• 19.06.2018
      20:15 Uhr
      Bloß keine Tochter! Asiens Frauenmangel und die Folgen | arte
       

      Fast 200 Millionen Frauen "fehlen" in Asien - die Folge gezielter Abtreibung von Mädchen und zweifelhafter internationaler Bevölkerungspolitik. Ein investigativer ARTE-Dokumentarfilm über Frauen, die keine Töchter bekommen dürfen, über verzweifelte Versuche von Männern, doch noch irgendwo eine Ehefrau zu finden, und über den Missbrauch von Frauen als Spielball von Politik und Wirtschaft. Eine journalistische Enthüllungsgeschichte, die auch zeigt, dass die Zahl der Länder immer weiter wächst, in denen weiblicher Nachwuchs systematisch aussortiert wird - und wer dafür verantwortlich ist.

      Dienstag, 19.06.18
      20:15 - 21:45 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Fast 200 Millionen Frauen "fehlen" in Asien - die Folge gezielter Abtreibung von Mädchen und zweifelhafter internationaler Bevölkerungspolitik. Ein investigativer ARTE-Dokumentarfilm über Frauen, die keine Töchter bekommen dürfen, über verzweifelte Versuche von Männern, doch noch irgendwo eine Ehefrau zu finden, und über den Missbrauch von Frauen als Spielball von Politik und Wirtschaft. Eine journalistische Enthüllungsgeschichte, die auch zeigt, dass die Zahl der Länder immer weiter wächst, in denen weiblicher Nachwuchs systematisch aussortiert wird - und wer dafür verantwortlich ist.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Antje Christ, Dorothe Dörholt

      Der Frauenhandel boomt: In China finden Millionen Männer im heiratsfähigen Alter keine Frau mehr - genau wie in Indien und Südkorea. Auf Flugblättern und Plakaten preisen sie ihre Söhne an: chinesische Mütter auf der verzweifelten Suche nach einer Schwiegertochter. Wie konnte es so weit kommen und wer ist dafür verantwortlich, dass weltweit Millionen von Frauen fehlen?
      Neben anderen Faktoren ist es auch die traditionelle Präferenz von Söhnen ist, die vielerorts zur selektiven Abtreibung von Mädchen geführt hat. Jedoch ist Frauenmangel kein nationales, selbst verschuldetes Phänomen einzelner Länder, sondern Folge gezielter Bevölkerungspolitik von Industrienationen nach dem Zweiten Weltkrieg und deren Angst vor einer Bevölkerungsexplosion: Entwicklungsgelder und der Einsatz medizinischer Geräte spielen damals wie heute eine erhebliche Rolle.
      Anhand von persönlichen Schicksalen aus Südkorea, China, Indien sowie Vietnam und belegt durch bisher unveröffentlichtes Archivmaterial wird den Gründen und Folgen des von Menschen gemachten Ungleichgewichts der Geschlechter nachgegangen. Ein Blick in die Zukunft: Entführung, Verkauf und Missbrauch von Mädchen und jungen Frauen nehmen zu. Das Phänomen des Frauenmangels und des Männerüberschusses destabilisiert immer mehr Gesellschaften weltweit.

      Ein investigativer Dokumentarfilm über Verflechtungen aus Politik, Wirtschaft und Medizin, die Frauen - früher wie heute - zum Spielball staatlicher und krimineller Interessensgruppen werden lässt.

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