• 14.05.2017
      23:00 Uhr
      Edward Hopper - Bilder der amerikanischen Seele ARD-alpha
       

      Der Film dokumentiert das Werk einer Kult-Figur der amerikanischen Malerei: Hoppers magischer Alltags-Realismus hat die Vorstellungen Amerikas von sich selbst ebenso nachhaltig geprägt wie das Bild der Europäer vom "American Way of Life". "Nighthawks": drei einsame Nachtgäste im kalten Licht einer New Yorker Coffee Bar. Dieses berühmte Gemälde von Edward Hopper ist zum Sinnbild des entfremdeten modernen Menschen geworden. Kaum jemand weiß, dass der Amerikaner Hopper dieses Bild ein paar Tage nach dem Überfall der Japaner auf Pearl Harbor begonnen hatte. So sind seine "Nighthawks" auch Ausdruck des Schocks,

      Sonntag, 14.05.17
      23:00 - 23:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Der Film dokumentiert das Werk einer Kult-Figur der amerikanischen Malerei: Hoppers magischer Alltags-Realismus hat die Vorstellungen Amerikas von sich selbst ebenso nachhaltig geprägt wie das Bild der Europäer vom "American Way of Life". "Nighthawks": drei einsame Nachtgäste im kalten Licht einer New Yorker Coffee Bar. Dieses berühmte Gemälde von Edward Hopper ist zum Sinnbild des entfremdeten modernen Menschen geworden. Kaum jemand weiß, dass der Amerikaner Hopper dieses Bild ein paar Tage nach dem Überfall der Japaner auf Pearl Harbor begonnen hatte. So sind seine "Nighthawks" auch Ausdruck des Schocks,

       

      Der Film dokumentiert das Werk einer Kult-Figur der amerikanischen Malerei: Hoppers magischer Alltags-Realismus hat die Vorstellungen Amerikas von sich selbst ebenso nachhaltig geprägt wie das Bild der Europäer vom "American Way of Life". "Nighthawks": drei einsame Nachtgäste im kalten Licht einer New Yorker Coffee Bar. Dieses berühmte Gemälde von Edward Hopper ist zum Sinnbild des entfremdeten modernen Menschen geworden. Kaum jemand weiß, dass der Amerikaner Hopper dieses Bild ein paar Tage nach dem Überfall der Japaner auf Pearl Harbor begonnen hatte. So sind seine "Nighthawks" auch Ausdruck des Schocks, der damals die kollektive amerikanische Psyche getroffen hatte. In seinem Film beschreibt Eike Barmeyer die amerikanischen Ursprünge und Abgründe in Hoppers Schaffen. Zum Beispiel bei einem Besuch in der Kleinstadt Nyack am Hudson-River, wo Hopper als Mitglied einer streng religiösen Baptistenfamilie aufwuchs. Er blieb diesem Kleinstadtleben und seinen rigiden Wertvorstellungen in einer Art Hassliebe verbunden. Er hasste die kleinstädtische Prüderie, malte aber immer wieder provozierende erotische Szenen aus der Sicht eines puritanischen Voyeurs, der heimlich durch ein Fenster schaut. Modell für diese Szenen war immer seiner Frau Jo Nivison, mit der er in einer äußerst komplizierten Beziehung lebte. Hopper malte die meisten seiner Bilder in seinem Studio in New York oder in seinem Haus auf Cape Cod. Der Film macht deutlich, wie Hopper in seinen Bildern auf das Großstadtleben reagiert. Erst mit 40 Jahren wurde er als Künstler respektiert, nach einer Zeit voller Demütigungen. Er musste sich wie viele andere amerikanische Maler seinen Lebensunterhalt lange als Illustrator für Zeitschriften und Kataloge verdienen. Eike Barmeyer verfolgt Hoppers Spuren auch auf Cape Cod, seinem anderen wichtigen Lebensort. Auf Cape Cod am Atlantik besitzt das Licht eine surreale Intensität, die Hopper immer wieder in seinen Bilder umzusetzen versucht hat. Zuerst gelang ihm das mit seinen lichtdurchfluteten Aquarellen, die er in den 20er Jahren in Neuengland am Meer gemalt hat. Je älter er wurde, desto besessener hat er sich mit dem Licht beschäftigt. In seinen letzten Bildern bekommt das Licht eine fast metaphysische Bedeutung.

      Zum 50. Todestag von Edward Hopper

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      Sonntag, 14.05.17
      23:00 - 23:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 16.12.2019