• 28.08.2018
      01:20 Uhr
      Fakt ist! Aus Magdeburg Hilfe, wo bringe ich mein Kind zur Welt? - Sorgenkind Geburtshilfe | MDR FERNSEHEN
       

      Seit 2000 hat jede dritte Klinik in Sachsen-Anhalt ihre Kreißsäle dicht gemacht. Als Ursache geben die Betreiber zu geringe Fallzahlen an. Auch es sei schwer, Hebammen und Fachärzte zu finden. Die Hebammen aber berichten über zunehmend schwierige Arbeitsbedingungen. Wie kann der Beruf Hebamme wieder attraktiver werden? Und was kann die Politik tun, um auch kleine Kliniken auf dem Land zu halten? Zu Gast bei Anja Heyde:

      • Petra Grimm-Benne, Sozialministerin Sachsen-Anhalt
      • Petra Chluppka, Hebammenverband Sachsen-Anhalt
      • Georg Baum, Deutsche Krankenhausgesellschaft
      • Franziska Kliemt, Elterninitiative Motherhood e.V.

      Nacht von Montag auf Dienstag, 28.08.18
      01:20 - 02:18 Uhr (58 Min.)
      58 Min.

      Seit 2000 hat jede dritte Klinik in Sachsen-Anhalt ihre Kreißsäle dicht gemacht. Als Ursache geben die Betreiber zu geringe Fallzahlen an. Auch es sei schwer, Hebammen und Fachärzte zu finden. Die Hebammen aber berichten über zunehmend schwierige Arbeitsbedingungen. Wie kann der Beruf Hebamme wieder attraktiver werden? Und was kann die Politik tun, um auch kleine Kliniken auf dem Land zu halten? Zu Gast bei Anja Heyde:

      • Petra Grimm-Benne, Sozialministerin Sachsen-Anhalt
      • Petra Chluppka, Hebammenverband Sachsen-Anhalt
      • Georg Baum, Deutsche Krankenhausgesellschaft
      • Franziska Kliemt, Elterninitiative Motherhood e.V.

       

      Haldensleben, Weißenfels, Zerbst - in diesen Städten in Sachsen-Anhalt können Frauen ihr Kind nun nicht mehr im Krankenhaus entbinden. Die Geburtenstationen wurden in den vergangenen Jahren geschlossen. Seit 2000 hat jede dritte Klinik in Sachsen-Anhalt ihre Kreißsäle dicht gemacht. Auch bundesweit gehen die Zahlen der Geburtenstationen zurück - und das, obwohl wieder mehr Kinder geboren werden. Für die werdenden Eltern heißt das: Unsicherheit und Fahrtwege von 30 km und mehr. Dagegen werden die großen Kliniken bundesweit immer voller, manche Frauen erleben dort nicht das "Wunder der Geburt", sondern beklagen Massenabfertigung.

      Als Ursache der Schließungen geben die Betreiber zu geringe Fallzahlen an. Zudem sei es schwer, Hebammen und Fachärzte zu finden.

      Die Hebammen dagegen berichten vielerorts über zunehmend schwierige Arbeitsbedingungen: Überlastung, Schichtdienst und unattraktive Gehälter. Freie Hebammen, die Geburtshilfe leisten, müssen zudem hohe Berufshaftpflichtsummen zahlen. Aktuell über 8.000 Euro pro Jahr.

      Viele werdende Eltern sind verunsichert und entscheiden sich immer mehr für große Kliniken in Ballungszentren. Allerdings wollen sie gleichzeitig Ruhe und eine "eins-zu-eins"-Betreuung durch eine Hebamme. Wie kann das Gesundheitswesen diesem Anspruch gerecht werden und welche Alternativen gäbe es? Wie kann der Beruf Hebamme wieder attraktiver werden? Und was kann die Politik tun, um auch kleine Kliniken auf dem Land zu halten?

      Darüber diskutiert Moderatorin Anja Heyde mit folgenden Gästen:

      • Petra Grimm-Benne, Sozialministerin des Landes Sachsen-Anhalt,
      • Petra Chluppka, Hebammenverband Sachsen-Anhalt,
      • Georg Baum, Deutsche Krankenhausgesellschaft und
      • Franziska Kliemt, Elterninitiative Motherhood e.V.

      Bürgerreporter Stefan Bernschein spricht mit einer Mutter aus Berlin, die ihr Kind auf einem Parkplatz bekam, weil der Kreißsaal des Krankenhauses überfüllt war. Außerdem hat er Hebammen, Ärzte und eine Psychologin zu Gast, die zur Rolle der Geburt für das spätere Leben forscht.

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