• 08.11.2012
      20:15 Uhr
      The Others Spielfilm Frankreich / Spanien / USA 2001 | arte
       

      Der Zweite Weltkrieg ist vorüber, doch Graces Mann ist nicht von der Front heimgekehrt. So zieht Grace ihre Kinder, Anne und Nicholas, alleine und unter strenger Beachtung religiöser Vorschriften groß. Als neues Personal ins Haus kommt, wird dieses zunächst mit dem Leiden der Kinder, die allergisch auf Sonnenlicht reagieren, vertraut gemacht. Das Haus muss daher stets in Dunkelheit gehalten werden. Zwischen Traum und Wirklichkeit ziehen sich Anne und Nicholas nach und nach in ihre Fantasiewelt zurück und nehmen Kontakt zu Wesen auf, die in einem verlassenen Zimmer ihres Hauses wohnen.

      Donnerstag, 08.11.12
      20:15 - 21:55 Uhr (100 Min.)
      100 Min.
      Stereo HD-TV

      Der Zweite Weltkrieg ist vorüber, doch Graces Mann ist nicht von der Front heimgekehrt. So zieht Grace ihre Kinder, Anne und Nicholas, alleine und unter strenger Beachtung religiöser Vorschriften groß. Als neues Personal ins Haus kommt, wird dieses zunächst mit dem Leiden der Kinder, die allergisch auf Sonnenlicht reagieren, vertraut gemacht. Das Haus muss daher stets in Dunkelheit gehalten werden. Zwischen Traum und Wirklichkeit ziehen sich Anne und Nicholas nach und nach in ihre Fantasiewelt zurück und nehmen Kontakt zu Wesen auf, die in einem verlassenen Zimmer ihres Hauses wohnen.

       

      1945, Jersey: Der Zweite Weltkrieg ist vorüber, doch Graces Mann ist nicht von der Front heimgekehrt. So zieht Grace ihre Kinder, Anne und Nicholas, auf einer abgelegenen Insel im Ärmelkanal alleine und unter strenger Beachtung religiöser Vorschriften groß. Eines Tages steht neues Personal vor der Tür: Mrs. Mills, eine freundliche Dame in den 60ern, die stumme und melancholisch wirkende Lydia, sowie der drahtige, zerstreute Gärtner Mr. Tuttle. Sie bitten Grace um eine Anstellung. Als hätte sie das neue Personal erwartet, zögert sie keinen Moment und stellt das neue Trio ein. Froh über die Hilfe, erfährt Grace, dass ihre neuen Bediensteten bereits vor Jahren in dem abgelegenen Herrenhaus für eine andere Familie gearbeitet haben. Während einer kleinen Einführung in die Regeln des Hauses, wird das Personal zunächst mit dem Leiden der Kinder, die allergisch auf Sonnenlicht reagieren, vertraut gemacht. Das Haus muss daher stets in Dunkelheit gehalten werden, die Vorhänge zugezogen sein und Türen dürfen nur nacheinander geöffnet werden, um die Gesundheit der Kinder nicht zu gefährden. Aufgrund dieses Lebens in stetiger Dunkelheit, bei Kerzenschein und ohne jegliche Freiheit, nach dem eigenen Willen handeln zu können, ziehen sich Anne und Nicholas immer mehr in ihre Fantasiewelt zurück. Vor allem Anne nimmt Kontakt zu Wesen auf, die angeblich in einem verlassenen Zimmer des Hauses wohnen. Ein Zustand zwischen Licht und Schatten, zwischen Traum und Wirklichkeit entsteht - für die Protagonisten wie die Zuschauer gleichermaßen. Es gilt, ein düsteres Geheimnis inmitten der verschwommenen Melancholie aufzudecken.

      "The Others" ist ein übersinnlich anmutender Film, mit dem der spanische Regisseur Alejandro Amenábar eindrucksvoll Einzug in die Welt Hollywoods erhält. Ohne viele Spezialeffekte setzt Amenábar auf die Imaginationskraft der Rezipienten und zieht diese mit subtilen Mitteln, wie dem konstanten Spiel mit Licht und Schatten, in die düstere Atmosphäre hinein. Allein die Wahl des Schauplatzes - ein abgelegenes, herrschaftliches Anwesen, das im obligatorischen Nebel und dem malerisch bunten Herbstlaub seiner weitläufigen Parkanlage förmlich zu versinken droht - schafft eine unheilvolle Atmosphäre.

      "The Others" war beim Publikum sowie den Filmkritikern gleichermaßen ein großer Erfolg. Ausgezeichnet mit acht "Goya"-Preisen, darunter dem Preis für den besten Film, gewann Amenábar außerdem den "American Society of Composers, Authors and Publishers (ASCAP) Film and Television Music Award" für seine Filmmusik. Auch Nicole Kidman erhielt zwei beachtliche Nominierungen als beste Hauptdarstellerin für den "Golden Globe Award" sowie für die "British Academy Film Awards".

      Das Lexikon des Internationalen Films schreibt:
      "An klassischen Vorgaben orientierter düsterer Thriller, dessen vermeintlich vorhersehbare Geschichte in dem Augenblick umschlägt, in dem man glaubt, alles begriffen zu haben. Eine nachhaltige Irritation, die die Möglichkeiten des Genres auslotet, ist die Folge. Verhalten inszeniert, da es weniger um Effekte als um eine klaustrophobische Grundstimmung und tiefe Trauer geht."

      Manfred Müller schreibt auf spiegel.de über den film:
      "Frei von grellen Effekten, allein mit auskomponierten Bildern und präzise entwickelten szenischen Abläufen weiß Amenábar die Spannung ins Unerträgliche zu steigern. Ein Klassizist des Lichtspiels, der auch die Schauspieler zu nuancierten Darstellungen führt. Nicole Kidman, die hier eine wahrhaft brillante Leistung zeigt, [...] unterlegt die strikte Beherrschtheit ihrer englischen Lady mit latenter Nervosität, ohne dabei gleich signifikant neurotisch zu wirken.

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      Donnerstag, 08.11.12
      20:15 - 21:55 Uhr (100 Min.)
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