• 12.06.2018
      17:10 Uhr
      Leopard, Seebär & Co. (185) Geschichten aus dem Tierpark Hagenbeck in Hamburg | NDR Fernsehen
       

      Wohl nirgendwo in Europa gibt es einen Ort, an dem sich die Kegelrobben so unkompliziert in ihrer natürlichen Umgebung beobachten lassen wie vor Helgoland. Lassen sich die Erfahrungen und Erkenntnisse, die Dirk Stutzki und Cheftierpfleger Walter Wolters auf Helgoland gewinnen, auch im Eismeer-Revier in Hamburg umsetzen? Außerdem: Baumaßnahmen bei den Baumstachlern und auf Augenhöhe mit den Giraffen. Neue Perspektiven für die Pfleger im Tierpark Hagenbeck.

      Dienstag, 12.06.18
      17:10 - 18:00 Uhr (50 Min.)
      50 Min.

      Wohl nirgendwo in Europa gibt es einen Ort, an dem sich die Kegelrobben so unkompliziert in ihrer natürlichen Umgebung beobachten lassen wie vor Helgoland. Lassen sich die Erfahrungen und Erkenntnisse, die Dirk Stutzki und Cheftierpfleger Walter Wolters auf Helgoland gewinnen, auch im Eismeer-Revier in Hamburg umsetzen? Außerdem: Baumaßnahmen bei den Baumstachlern und auf Augenhöhe mit den Giraffen. Neue Perspektiven für die Pfleger im Tierpark Hagenbeck.

       

      Stab und Besetzung

      Sprecher Mark Bremer
      Produktion Daniel Buresch
      Redaktionelle Leitung Ole Kampovski
      Redaktion Anke Schmidt-Bratzel

      Nachdem Baumstachler April endlich wieder auf ihrem Kletterbaum sitzt, muss Volker Friedrich eine größere Baumaßnahme in Angriff nehmen, damit das kleine Tier nicht wieder vom Baum fallen kann und im Gebüsch verschwindet. Mit schweren Maschinen und einem Hubsteiger rücken die Gärtner an. Damit der neue Baum auch nach Aprils Geschmack ist, versucht Volker "wie ein Baumstachler zu denken".

      Wohl nirgendwo in Europa gibt es einen Ort, an dem sich die Kegelrobben so unkompliziert in ihrer natürlichen Umgebung beobachten lassen wie vor Helgoland. Der ehemalige Inselpolizist Rolf Blädel ist seit über 20 Jahren der Robbenbeauftragte von Helgoland. Dirk Stutzki und Cheftierpfleger Walter Wolters treffen den Robbenexperten, um zu erfahren, wie Robben in freier Wildbahn, und doch so nah bei den Menschen leben. Lassen sich die Erfahrungen und Erkenntnisse, die Dirk und Walter auf Helgoland gewinnen, auch im Eismeer-Revier in Hamburg umsetzen?

      Im Tigerrevier soll zum ersten Mal Tigerkater Yasha auf Tigerin Maruschka treffen. Tierpfleger Tobias Taraba hat mit Azubi Jan Rohlmann die erste Begegnung gut vorbereitet: Der Feuerwehrschlauch, Silvesterkracher und das Ärzteteam stehen bereit. Denn bei einem Treffen von zwei Tigern, kann es schon mal heftig zur Sache gehen. Und dann müssen sie abgelenkt werden. Tiger sind Einzelgänger und Maruschka hat sich gut an "ihr" Zuhause gewöhnt. Tobias vermutet, dass Maruschka den jungen Tigerkater erst vermöbeln und dann lieben lernen wird.

      Das Trottellummenküken hat endlich den berühmten Lummensprung gewagt. Dieses Naturereignis kann man auf Helgoland an der Langen Anna bewundern. Sebastian Behrens ist stolz, das erste Trottellummenbaby pflegen zu dürfen. Lummi ist nun groß genug für Seegang. Sebastian setzt die Wellenanlage im Eismeer in Betrieb.

      Das Tropen-Aquarium ist im Baby-Fieber. Neben den Klippschliefern und dem Baumpython haben nun auch die Felswarane und die Gartenboa für Nachwuchs gesorgt. Der kleine Felswaran ist gerade frisch geschlüpft und erhält von Dr. Guido Westhoff die Erstversorgung. Die Gartenboa ist noch in freudiger Erwartung. Hier überprüft der Biologe durch Abtasten, wie lange es noch bis zur Geburt dauert. Die Gartenboa ist eine der seltenen Schlangenarten, die lebend gebärt.

      Die Rothschild-Giraffe ist das größte auf dem Land lebende Säugetier. Der Tierpark Hagenbeck beherbergt drei dieser von der Ausrottung bedrohten Tiere. Diesen fünf Meter großen Giraffen mit ihren bis zu 2,5 Meter langen Hälsen nahe zu kommen, ist auch für Tierpflegerin Christin Zimmer und Praktikant Ben Mirgel ein absolutes Privileg. Sie genießen es, die Tiere auf Augenhöhe mit ein paar Möhren zu füttern. Dabei können sie sie aus nächster Nähe bewundern. Besonders beeindruckend ist die dunkle Zunge der Giraffen, die bis zu 50 Zentimeter lang werden kann.

      Eselspinguin Kröte war der Erste seiner Art, der im neu erbauten und 2012 eröffneten Eismeer geschlüpft ist. Die Tierpfleger Dave Nelde und Sebastian Behrens haben ihn von Hand aufgezogen, weil das Füttern durch die Pinguineltern damals nicht funktioniert hat. Der freche Kröte liegt ihnen deshalb ganz besonders am Herzen. In der aktuellen Brutsaison war er dann der Letzte, der ein Nest gebaut und schließlich doch noch eine Freundin abbekommen hat. Dave und Sebastian sind stolz auf die zweite hier geborene Generation von Eselspinguinen. Sie freuen sich für Kröte, denn inzwischen hat er eine Familie gegründet: Sein Küken ist vier Tage alt. Zaghaft lugt es unter Krötes Gefieder hervor.

      "Leopard, Seebär & Co." zeigt tolle Bilder aus dem hohen Norden, denn dort schreibt das Zooleben seine eigenen Geschichten - mal witzig, mal traurig, aber immer wieder spannend.

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