• 17.02.2019
      02:40 Uhr
      alpha-retro: Die geschlossene Gesellschaft von Kampen/Sylt (1972) Thema: Lebemänner | ARD-alpha
       

      In den späten Sechziger- und frühen Siebzigerjahren verging in den Sommermonaten keine Woche, ohne dass ein Boulevardblatt oder eine Illustrierte über die Reichen und Schönen von diesem ehemaligen Bauerndorf auf Sylt berichtete.

      Nacht von Samstag auf Sonntag, 17.02.19
      02:40 - 03:35 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Neu im Programm
      Stereo HD-TV

      In den späten Sechziger- und frühen Siebzigerjahren verging in den Sommermonaten keine Woche, ohne dass ein Boulevardblatt oder eine Illustrierte über die Reichen und Schönen von diesem ehemaligen Bauerndorf auf Sylt berichtete.

       

      In den späten Sechziger- und frühen Siebzigerjahren verging in den Sommermonaten keine Woche, ohne dass ein Boulevardblatt oder eine Illustrierte über die Reichen und Schönen von diesem ehemaligen Bauerndorf auf Sylt berichtete.

      Kampen war das St. Tropez Deutschlands und übte magische Anziehungskraft aus – auch für Fotoreporter, denn „Buhne 16“ in Kampen war mit weitem Abstand der berühmteste FKK-Strand Deutschlands. Bereits in den Zwanzigerjahren hatten Prominente wie Thomas Mann und Marlene Dietrich Sylt als Urlaubsinsel populär gemacht, in den Sechzigerjahren war es dann vor allem Gunther Sachs, der Kampen zum Hot Spot des Jet Sets machte.

      Axel Springer hatte seine etwas größere Urlaubsvilla bereits in den fünfziger Jahren gekauft, ebenso wie Berthold Beitz und andere. Aber da war die Insel noch so etwas wie ein Geheimtipp gewesen. Warum und wieso Kampen auf Sylt ab den Sechziger Jahren so dermaßen „in“ war, zeigt dieser Filmbericht des NDR aus dem Jahr 1972, in dem neben Sachs, Springer und Beitz auch noch und z. T. sehr ausführlich Fritz Raddatz, Rudolf Augstein, eine Handvoll Schweizer Playboys und andere zu Wort kommen - und vor allem auch junge Frauen, die dort ebenfalls Urlaub machen.

      Im damaligen Pressetext zu diesem Film hieß es: „Nicht jeder, der sich am Strand von Kampen zeigt, ist schön - und ebenso ist auch nicht jeder reich. Aber wer hier schön ist, kennt in der Regel mehr als einen Reichen, und wer reich ist, hat im Handumdrehen einen Tross von Schönen im Gefolge. Alle zusammen kommen sich unglaublich schick vor und präsentieren sich als deutsche Ausgabe des Jet Set - bis auf die ganz großen Snobs, die an Geld, Geist oder Einfluss wirklich Reichen, die auch in Kampen lieber unter sich bleiben und den mondänen Betrieb auf den Partys und in den Diskotheken allenfalls mokant zur Kenntnis nehmen. Der vorliegende Bericht entstand in beiden Lagern: bei den Snobs und bei der Schickeria und eröffnet ebenso amüsante wie aufschlussreiche Einblicke in eine gehobene Schicht der deutschen Gesellschaft.“

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