• 08.06.2018
      10:05 Uhr
      Monitor Berichte zur Zeit | WDR Fernsehen
       

      Themen:

      • Tschetschenien und die WM: Die Welt zu Gast beim Diktator
      • Nord Stream 2: Putins Pipeline dank deutscher Lobbyarbeit
      • Feindbild Russland: Wie der Westen die Konfrontation verschärft
      • HINWEIS auf ein "Monitor"-Sonderprojekt:

      Moderation: Georg Restle

      Freitag, 08.06.18
      10:05 - 10:35 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen:

      • Tschetschenien und die WM: Die Welt zu Gast beim Diktator
      • Nord Stream 2: Putins Pipeline dank deutscher Lobbyarbeit
      • Feindbild Russland: Wie der Westen die Konfrontation verschärft
      • HINWEIS auf ein "Monitor"-Sonderprojekt:

      Moderation: Georg Restle

       
      • Tschetschenien und die WM: Die Welt zu Gast beim Diktator

      Der tschetschenische Präsident Ramsam Kadyrow ist Fußballfan. So sehr, dass er regelmäßig Altstars einlädt, mit ihm zu kicken. Ronaldinho war schon einmal dabei. Und Lothar Matthäus. Aber Ramsam Kadyrow ist auch ein brutaler Diktator. Willkürliche Verhaftungen, Folter, Mord – wer nicht mit seiner Politik übereinstimmt, muss mit dem Schlimmsten rechnen. Das weiß auch die FIFA. Und doch lässt sie zu, dass Tschetschenien WM-Schauplatz wird. In der Hauptstadt Grosny schlägt die ägyptische Nationalmannschaft ihr Mannschaftsquartier auf. Zum Entsetzen von Verfolgungsopfern und Menschenrechtlern.

      • Nord Stream 2: Putins Pipeline dank deutscher Lobbyarbeit

      Seit Mai laufen an der deutschen Ostseeküste die Bauarbeiten für die umstrittene Pipeline Nord Stream 2. Ab 2020 soll sie bis zu 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas von Russland nach Deutschland transportieren. Kritiker halten die Pipeline für unnötig, sogar für schädlich: Sie widerspreche den Klimazielen der EU und bedrohe die Stabilität in Osteuropa. Dass sie trotzdem gebaut wird, ist auch deutschen Politikern und Lobbyisten zu verdanken. Hinter den Kulissen haben sie jahrelang für Nord Stream 2 geworben. Profitieren könnten vor allem die russische Regierung und einige ihrer Oligarchen.

      • Feindbild Russland: Wie der Westen die Konfrontation verschärft

      Panzerverlegungen, Truppenmanöver, Aufrüstung – fast wie im Kalten Krieg stehen sich in Osteuropa tausende russische und westliche Soldaten gegenüber. Die Stimmung wird immer feindseliger. Schuld sei die aggressive Politik Russlands mit der Annexion der Krim und dem militärischen Eingreifen in der Ostukraine und Syrien, sagt die NATO. Was dabei regelmäßig ausgeblendet wird: Auch der Westen setzt seit Jahren auf Aggression und Provokation statt auf Diplomatie und Kooperation – und heizt den Konflikt mit Russland damit an.

      • HINWEIS auf ein "Monitor"-Sonderprojekt:

      Eine Woche vor Eröffnung der Fußball-WM (Donnerstag, den 7. Juni, von 19 bis 20 Uhr) starten das ARD-Politikmagazin "Monitor", die WDR-Integrationsredaktion WDRforall, die Deutsche Welle Russland und der unabhängige Moskauer Radiosender Echo Moskvy ein Experiment: "Lasst uns reden! Die deutsch-russische Telebrücke zur Fußball-WM". Die "Telebrücke" ist ein Online-Projekt, das ARD-weit auf zahlreichen Kanälen gleichzeitig ausgestrahlt wird.

      Eine Stunde lang wird eine Leitung geschaltet zwischen dem "Monitor"-Studio in Köln und einem Studio in Moskau. Auf beiden Seiten sitzen 20 bis 30 Studiogäste, Deutsche in Deutschland, Russen in Russland – mit ihren ganz persönlichen Ansichten und Fragen zum jeweils anderen Land. Bei der "Telebrücke" können sie diese Fragen stellen – und Fragen aus dem jeweils anderen Land auch selbst beantworten. Die Idee: miteinander sprechen, nicht übereinander.

      "Monitor" will Hintergrund liefern, Diskussionen anstoßen, Themen setzen. Unsere Handschrift: seriöse Information, gepaart mit einer sorgfältigen Analyse. Kritischer, investigativer Journalismus wird in der Redaktion großgeschrieben.

      "Im Zweifelsfall segeln wir eher gegen den Wind, immer meinungsfreudig, nie ideologisch". So charakterisiert Georg Restle "Monitor". Seit September 2012 leitet er die Sendung.

      "Monitor", Markenzeichen für kritische Berichterstattung, ist das zweitälteste politische Magazin im deutschen Fernsehen. Wir fragen nach, zeigen, was hinter Schlagworten steckt. Unser Ehrgeiz ist es, unbequem zu sein für die Mächtigen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft - und uns stark zu machen für diejenigen, die sonst kein Gehör finden.

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