• 19.01.2018
      06:15 Uhr
      Arte Reportage Madagaskar: Die Pest im Land / Tunesien: Geschäfte mit Kleidern | arte
       
      • Madagaskar: Die Pest im Land

      Der schwarze Tod bedroht Madagaskar seit dem Ende der 90er Jahre – diesmal aber wütet die Pest wie noch nie.

      • Tunesien: Geschäfte mit Kleidern

      Wir konsumieren viermal mehr Kleider als noch vor 30 Jahren und spenden vieles davon für die Armen - ein gutes Werk?

      Freitag, 19.01.18
      06:15 - 07:05 Uhr (50 Min.)
      50 Min.
      Stereo HD-TV
      • Madagaskar: Die Pest im Land

      Der schwarze Tod bedroht Madagaskar seit dem Ende der 90er Jahre – diesmal aber wütet die Pest wie noch nie.

      • Tunesien: Geschäfte mit Kleidern

      Wir konsumieren viermal mehr Kleider als noch vor 30 Jahren und spenden vieles davon für die Armen - ein gutes Werk?

       
      • Madagaskar: Die Pest im Land

      Der schwarze Tod bedroht Madagaskar seit dem Ende der 90er Jahre – diesmal aber wütet die Pest wie noch nie.
      2.400 Menschen hat der Pest-Erreger infiziert, es ist weltweit die schlimmste Epidemie in diesem Jahrhundert - und zum ersten Mal trifft es in Madagaskar nicht mehr nur die Menschen auf dem Land, sondern auch die Städter. In der Hauptstadt Antananarivo grassiert die Lungenpest, die gefährlichste Variante der Infektion: tödlich, wenn sie nicht innerhalb von 24 Stunden erkannt und mit Antibiotika behandelt wird. Die Mediziner der WHO unter der Leitung von Dr. Banza bemühen sich sehr, die Epidemie zu stoppen, doch Madagaskar ist ein armes Land, und viele Menschen misstrauen der modernen Medizin. Deshalb werben die Ärzte um Vertrauen - es muss ihnen gelingen, die Familien der Kranken über die Notwendigkeit der Behandlung und die damit verbundenen Einschränkungen aufzuklären, damit die Pest sich nicht noch weiter ausbreiten kann.

      • Tunesien: Geschäfte mit Kleidern

      Wir konsumieren viermal mehr Kleider als noch vor 30 Jahren und spenden vieles davon für die Armen - ein gutes Werk?
      Im Frühjahr gekauft, viermal getragen, und dann in den Container geworfen, als Spende für die Armen. Auf diese Weise konsumieren wir heute unsere Klamotten mit einem guten Gewissen. Allerdings wissen die Wenigsten, dass nur 2 Prozent der Kleiderspenden auch wirklich bei den Armen in der Nachbarschaft ankommen. 98 Prozent geht in die weite Welt. Das hat auch seine Richtigkeit, erklären die Verantwortlichen von Emmaüs, einer in Frankreich sehr bekannten und sehr seriösen Hilfsorganisation: Wir spenden nämlich heute viel mehr Kleidung, als die Armen in unserem Ländern überhaupt tragen könnten. Deshalb machen viele daraus ein internationales Geschäft, dass auch noch Geld in die Kassen der Hilfsorganisationen spült - ein Weltmarkt von 5 Milliarden Euro im Jahr!
      Die Kleider werden aus dem Container geholt, noch im Land grob sortiert und dann zum Beispiel nach Tunesien geschickt. Dort sortieren 1.000 Arbeiterinnen in einer „Fabrik“ alles noch einmal nach fein ausgeklügelten Kriterien: Unverkäufliches kommt als Stoff ins Recycling, gut Tragbares geht auf die Basare in Afrika, Designer-Ware schicken sie wieder zurück nach Europa: Nicht nur in Paris haben sich einige Boutiquen auf Second-Hand-Chic spezialisiert - Vintage-Mode, vom Altkleider-Container in den Szene-Laden.

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 19.07.2018