes Bauwerk gestoßen. Peter Eeckhout besucht die Wissenschaftler im antiken Zentrum der Stadt, sicherlich das ergiebigste und am besten erforschte archäologische Gebiet Italiens. Man könnte meinen, hier gäbe es nichts mehr zu entdecken. Sämtliche steinerne Vermächtnisse der Cäsaren scheinen bereits freigelegt.

      Und doch: Direkt oberhalb des Forum Romanum, auf dem Palatinhügel, machten die Franzosen einen sensationellen Fund. Sie entdeckten eine einzigartige Konstruktion. Vermutlich eine technische Spielerei von Kaiser Nero: Ein kreisrunder Speisesaal, der sich drehte und damit den Gang der Welt nachahmte. Als die Archäologen mit ihrer Suche auf dem Palatin begannen, hatten sie nur ein einziges Indiz: eine Stelle in einem antiken Text. Aus dem Text ging außerdem hervor, dass sich der rotierende Speisesaal auf dem Gelände von Neros Palast befand, der Domus Aurea, dem Goldenen Haus.

      Anhand schriftlicher Quellen und archäologischer Funde haben die Wissenschaftler am Computer simuliert, wie Neros riesige, im 1. Jahrhundert erbaute Palastanlage ausgesehen haben könnte. Es war eine Stadt in der Stadt - das Areal umfasste stolze zwei Quadratkilometer. Um einen künstlichen See gruppierten sich Dutzende Gebäude. Doch nirgends fand sich ein Hinweis auf den genauen Standort des drehbaren Saals.

      Heute sind nur noch wenige Überreste der Domus Aurea erhalten. Und vom berühmten Speisesaal fehlte bis vor Kurzem jede Spur. Françoise Villedieu und ihr Team hatten jahrelang danach gesucht, bis sie 2009 den außergewöhnlichen Rundbau freilegten.

      Forscher aus aller Welt versuchen, die großen Geheimnisse der Geschichte zu lüften. Der belgische Archäologe Peter Eeckhout macht sich in der Dokumentationsreihe auf den Weg zu ihnen und berichtet von ihren jüngsten Entdeckungen.

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