• 15.11.2012
      15:00 Uhr
      1929: Im Zeppelin um die Welt Die Lovestory von Lady Hay und Karl von Wiegand | arte
       

      Lady Grace Drummond-Hay ist 1929 die einzige weibliche Reisende beim ersten Rundflug des Luftschiffs "Graf Zeppelin", der einmal um die Erde geht. Sie berichtet über ihre Reiseabenteuer als Reporterin für die Hearst Newspapers. Die Erfahrungen der Reise hoch über der Welt verändern Grace. Unter den Passagieren befindet sich auch ihr Liebhaber Karl von Wiegand. Auf der langen Reise wird ihre Liebe noch einmal auf die Probe gestellt. Als der Zeppelin New York erreicht, verlieren sich die beiden Liebenden aus den Augen.

      Donnerstag, 15.11.12
      15:00 - 16:30 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo

      Lady Grace Drummond-Hay ist 1929 die einzige weibliche Reisende beim ersten Rundflug des Luftschiffs "Graf Zeppelin", der einmal um die Erde geht. Sie berichtet über ihre Reiseabenteuer als Reporterin für die Hearst Newspapers. Die Erfahrungen der Reise hoch über der Welt verändern Grace. Unter den Passagieren befindet sich auch ihr Liebhaber Karl von Wiegand. Auf der langen Reise wird ihre Liebe noch einmal auf die Probe gestellt. Als der Zeppelin New York erreicht, verlieren sich die beiden Liebenden aus den Augen.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Ditteke Mensink

      Der Reisebericht ist gleichzeitig die Liebesgeschichte zwischen der jungen Reporterin Lady Grace Drummond-Hay und dem deutlich älteren Karl von Wiegand. Beide arbeiten als Korrespondenten für das Hearst-Presseimperium, beide sind Passagiere an Bord der LZ 127 "Graf Zeppelin", dem Luftschiff, dem im Jahr 1929 der erste Rundflug einmal um die Erdkugel gelingt. Die Reise dauert 21 Tage und beginnt in New York. Über Friedrichshafen am Bodensee, über Sibirien nach Tokio und quer über den Pazifischen Ozean nach Los Angeles bringt die "Graf Zeppelin" sie zurück nach New York.

      Das Interesse von Medien und Öffentlichkeit ist enorm. Die Reise gilt ebenso als Symbol für den technischen Fortschritt wie für die verbesserten Beziehungen zwischen den USA und Deutschland. Die Reise birgt einige Gefahren. Aber die privilegierte Reisegesellschaft weidet ihre Augen hoch in der Luft an noch nie gesehenen Panoramen, an den Stadtlandschaften von London und Berlin, Tokio, San Francisco, Los Angeles und New York. Sie erblicken schier endlose Landschaften, schneebedeckte Alpengipfel, Ozeane, die riesigen Wälder und Sümpfe der sibirischen Taiga.
      Unten auf der Erde herrschen Optimismus und Fortschrittsglaube der Goldenen 20er Jahre. An manchen Orten jedoch dominieren Armut und sozialistische Revolutionen. Faschistische Strömungen finden ihren Nährboden, durchsetzen die sozialen Strukturen und münden in einer nationalistischen und kriegstreiberischen Politik - vor allem in Deutschland, der Heimat des Zeppelins.

      Im Laufe der Reise wird die Liebe zwischen Grace und Karl auf eine harte Probe gestellt. Der Druck, jeden Tag einen neuen Artikel liefern zu müssen, wächst in dem Maße, wie der Medienhype zunimmt, und konfrontiert beide mit der Welt unter ihnen. Ihre Affäre in der kleinen Gondel geheim zu halten, erweist sich letztlich als unmöglich. Als der Zeppelin von den jubelnden Massen in New York begrüßt wird, trennen sich die Wege der Liebenden.

      Kurze Zeit später, Ende Oktober 1929, kommt es zu einem schweren Einbruch an der New Yorker Börse. Viele Menschen verlieren ihr gesamtes Hab und Gut. Der "Schwarze Dienstag", im Gefolge des "Schwarzen Donnerstag" und "Schwarzen Freitags", mobilisiert die gesamte Presse und führt zu einer letzten Begegnung zwischen Grace und Karl.

      Die Filmemacherin Ditteke Mensink sagte über ihren Film: "Die Welt stand vor einem Umbruch, und nur wenige Menschen waren sich dessen bewusst. Zur gleichen Zeit nahm die Liebesgeschichte zwischen Grace und Karl eine unumkehrbare Wendung. Was mich interessiert hat, ist die persönliche Geschichte, die sich vor dem Hintergrund bedeutender historischer Ereignisse abspielt, und die dramatischen Auswirkungen dieser Ereignisse auf das Leben der Menschen. Ich liebe 'Found-Footage'-Filme, denn sie entführen einen in eine verlorene Welt, die wir uns nur anhand einiger Puzzleteile zusammenreimen können. Die Bearbeitung von Archivmaterial liefert an sich bereits eine Geschichte. Ohne konkrete Kommentare entwickeln die Bilder eine Eigendynamik. Vervollständigt um Musik und Ton entsteht eine völlig neue Welt. Viele meiner früheren Filme beschäftigen sich mit vertrackten Situationen, bei denen es ab einem bestimmten Punkt kein Zurück mehr gibt, und bei denen sich mancher wünscht, das Rad der Zeit könnte noch einmal zurückgedreht werden."

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      Donnerstag, 15.11.12
      15:00 - 16:30 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 14.11.2018