• 01.08.2020
      19:15 Uhr
      Schätze der Welt - Erbe der Menschheit Mantua (Italien) - Die ideale Stadt der Renaissance | ARD-alpha
       

      Dokumentarbericht über die italienische Stadt Mantua, die unter der Herrschaft der Gonzaga ab dem späten Mittelalter und vor allem in der Renaissance zur kulturellen Metropole erblühte. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Architektur und der Ausstattung des Palazzo Ducale, der Basilika di Sant'Andrea und dem Palazzo del Tè. Am Rande werden Künstler und Architekten wie Giulio Romano, Andrea Mantegna und Leon Battista Alberti und ihr Werk vorgestellt.

      Samstag, 01.08.20
      19:15 - 19:30 Uhr (15 Min.)
      15 Min.
      Stereo HD-TV

      Dokumentarbericht über die italienische Stadt Mantua, die unter der Herrschaft der Gonzaga ab dem späten Mittelalter und vor allem in der Renaissance zur kulturellen Metropole erblühte. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Architektur und der Ausstattung des Palazzo Ducale, der Basilika di Sant'Andrea und dem Palazzo del Tè. Am Rande werden Künstler und Architekten wie Giulio Romano, Andrea Mantegna und Leon Battista Alberti und ihr Werk vorgestellt.

       

      Romeo, tragische Figur Shakespeares, hatte kein Auge für die Schönheit der Stadt seines Exils. Dabei ist Mantua eine Hochburg der Renaissance und die Stadt von Virgil, Claudio Monteverdi oder Andrea Mantegna. Zudem beherbergt Mantua viele Kunstschätze. Als er verzweifelt nach seiner Flucht aus Verona durch die Gassen von Mantua irrt, hat er kein Auge für die Schönheit der Stadt. Romeo, tragische Figur Shakespeares, im Leid um seine Julia, hat der Stadt seines Exils, Mantua, durch das berühmteste Liebesdrama der Literaturgeschichte, weltweite Berühmtheit gebracht. Dabei hätte der einstige italienische Stadtstaat durchaus selbst jene Aufmerksamkeit verdient, die ihm durch den Glanz seiner Kulturgeschichte zusteht. Mantua, das zu Romeos Zeit um 1597 in weiten Teilen schon genauso aussah wie es heute der Nachwelt erhalten ist, ist eine Hochburg der Renaissance. Gut dreihundert Jahre war es das Geschlecht der Gonzaga, die durch ihren wirtschaftlichen Erfolg, aber vor allem durch ihre Kunstverliebtheit Mantua zu einem Zentrum der Kultur der Zeit machte. Die Stadt des Dichters Virgil, des Musikers Claudio Monteverdi, des Malers Andrea Mantegna. Die Gonzaga versammelten die bedeutendsten Architekten ihrer Zeit - Leon Battista Alberti und Giulio Romano um ihre Paläste und Kirchen zu bauen. Dabei gilt die Basilika Sant´ Andrea als herausragendes Beispiel der italienischen Renaissance. Der zentrale Palazzo Ducale, noch heute das dominante Bauwerk von Mantua hat 450 Räume. Diese Räume verfügen nicht nur über eine der längsten Galerien Italiens, sie sind vor allem in ihrer überbordenden Ausschmückung von prächtigster Vielfalt. Die Gonzaga luden dazu maßgebliche Künstler der Zeit ein. Mantua schwelgt in Kunstschätzen. Die Stadt ist kompakt und ihr Charakter ist inselhaft. An drei Seiten von Wasser umgeben, liegt sie auf einer Landzunge zwischen künstlich angestauten Seen, die bereits im 12. Jahrhundert angelegt wurden. Das umgebende Wasser war ein Schutzwall gegen Übergriffe, aber gleichzeitig bildet es einen romantischen Rahmen für eine vergleichsweise kleine Stadt, die wie ein Edelstein kostbar eingefasst von Seen, behütet wird. Auf faszinierende Weise scheint hier die Zeit stehen geblieben zu sein.

      Die wertvollsten Natur- und Kulturdenkmäler der Welt schützt die UNESCO seit 1972 als "Erbe der Menschheit". Die Fernsehreihe "Schätze der Welt" erzählt von diesen Orten in eindrucksvollen Bildern.

      Wird geladen...
      Wird geladen...

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 13.08.2020