• 08.03.2018
      21:00 Uhr
      Frauen bewegt euch Warum weibliche Führungskräfte Mangelware sind | ARD-alpha
       

      Sie werden in Diskussionen behandelt wie eine bedrohte Spezies, Quoten sollen her, damit sie endlich den Durchbruch schaffen. Inzwischen gibt es so viele gut ausgebildete Frauen wie nie. Mädchen machen Abitur mit Bestnoten, studieren mit guten Abschlüssen, gehen in den Beruf. Aber dann ist auf einmal Schluss. Mit Anfang dreißig verschwinden sie in Küche und Kinderzimmer, in Teilzeitjobs und Ferienvertretungen. Von Karriere, Abteilungsleitung oder Vorstand ist keine Rede mehr. Warum eigentlich?

      Donnerstag, 08.03.18
      21:00 - 21:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Sie werden in Diskussionen behandelt wie eine bedrohte Spezies, Quoten sollen her, damit sie endlich den Durchbruch schaffen. Inzwischen gibt es so viele gut ausgebildete Frauen wie nie. Mädchen machen Abitur mit Bestnoten, studieren mit guten Abschlüssen, gehen in den Beruf. Aber dann ist auf einmal Schluss. Mit Anfang dreißig verschwinden sie in Küche und Kinderzimmer, in Teilzeitjobs und Ferienvertretungen. Von Karriere, Abteilungsleitung oder Vorstand ist keine Rede mehr. Warum eigentlich?

       

      Sie werden in Diskussionen behandelt wie eine bedrohte Spezies, Quoten sollen her, damit sie endlich den Durchbruch schaffen. Inzwischen gibt es so viele gut ausgebildete Frauen wie nie. Mädchen machen Abitur mit Bestnoten, studieren mit guten Abschlüssen, gehen in den Beruf. Aber dann ist auf einmal Schluss. Mit Anfang dreißig verschwinden sie in Küche und Kinderzimmer, in Teilzeitjobs und Ferienvertretungen. Von Karriere, Abteilungsleitung oder Vorstand ist keine Rede mehr. Warum eigentlich? Sind die Männer schuld, die gläserne Decke, die fehlenden Kinderbetreuungsmöglichkeiten oder wollen Frauen gar nicht unbedingt nach oben und kümmern sich, sobald das erste Kind da ist, lieber um ihre Familie?

      "Ich bin nicht Mutter geworden, um das Kind abzugeben", erklären viele Frauen und verzichten lieber auf die angebotene Führungsposition. Heiner Thorborg, Headhunter für Führungskräfte, ist sich sicher: Viele Frauen würden gar nicht Karriere machen wollen, hätten das Falsche studiert, würden vor den Anstrengung im Beruf nach oben zu klettern und wenn es dann schwierig werde, würden sie eben schwanger.

      Regine Stachelhaus ist eine der wenigen Frauen, die es in den Vorstand eines Dax-Unternehmens geschafft haben. Sie beobachtet ähnliches wie Personalberater Thorborg: Frauen machten sich keinen Plan, setzten sich im Beruf nicht energisch genug durch und wenn sie Gegenwind in der Firma spürten, zögen sie sich in die Familie zurück.
      Sie wirbt offensiv um Studentinnen aus mathematischen und technischen Fächern. Und diese jungen Studentinnen fordern von Unternehmen dann auch zielstrebig die Möglichkeit, Kind und Karriere zu verbinden - flexible Arbeitszeitmodelle statt Dienstwagen und Vorzimmerdame. Überraschend: Ihre Kommilitonen machen da nicht mit. Freimütig erklären die jungen Männer, Kinder seien Sache der Frau. So hätten sie es ja schon zu Hause bei Mutti erlebt.

      Nicht leicht hat es, wer ein anderes Rollenbild ausprobiert, wie Tanja Wielgoss, Partnerin der Unternehmensberatung A. T. Kearney, und ihr Mann. Beide teilen sich die Arbeit in Familie und Beruf gleichberechtigt. Doch der Ehemann der Karrierefrau musste sich, als er sein Büro verließ, um sein krankes Kind aus der Kita abzuholen, Vorwürfe seines Chefs anhören. Vom mangelnden Ehrgeiz und zu wenig Einsatz für die Firma war die Rede.

      Frau muss sich also bewegen, von ihren Chefs die Vereinbarkeit von Familie und Beruf einfordern und von ihrem Mann, dass auch er Windeln wechselt, bügelt und das Kind aus der Kita abholt, damit sie nicht, blitzgescheit und gut ausgebildet, doch wieder nur Mama ist und Teilzeitkraft. Denn da ist sich Heiner Thorborg ganz sicher: Karriere macht man in Teilzeit nicht.

      alpha-Fokus: Weltfrauentag

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