• 04.12.2017
      23:35 Uhr
      Kolberg Spielfilm Deutschland 1944 | arte
       

      Der NS-Propagandafilm entstand 1943/44 unter der Regie von Veit Harlan. Im Februar 1943 hatte Propagandaminister Joseph Goebbels nach der Kapitulation von Stalingrad zum totalen Krieg aufgerufen und ordnete diesen Film als Instrument der "geistigen Kriegsführung" an. Die Filmhandlung spielt 1806, als Napoleons Truppen Deutschland besetzt hatten. Angeführt von einer Bürgerwehr leistet die preußische Festung Kolberg in Pommern erfolgreich Widerstand in einer militärisch ausweglos erscheinenden Situation.
      Als sogenannter Vorbehaltsfilm wird "Kolberg" mit einer Begleitdokumentation auf ARTE präsentiert.

      Montag, 04.12.17
      23:35 - 01:20 Uhr (105 Min.)
      105 Min.

      Der NS-Propagandafilm entstand 1943/44 unter der Regie von Veit Harlan. Im Februar 1943 hatte Propagandaminister Joseph Goebbels nach der Kapitulation von Stalingrad zum totalen Krieg aufgerufen und ordnete diesen Film als Instrument der "geistigen Kriegsführung" an. Die Filmhandlung spielt 1806, als Napoleons Truppen Deutschland besetzt hatten. Angeführt von einer Bürgerwehr leistet die preußische Festung Kolberg in Pommern erfolgreich Widerstand in einer militärisch ausweglos erscheinenden Situation.
      Als sogenannter Vorbehaltsfilm wird "Kolberg" mit einer Begleitdokumentation auf ARTE präsentiert.

       

      Stab und Besetzung

      Bürgermeister Nettelbeck Heinrich George
      Maria Werner Kristina Söderbaum
      Gneisenau Horst Caspar
      Leutnant Schill Gustav Diessl
      Stadtkommandant Loucadou Paul Wegener
      Bauer Werner Otto Wernicke
      Regie Veit Harlan
      Musik Norbert Schultze
      Buch Veit Harlan
      Alfred Braun

      Die Geschichte dieses Historienfilms ist rein erfunden - ein propagandistisches Konstrukt. Sie spielt Anfang des 19. Jahrhunderts. Napoleons Truppen haben Berlin besetzt, der preußische König muss fliehen. Auch in Pommern stehen die Franzosen; Ortskommandant Loucadou bereitet die Übergabe der Stadt vor. Sein Gegenspieler ist Joachim Nettelbeck, der zusammen mit seiner Tochter Maria die Bürgerwehren zur Verteidigung der Stadt organisiert.

      Die Bürger der Stadt sind zum selbstlosen Einsatz bereit und vernichten sogar ihren eigenen Besitz. Als unter der neuen Führung des jungen Major Gneisenau die städtische Bevölkerung zum Kampf antritt, beschießt die französische Armee die Festung mit Artillerie. Doch die Bevölkerung gibt nicht auf; am Ende geht sie als Sieger aus dem Kampf hervor.

      Vorlage für den Film war das Theaterstück "Colberg" von Paul Heyse (1868), das die "Idee eines Volkes in Waffen" propagierte und obrigkeitskritische Züge enthielt. Mit acht Millionen Reichsmark Produktionskosten war "Kolberg" der teuerste Film der NS-Zeit, was aufgrund des immensen Aufgebots an Statisten, Ausrüstung und Pferden nicht verwundert. Obwohl als Mittel der psychologischen Kriegsführung in Auftrag gegeben, kam der Film nicht sofort ins Kino, sondern wurde deutlich gekürzt und umgeschnitten. Als er dann am 30. Januar 1945 in die deutschen und französischen Kinos kam, hatte er nicht mehr die erhoffte Wirkung.

      Ironie der Geschichte: Sechs Wochen nach der Premiere am 18. März 1945 wurde Kolberg von sowjetischen und polnischen Truppen erobert.
      Als sogenannter Vorbehaltsfilm wird "Kolberg" mit einer Begleitdokumentation auf ARTE präsentiert.

      100 Jahre UFA - Ganz großes Kino!
      Bis heute steht der Name UFA für deutsches Kino in guten wie in schlechten Zeiten. Die UFA hat alles produziert: visionäres Kino ebenso wie perfide Propaganda, in ihren Produktionen spiegelt sich die deutsche Geschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wider. ARTE zeigt anlässlich des 100. Gründungsjubiläums der UFA eine repräsentative Filmreihe, die den großen Bogen von der Stummfilmzeit bis heute schlägt.

      Schauspielerin Kristina Söderbaum feierte ihre größten Erfolge in deutschen Kinofilmen zur Zeit des Nationalsozialismus, denn sie entsprach dem Idealbild der "arischen Frau". Die größten Rollen spielte sie unter ihrem Ehemann und Regisseur Veit Harlan. Zudem wurde die talentierte Schwedin als beste Darstellerin mit dem Volpi-Pokal auf den Filmfestspielen von Venedig für ihr Spiel in "Die goldene Stadt" (1942) ausgezeichnet.

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      23:35 - 01:20 Uhr (105 Min.)
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