• 20.01.2018
      10:15 Uhr
      Nachtcafé Vom Mut zur Veränderung | SR Fernsehen
       

      Gäste bei Michael Steinbrecher

      Wie zufrieden sind die Menschen mit ihrem Leben? Welche Träume wollten sich viele eigentlich schon lange erfüllen? - Und warum haben sie es noch nicht gewagt? Fehlt der Mut zur Veränderung? Sicherlich starten wieder viele Menschen mit guten Vorsätzen ins neue Jahr. Dabei sind es nicht immer die klassischen, alttäglichen Dinge, etwa mehr Sport zu treiben, mit dem Rauchen aufzuhören oder weniger Geld auszugeben. Nein, der eine oder andere nutzt diese Zeit auch für ganz grundsätzliche Überlegungen.

      Samstag, 20.01.18
      10:15 - 11:45 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Gäste bei Michael Steinbrecher

      Wie zufrieden sind die Menschen mit ihrem Leben? Welche Träume wollten sich viele eigentlich schon lange erfüllen? - Und warum haben sie es noch nicht gewagt? Fehlt der Mut zur Veränderung? Sicherlich starten wieder viele Menschen mit guten Vorsätzen ins neue Jahr. Dabei sind es nicht immer die klassischen, alttäglichen Dinge, etwa mehr Sport zu treiben, mit dem Rauchen aufzuhören oder weniger Geld auszugeben. Nein, der eine oder andere nutzt diese Zeit auch für ganz grundsätzliche Überlegungen.

       

      Wie zufrieden sind die Menschen mit ihrem Leben? Welche Träume wollten sich viele eigentlich schon lange erfüllen? - Und warum haben sie es noch nicht gewagt? Fehlt der Mut zur Veränderung? Sicherlich starten wieder viele Menschen mit guten Vorsätzen ins neue Jahr. Dabei sind es nicht immer die klassischen, alttäglichen Dinge, etwa mehr Sport zu treiben, mit dem Rauchen aufzuhören oder weniger Geld auszugeben. Nein, der eine oder andere nutzt diese Zeit auch für ganz grundsätzliche Überlegungen:

      Ist er eigentlich glücklich in seiner Ehe? Würde er nicht viel lieber einen ganz anderen beruflichen Weg einschlagen? Wäre es nicht toll, auszuwandern in ein fernes, exotisches Land? Kurz: Steht er da in seinem Leben, wo er stehen will?

      Für viele bleiben dies nur Überlegungen. Aber einige erfüllen sich ihre Träume, springen ins kalte Wasser und brechen auf in ein ganz neues Leben. Oft entgegen großer Widerstände, finanzieller Hürden, Angst und Gegenwind. Doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt - so weiß es der Volksmund. Was aber, wenn jemand ein Wagnis eingeht und damit scheitert? War dann alles umsonst, eine Fehlentscheidung, eine begangene Dummheit? Oder kann auch diese Erfahrung etwas Sinnvolles, Wegweisendes bedeuten? Wann lohnt es sich, ein Wagnis einzugehen? Und was braucht man dafür?

      Die Gäste bei Michael Steinbrecher:
      Jahrzehntelang trug die Rock-Gitarristin Carola Kretschmer - die als Thomas geboren wurde - den Wunsch nach einem Leben als Frau mit sich herum. "Irgendwann war mir klar, ich will mich nicht auf dem Sterbebett fragen: Warum hast du es nicht gemacht?" Den 50. Geburtstag von Udo Lindenberg nutzte sie, um ihr Geheimnis endlich öffentlich zu machen.

      Mehr als dreißig Jahre saß Marc Wittfeld hinter dem Bankschalter. Doch als Zielvorgaben wichtiger wurden als die Kunden, zog er die Reißleine. Ohne einen Plan B zu haben, legte er den ungeliebten Anzug ab und genießt heute als Entrümpelungsunternehmer die neu gewonnene Freiheit: "Wenn ich in eine Bank gehe, denke ich: Ein Glück, dass ich das nicht mehr machen muss!"

      Für Schwester Mara Ehm war es lange Zeit unvorstellbar, welchen Weg sie einmal einschlagen würde. Zu sehr liebte die junge Frau das Leben mit all seinen Annehmlichkeiten. Doch auf der Suche nach mehr Sinn im Leben traf sie eine weitreichende Entscheidung: "Ich hatte große Angst davor, auszusprechen, dass ich Ordensfrau werden möchte." Diesen Schritt hat sie jedoch nie bereut.

      Als Christina Löther-Mourujärvi in einem Finnland-Urlaub einen Mann kennenlernte, setzte sie alles auf eine Karte und folgte ihrem Herzen. Schon nach wenigen Monaten brach sie ihre Zelte in Deutschland ab. "Es ist völlig wurscht, ob ich nach München, nach Wuppertal oder irgendwo sonst hingehe. Da kann es auch schiefgehen", sagt Christina Löther-Mourujärvi, die nun seit zwölf Jahren glücklich in der Wildnis Lapplands lebt.

      Konja Simon Rohde lebte 33 Jahre lang in einer Parallelwelt. In die Gemeinschaft der Zeugen Jehovas hineingeboren, wurde er nach ihren strengen Regeln erzogen. Doch im Lauf der Jahre mehrten sich die Zweifel. Auch gesundheitliche Probleme kamen hinzu. "Ich musste etwas passieren lassen, damit sich etwas ändert." Er entschloss sich, die Sekte zu verlassen - auch wenn das den Bruch mit Familie und Freunden bedeutete.

      Die Diplom-Psychologin Angelika Kallwass weiß: "Wenn man etwas verändert, dann riskiert man Attacken, Widerstand und Verlust, aber man kann auch etwas gewinnen." Fast immer muss man Mut beweisen, um einen Sprung ins Ungewisse zu wagen - ganz gleich, ob Veränderungen von außen an jemanden herangetragen werden oder ob etwas in ihm sich nach Veränderung sehnt.

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