• 14.06.2018
      06:00 Uhr
      mein ausland spezial: Machtkampf am Bosporus Die Türkei vor der Wahl | PHOENIX
       

      Seit fast zwei Jahren regiert der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan weitestgehend per Dekret. Die für November 2019 geplanten Präsidenten- und Parlamentswahlen wurden auf den 24. Juni vorgezogen. Damit beabsichtigt Erdogan, die sich abzeichnenden Koalitionen oppositioneller Kräfte im In- und auch im Ausland im Keim zu ersticken und seine Macht weiter auszubauen.

      ZDF-Korrespondent Jörg Brase berichtet wenige Tage vor der Wahl aus der Türkei. Er stellt die Kandidaten vor, spricht mit Kennern der politischen Situation und macht sich ein Bild von den drastischen Veränderungen im Land.

      Donnerstag, 14.06.18
      06:00 - 06:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      VPS 05:59
      Neu im Programm
      Stereo HD-TV

      Seit fast zwei Jahren regiert der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan weitestgehend per Dekret. Die für November 2019 geplanten Präsidenten- und Parlamentswahlen wurden auf den 24. Juni vorgezogen. Damit beabsichtigt Erdogan, die sich abzeichnenden Koalitionen oppositioneller Kräfte im In- und auch im Ausland im Keim zu ersticken und seine Macht weiter auszubauen.

      ZDF-Korrespondent Jörg Brase berichtet wenige Tage vor der Wahl aus der Türkei. Er stellt die Kandidaten vor, spricht mit Kennern der politischen Situation und macht sich ein Bild von den drastischen Veränderungen im Land.

       

      Die Türkei hat sich seit dem gescheiterten Putschversuch im Sommer 2016 fast über Nacht dramatisch verändert. Über Jahrzehnte war das Land ein verlässlicher Partner des Westens. Doch dem demokratisch gewählten Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gelang es, zielstrebig seine Macht auszubauen. Mit Massenentlassungen und Inhaftierungen von Akademikern und Journalisten schaltete er Teile der Opposition faktisch aus. Das für ihn erfolgreiche Verfassungsreferendum im April 2017 ermöglichte ihm, konsequent seine Pläne für den Umbau der türkischen Demokratie in ein autokratisches Präsidialsystem voranzutreiben.

      Das türkische Parlament billigte im April dieses Jahres die Verlängerung des nach dem Militärputsch verhängten Ausnahmezustands um drei weitere Monate. Damit sind seit fast zwei Jahren demokratische Grundrechte eingeschränkt, und der Präsident regiert weitestgehend per Dekret. Zugleich wurden die für November 2019 geplanten Präsidenten- und Parlamentswahlen auf den 24. Juni vorgezogen. Damit beabsichtigt Erdogan, die sich abzeichnenden Koalitionen oppositioneller Kräfte im In- und auch im Ausland im Keim zu ersticken und seine Macht weiter auszubauen.

      ZDF-Korrespondent Jörg Brase berichtet wenige Tage vor der Wahl aus der Türkei. Er stellt die Kandidaten vor, spricht mit Kennern der politischen Situation und macht sich ein Bild von den drastischen Veränderungen im Land.

      Film von Jörg Brase

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 19.08.2018