• 04.12.2019
      22:55 Uhr
      1000 Arten, Regen zu beschreiben Spielfilm Deutschland 2017 | arte Mediathek
       

      Seit Wochen ist die Tür verschlossen. Der Jugendliche Mike kommt nicht mehr aus seinem Zimmer. Zurück bleiben Vater, Mutter und Schwester - hilflos. Sie können nur vor der verschlossenen Tür stehen, auffordern, flehen, fragen, ausrasten, verzweifeln, beschuldigen, ignorieren und hoffen. Dabei wird die Tür mehr und mehr zum Spiegel ihres eigenen Lebens.

      Mittwoch, 04.12.19
      22:55 - 00:20 Uhr (85 Min.)
      85 Min.
      Stereo HD-TV

      Seit Wochen ist die Tür verschlossen. Der Jugendliche Mike kommt nicht mehr aus seinem Zimmer. Zurück bleiben Vater, Mutter und Schwester - hilflos. Sie können nur vor der verschlossenen Tür stehen, auffordern, flehen, fragen, ausrasten, verzweifeln, beschuldigen, ignorieren und hoffen. Dabei wird die Tür mehr und mehr zum Spiegel ihres eigenen Lebens.

       

      Seit vielen Wochen ist die Tür zu: Mike, gerade 18 geworden, hat sich eingeschlossen. Er ist nicht krank. Er hat sich bewusst dazu entschieden, am Leben draußen nicht mehr teilzunehmen. Sein einziges Fenster in die Welt ist das Internet. Die Eltern Susanne und Thomas sowie Schwester Miriam stehen buchstäblich ratlos vor seiner Tür und erleben, wie Mikes Verschwinden ihr Leben verändert.

      Um vor Nachbarn und Freunden zu verheimlichen, dass Mike sein Zimmer nicht mehr verlässt, denken sie sich einen Schulaustausch aus, der immer wieder verlängert werden muss. Mikes Vater Thomas verbeißt sich in die Idee, einem gelähmten Patienten mit technischen Hilfsmitteln die Sprache und somit seine Familie zurückzugeben. Mikes Mutter Susanne hofft, über Mikes Schulfreund Oliver mit ihrem Sohn kommunizieren zu können, und holt mit Ersatzsohn Oliver vieles nach, was sie eigentlich mit Mike hätte machen wollen. Nur Mikes jüngere Schwester Miriam scheint ihren Bruder zu verstehen, da auch sie gerade mit den Herausforderungen und Zumutungen des Erwachsenwerdens konfrontiert ist.

      Am Ende erkennen alle drei, dass sie es sind, die Mike sein Zurückgezogensein erst ermöglichen, und dass sie Mike helfen müssen, damit er noch einmal in die Welt zurückfinden kann.

      Die Grundidee für den Film stammt aus Japan. Dort beschreibt das sogenannte Hikikomori ein Verhalten, sich von der Außenwelt komplett abzugrenzen und an einem Leben außerhalb des Zimmers nicht mehr teilzunehmen. Auch in Europa greift das Phänomen mittlerweile um sich. Isabel Prahls erster Kinofilm feierte 2017 auf dem Tallinn Black Nights Film Festival seine internationale Premiere, wo er den Preis für das beste Debüt bekam. Zuvor gewann Isabel Prahl unter anderem 2012 mit ihrem mittellangen Abschlussfilm "Ausreichend" den First Steps Award.

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 08.12.2019