• 03.11.2012
      16:45 Uhr
      Metropolis arte
       

      Themen:

      • Metropolenreport Glasgow
      • Cecilia Bartoli und Donna Leon nähern sich einem geheimnisvollen Komponisten
      • Retrospektive Anton Henning
      • Ausstellung "Paris aus der Sicht von Hollywood" ("Paris vu par Hollywood")
      • "Was man für Geld nicht kaufen kann" - Der amerikanische Philosoph Michael Sandel über die moralischen Grenzen des Marktes
      • RusImport

      Samstag, 03.11.12
      16:45 - 17:35 Uhr (50 Min.)
      50 Min.
      HD-TV Stereo

      Themen:

      • Metropolenreport Glasgow
      • Cecilia Bartoli und Donna Leon nähern sich einem geheimnisvollen Komponisten
      • Retrospektive Anton Henning
      • Ausstellung "Paris aus der Sicht von Hollywood" ("Paris vu par Hollywood")
      • "Was man für Geld nicht kaufen kann" - Der amerikanische Philosoph Michael Sandel über die moralischen Grenzen des Marktes
      • RusImport

       
      • Metropolenreport Glasgow

      Die Menschen aus Glasgow sind nicht wie andere Schotten - das sagen jedenfalls die anderen Schotten .... "Metropolis" schaut nach, was die Glasgower so besonders macht. Der Künstler Alexander Guy wird uns seine Heimatstadt zeigen - er malt große, gegenständliche Bilder, gern auch die hässlichen grauen Hochhäuser, die Glasgow umzingeln, und am liebsten malt er dort, wo die Passanten sich in seine Arbeit einmischen können. Zuletzt machte er einen Laden in der Hauptgeschäftsstraße zum Atelier. Glasgow hat die größte pakistanische Gemeinde Großbritanniens außerhalb von London. Einer der besten Radiosender ist Radio Awaz, der klassische indische Folkmusik bringt oder Bollywood-Bhangra, die zu den Hauptverkehrszeiten aus allen Autos dröhnt. Manche Glaswegians ziehen am Wochenende die Cowboystiefel an und gehen in den Grand Ole Opry, einen Coutry-Club, wo getanzt und geschossen wird - mit Platzpatronen versteht sich.

      • Cecilia Bartoli und Donna Leon nähern sich einem geheimnisvollen Komponisten

      Die beiden kennen und mögen sich. Beide sind Weltstars ihres Metiers: Cecilia Bartoli und Donna Leon. Die eine singt - und wie! Die andere schreibt - spannend, mitreißend, Bestseller auf Bestseller. Die eine widmet ihre Konzertalben bislang unbekannten Seiten bekannter Komponisten oder Epochen. Die andere liebt und fördert Barockmusik - das ist ihr fast so wichtig wie das Schreiben. Beide haben sich nun für dieselbe Person begeistert: für Agostino Steffani, einen Meister der Barockoper. Doch der Komponist stand politisch im Dienste des Papstes und europäischer Fürstenhäuser, bereiste den Kontinent in kirchlicher und diplomatischer Mission, verkuppelte in Adelskreisen und galt als Spion. Seine Erlebnisse verarbeitete er zu Opernlibretti, musikalisch beschritt er neue Wege, vereinte divergierende Musikstile - und doch ist Steffani heute so gut wie vergessen. Jetzt entdecken ihn Cecilia Bartoli und Donna Leon neu: und eine jede auf ihre Weise. Die Schriftstellerin zeichnet die faszinierende Lebensgeschichte des Mannes nach, der mehr war als nur ein Barockkomponist. In "Himmlische Juwelen" erzählt sie in einem spannenden Krimi von Intrigen, Musik und Besessenheit. Und Cecilia Bartoli lässt in "Mission" die Musik des Vergessenen endlich wieder erklingen. Kongenial.

      "Metropolis" hat sich mit den beiden auf Spurensuche begeben und spricht mit ihnen über die gemeinsame Arbeit an dem Projekt - im Dienste einer Sache: der Hommage an einen großen Komponisten.

      • Retrospektive Anton Henning

      Die Kunsthalle "Magasin 3" in Stockholm zeigt eine umfassende Werkschau des deutschen Künstlers Anton Henning. Kunst als Referenz auf die großen Namen der Klassischen Moderne, es ist, als schauen wir auf Kunstwerke von Courbet, Picabia, Picasso oder Matisse. Respektlos, humorvoll, dekorativ und romantisch - Henning macht vor nichts halt und greift das Ornamentale, die Erotik, den Kitsch in der Kunst auf. Dabei nähert er sich mit seinen Environments dem Konzept des Gesamtkunstwerks, es entsteht ein Kunstraum, der wie der Salon eines Kunstsammlers erscheint. Doch Anton Henning hat auch ganz reale Räume gestaltet, die sozusagen in Benutzung sind. So z.B. das Restaurant im arp museum Bahnhof Rolandseck im Rheinland mit dem Titel: "Interieur No. 253". Und einen weiteren realen Raum kreiert Henning gerade, einen Pavillon für ein Hospiz in Berlin.

      • Ausstellung "Paris aus der Sicht von Hollywood" ("Paris vu par Hollywood")

      Mehr als 800 US-Filme spielen in Paris. Bis in die 1950er-Jahre wurde die Stadt dafür in den großen Produktionsstudios teuer rekonstruiert. "Es gibt das Paris von Paramount, das Paris der MGM und das französische Paris", sagte einst Starregisseur Ernst Lubitsch. "Das Paramount-Paris kommt der Stadt am nächsten". Das Pariser Rathaus "Hôtel de Ville" widmet dem amerikanischen (Alb)traum von Paris eine Ausstellung. "Die Klischées von Paris, die in US-Filmen gezeigt werden, sagen wenig über unsere Stadt aus, aber sie verraten viel über die Sehnsüchte, Träume, Tabus, Ängste oder Frustrationen der Amerikaner", sagt Ausstellungsleiter Antoine de Baecque. Die französische Hauptstadt als Projektionsfläche für das amerikanische Kollektivempfinden: Auf den Champs Elysées flanieren, in Montmartre Straßenkünstler bestaunen, an der Seine Champagner schlürfen, von einer Frau verführt werden, eine Modeschau besuchen, und natürlich sich leidenschaftlich küssende Pärchen- das ist Paris, das amerikanische Paris. Welche Sehnsüchte und Ängste verbergen sich hinter den jeweiligen Darstellungen? Und wie kam das bei den Franzosen an? Eine, die beide Blicke gut kennt, ist die Schauspielerin und Tänzerin Leslie Caron. Sie wurde mit 17 Jahren bei einem Ballettauftritt in Paris von Gene Kelly entdeckt und startete mit "An Americain in Paris" eine steile Karriere - als Französin in Hollywood. "Metropolis" trifft Leslie Caron in der Ausstellung.

      • "Was man für Geld nicht kaufen kann" - Der amerikanische Philosoph Michael Sandel über die moralischen Grenzen des Marktes

      Er ist in den USA - und weit darüber hinaus - ein Star seines Fachs: Michael Sandel von der Harvard University füllt mit seinen Vorlesungen mühelos riesige Hallen, seine Vorträge sind echte Hits auf Youtube. Und das bei einem Sujet wie Moralphilsophie! Sandel gelingt es, anschaulich und alltagsnah, aber doch mit intellektueller Brillanz, die großen und kleinen Wertefragen unseres Lebens zu erörtern. In Deutschland erscheint nun sein aktuelles Buch "Was man für Geld nicht kaufen kann". Ein Plädoyer gegen die immer stärker um sich greifende Kommerzialisierung aller Lebensbereiche. Immer öfter, kritisiert Sandel, ist Geld das einzige und letzte, was zählt: wer kann, kauft sich Vorrechte aller Art, wer muss, vermarktet sogar den eigenen Körper als Werbefläche; ja, man kann sich inzwischen auch auf Facebook die erhöhte Aufmerksamkeit seiner "Freunde" für ein paar Dollar erkaufen. Diese Entwicklung gefährdet am Ende die Demokratie, sagt Sandel. Im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahl spricht Metropolis mit Sandel über die moralischen Grenzen des ungebremsten Markt-Denkens.

      • RusImport

      Am Ende des Deutsch-Russischen Jahres veranstalten die Berliner Festspiele die Reihe "RusImport", zu der bildende Künstler, Film- und Theaterregisseure, Musiker, Literaten und Bühnenkünstler eingeladen sind, um aktuelle Positionen aus einem Land zu zeigen, das sich zur Zeit in der Kunst am offensten zeigt. "Metropolis" trifft die beiden Kuratorinnen Christina Steinbrecher (Bildende Kunst) und Andrea Tatjana Wigger (Theater) in Moskau, wo sie uns ihre Favoriten aus der aktuellen Künstlerszene vorstellen. So zum Beispiel den Bürgerpoeten Dmitri Bykow, der die politische Situation Russlands in seinen Texten paraphrasiert und parodiert und riesige Theatersäle füllt.

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      Samstag, 03.11.12
      16:45 - 17:35 Uhr (50 Min.)
      50 Min.
      HD-TV Stereo

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