• 18.06.2019
      13:00 Uhr
      Curry - Würze des Lebens, Farbe der Seele Ein Film von Dorlie und Christian Fuchs | ARD-alpha
       

      Curry ist kein Gewürz, sondern eine Art Eintopfgericht. Das Wort Curry ist die englische Schreibweise der tamilischen Bezeichnung "kari" für "Soße". Die Soße in einem indischen Curry enthält jene einzelnen Gewürze: Kurkuma oder Gelbwurz, Pfeffer, Kardamom, Ingwer, Koriander, Zimt, Nelken, Kümmel, Chili, Fenchelsamen und vieles andere mehr. Der Film beginnt seine Reise durch das Indien der Currys am Ursprung der meisten Gewürze, um die sich die Welt einst Kriege geliefert hat, im südwestindischen Kerala. Er verfolgt die Spur des Curry nach Radjasthan, Neu Delhi und Agra zu den verschiedenen Kulturen Indiens.

      Dienstag, 18.06.19
      13:00 - 13:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo HD-TV

      Curry ist kein Gewürz, sondern eine Art Eintopfgericht. Das Wort Curry ist die englische Schreibweise der tamilischen Bezeichnung "kari" für "Soße". Die Soße in einem indischen Curry enthält jene einzelnen Gewürze: Kurkuma oder Gelbwurz, Pfeffer, Kardamom, Ingwer, Koriander, Zimt, Nelken, Kümmel, Chili, Fenchelsamen und vieles andere mehr. Der Film beginnt seine Reise durch das Indien der Currys am Ursprung der meisten Gewürze, um die sich die Welt einst Kriege geliefert hat, im südwestindischen Kerala. Er verfolgt die Spur des Curry nach Radjasthan, Neu Delhi und Agra zu den verschiedenen Kulturen Indiens.

       

      Curry ist kein Gewürz, sondern eine Art Eintopfgericht. Das Wort Curry ist die englische Schreibweise der tamilischen Bezeichnung "kari" für "Soße". Die Soße in einem indischen Curry enthält jene einzelnen Gewürze, aus denen in Indien alle Currys zubereitet werden: Kurkuma oder Gelbwurz, Pfeffer, Kardamom, Ingwer, Koriander, Zimt, Nelken, Kümmel, Chili, Fenchelsamen und vieles andere mehr.
      Die Welt der Currys ist geteilt in vier Hauptgruppen: in vegetarisch, nichtvegetarisch, Nord und Süd. Der Norden Indiens bevorzugt den roten Chili, der Süden den schärferen grünen Chili. Die Vegetarier stammen meist aus dem hinduistischen Teil, die Nichtvegetarier aus dem muslimischen oder christlichen Teil der Bevölkerung. Der Norden isst gerne Kartoffeln oder Fladenbrot zum Curry, der Süden lieber Reis.
      Für die eingesetzten Gewürze gilt: Jeder kocht "sein eigenes Süppchen", und das bei einer Kochkultur, die wie kaum eine andere ein Produkt der Globalisierung ist: Die Chilischoten, ohne die Currys nicht denkbar sind, haben einst die Portugiesen aus Amerika nach Indien gebracht, wo die Pflanze nun schon seit mehr als 300 Jahren in Kultur genommen ist. Und wie ist es dazu gekommen, dass man Curry als gelbes Allerweltspäckchengewürz kennt? Eine Theorie besagt, den Briten als Kolonialherren hätten die Gewürzmischungen Indiens sehr gut gemundet, weswegen sie, statt der komplizierten Zusammenstellung bei jedem Mahl von Neuem, eine Mischung kreierten, die in großen Mengen herstellbar und auf dem Weltmarkt leicht zu verkaufen war. Die andere Theorie sieht die Geburtsstunde des Currypäckchens in den Garnisonsküchen der britisch-indischen Kolonialarmeen. Dort mussten zunehmend viele Inder in Diensten ihrer Majestät verpflegt werden, zumindest einigermaßen auf landestypische Weise.
      Der Film beginnt seine Reise durch das Indien der Currys am Ursprung der meisten Gewürze, um die sich die Welt einst Kriege geliefert hat, im südwestindischen Kerala. Er verfolgt die Spur des Curry nach Radjasthan, Neu Delhi und Agra zu den verschiedenen Kulturen Indiens, ins Land der Radjputen und der Moguln.

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