• 15.04.2021
      07:45 Uhr
      Damals in Amerika Die Geschichte Alaskas | phoenix
       

      Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist Alaska ein eisiges, von wenigen Ureinwohnern bewohntes Land im hohen Norden Amerikas. 1867 vom russischen Kaiserreich erworben, wird sich die vom Meer umgebene, raue Wildnis mit Nähe zu Russland und Asien allerdings als von enormer strategischer Bedeutung für die USA erweisen.

      Donnerstag, 15.04.21
      07:45 - 08:30 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist Alaska ein eisiges, von wenigen Ureinwohnern bewohntes Land im hohen Norden Amerikas. 1867 vom russischen Kaiserreich erworben, wird sich die vom Meer umgebene, raue Wildnis mit Nähe zu Russland und Asien allerdings als von enormer strategischer Bedeutung für die USA erweisen.

       

      Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist Alaska ein eisiges, von wenigen Ureinwohnern bewohntes Land im hohen Norden Amerikas. 1867 vom russischen Kaiserreich erworben, wird sich die vom Meer umgebene, raue Wildnis mit Nähe zu Russland und Asien allerdings als von enormer strategischer Bedeutung für die USA erweisen.

      1896 bringt der Goldrausch von Klondike einen ersten Besiedlungs- und Entwicklungsschub. Frühe Filmaufnahmen halten fest, wie Abenteuerer und Pioniere mit viel Körperkraft die Natur erschließen. Die Alaska Railroad wird gebaut und der damalige Präsident Warren Harding weiht sie 1923 mit seiner Entourage auf einer Jungfernfahrt ein. Bereits in den 1920er Jahren brechen reiche Touristen in die bizarre Eislandschaft auf, um auf Privatfilmen festzuhalten, wie sie von Eisbergen springen.

      Nach dem Börsencrash 1929 wird Alaska Teil des New-Deal-Programmes, mit dem die amerikanische Regierung unter Franklin D. Roosevelt den Zusammenbruch der Wirtschaft für die Menschen abfedern will. Sie bekommen in Alaska Land, um sich eine neue Existenz aufzubauen. Nachkolorierte Privataufnahmen zeigen den Enthusiasmus der ersten neuen Siedler, die Super-Gemüse ernten, das in den langen Sommertagen dort oben übergroß sprießt. Die Filme dokumentieren aber genauso ihr Aufgeben: nur wenige Familien halten die Härten der viel längeren kalten Winter in der Abgeschiedenheit durch.

      1925 war der norwegische Immigrant Leonhard Seppala zur bis heute gefeierten Alaska-Legende geworden, als er mit seinen Schlittenhunden ein rettendes Keuchhusten-Medikament aus 1000 Kilometern Entfernung in die kleine Stadt Nome transportierte. Die frühen Filme belegen, wie die Ureinwohner und auch die Siedler den Wal- und Fischfang als Haupteinnahmequelle haben und diese gegen japanische Fischer verteidigen. Erst als Amerika in den Zweiten Weltkrieg eintritt, wird Alaska mit dem Alaska Highway an den Rest der USA angeschlossen. Es wird der einzige Teil Amerikas sein, der in diesem Krieg vorübergehend von Japanern besetzt ist. Nach der Befreiung zeigen Bilder, wie ein zu Scherzen aufgelegter Präsident F. D. Roosevelt mit seinem Terrier Fala, dem "first Dog", die dortigen Truppen besucht.

      Als schließlich Öl gefunden wird, hat das Land genug Gewicht für die Selbständigkeit: 1959 wird es gleichberechtigter 49. Bundesstaat der USA. Bis heute bewahrt es seinen besonderen Charakter als Amerikas "last frontier", letzter Außenposten der USA.

      Film von Charles Colville

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      Donnerstag, 15.04.21
      07:45 - 08:30 Uhr (45 Min.)
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