• 08.03.2018
      20:15 Uhr
      Die Biologie des Lachens Film von Jacques Mitsch | 3sat
       

      Lachen ist ein wichtiger Teil unseres Lebens - vielleicht sogar das Fundament der menschlichen Natur. Aber: Seit wann lacht der Mensch? Und sind wir Menschen die einzige Spezies, die lachen kann? Warum können wir uns nicht selbst kitzeln? Warum ist Lachen ansteckend? Was genau am Lachen ist eigentlich gesund? Ein Film darüber, warum und wie wir lachen.

      Donnerstag, 08.03.18
      20:15 - 21:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      VPS 20:14
      Stereo HD-TV

      Lachen ist ein wichtiger Teil unseres Lebens - vielleicht sogar das Fundament der menschlichen Natur. Aber: Seit wann lacht der Mensch? Und sind wir Menschen die einzige Spezies, die lachen kann? Warum können wir uns nicht selbst kitzeln? Warum ist Lachen ansteckend? Was genau am Lachen ist eigentlich gesund? Ein Film darüber, warum und wie wir lachen.

       

      Die Bedeutung von Lachen haben schon Persönlichkeiten wie Aristoteles, Kant, Darwin oder Freud herausgestellt. Abgesehen von der allgemein akzeptierten Erkenntnis, dass Lachen die beste Medizin ist und mit Humor zu tun hat, weiß man jedoch wenig über das Lachen.

      In den USA hat Robert Provine, Neurologe und Psychologe an der Universität Maryland, seine berufliche Laufbahn der Erforschung des menschlichen Lachens gewidmet. Er untersucht, welche Mechanismen im Gehirn Lachen auslösen. Wie andere spontane Verhaltensweisen verschwindet Lachen, sobald man es untersuchen möchte, besonders in einer Laborumgebung. Die Hälfte aller Versuchspersonen kann nicht auf Befehl lachen, gleichzeitig ist Lachen jedoch ungeheuer ansteckend.

      Nach Robert Provine hat Lachen eine eindeutige Laut-Signatur: Er beschreibt einen Lacher als eine Serie von kurzen Silben, jede etwa 75 Millisekunden lang, die in regelmäßigen Intervallen im Abstand von 210 Millisekunden wiederholt werden. Es gibt keinen spezifischen Vokal, der Lachen definiert, aber ähnliche Vokale ergeben zusammen ein Lachen: "ha-ha-ha" oder "ho-ho-ho", aber niemals "ha-ho-ha-ho".

      Menschen waren nicht die ersten Lebewesen, die lachen konnten. Der niederländische Verhaltensforscher Jan Van Hooff, ein weiterer Pionier der "Lach-Forschung", analysiert in Experimenten das Lachen von Primaten. Bonobos, Schimpansen und Orang-Utans lachen herzlich, vor allem, wenn sie gekitzelt werden. Die Tatsache, dass Lachen in verschiedenen Spezies vorkommt und dort jeweils eine sehr einfache, stereotypische Struktur hat, deutet daraufhin, dass dieses Verhalten eine starke genetische und neurophysiologische Grundlage hat. Und die muss man untersuchen, wenn man das Lachen verstehen möchte.

      Warum können wir uns nicht selbst kitzeln? Warum ist Lachen ansteckend? Was genau am Lachen ist eigentlich gesund? Ein Film darüber, warum und wie wir lachen.

      Film von Jacques Mitsch

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      20:15 - 21:00 Uhr (45 Min.)
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