• 22.06.2018
      09:25 Uhr
      Armeen im Griff der Konzerne Verteidigung als Geschäft - Thema: Krise als Geschäft | arte
       

      Die Streitkräfte stehen unter Druck - in Deutschland wie in Frankreich. Beide Armeen sind durch Auslandseinsätze stark gefordert und kämpfen mit Finanzproblemen, schlechtem Material und Personalmangel. Outsourcing und die Zusammenarbeit mit privaten Firmen versprechen günstige Preise und schnelle Lösungen. Gleichzeitig engagieren sich Politiker und Militärs für Waffenexporte, um die heimische Rüstungsindustrie zu erhalten. Die investigative Dokumentation zeigt, wie weit die Privatisierung fortgeschritten ist, wie eng die Verbindungen zur Rüstungsindustrie sind und welche Folgen das hat.

      Freitag, 22.06.18
      09:25 - 10:55 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Die Streitkräfte stehen unter Druck - in Deutschland wie in Frankreich. Beide Armeen sind durch Auslandseinsätze stark gefordert und kämpfen mit Finanzproblemen, schlechtem Material und Personalmangel. Outsourcing und die Zusammenarbeit mit privaten Firmen versprechen günstige Preise und schnelle Lösungen. Gleichzeitig engagieren sich Politiker und Militärs für Waffenexporte, um die heimische Rüstungsindustrie zu erhalten. Die investigative Dokumentation zeigt, wie weit die Privatisierung fortgeschritten ist, wie eng die Verbindungen zur Rüstungsindustrie sind und welche Folgen das hat.

       

      Die Streitkräfte stehen unter Druck - in Deutschland wie in Frankreich. Beide Armeen sind, wie seit Jahrzehnten nicht, durch Auslandseinsätze von Afghanistan bis Nordafrika gefordert. Dabei kämpft die französische Armee - ähnlich wie die Bundeswehr - mit Finanzproblemen, schlechtem Material und Personalmangel.
      Outsourcing und die Zusammenarbeit mit zivilen Firmen versprechen günstige Preise und schnelle Lösungen. Bei Auslandseinsätzen geht von der Aufklärungsdrohne bis zur Wäscherei schon jetzt nichts mehr ohne Privatfirmen. Es ist zum Beispiel ein Rüstungskonzern, der das GÜZ betreibt, Deutschlands wichtigsten Truppenübungsplatz.
      Darüber hinaus engagieren sich unsere Politiker und Militärs für Waffenexporte in alle Welt, um die heimischen Rüstungsindustrien zu erhalten. Ehemalige Minister wechseln als Lobbyisten zu Rüstungsfirmen. Und wer Waffen aus Frankreich oder Deutschland kauft, der bekommt auch gleich eine Ausbildung durch die jeweilige Armee. Externe Firmen liefern längst nicht mehr nur die Ausrüstung der Streitkräfte, sondern auch Know-how und Personal. Wie viel Outsourcing verträgt das staatliche Gewaltmonopol und was heißt das für die demokratische Kontrolle militärischer Aktionen?
      Unsere Autoren hatten Zugang zur französischen Armee und der Bundeswehr, konnten bei Übungen und Auslandseinsätzen wie in Afghanistan drehen und Verantwortliche aus Politik, Armee und Industrie mit ihren Recherchen konfrontieren. Die investigative Dokumentation legt offen, wie weit die Privatisierung bereits fortgeschritten ist, wie eng die Verbindungen zur Rüstungsindustrie sind und welche fatalen Folgen diese Verstrickungen in der Zukunft haben könnten.

      • Thema: Krise als Geschäft

      Krisen nehmen zu, die Welt rüstet auf und die Streitkräfte stehen unter Druck – auch in Deutschland und in Frankreich. Beide Armeen kämpfen mit gravierenden Finanzproblemen, schlechtem Material und Personalmangel. Die Lösung des Problems scheint in der Zusammenarbeit mit privaten Firmen und Konzernen zu liegen, die die Budgets zumindest kurzfristig entlasten. Gleichzeitig wird die heimische Rüstungsindustrie angekurbelt und gestärkt – mit Waffenexporten.
      Der investigative Dokumentarfilm „Armeen im Griff der Konzerne“ wirft einen intensiven Blick auf den Verteidigungssektor und die Lobby der Rüstungsindustrie.
      Die Flüchtlingskrise ist der Anlass des zweiten Films, „Türsteher Europas - Wie Afrika Flüchtlinge stoppen soll“. Mit Milliardensummen werden afrikanische Staaten als neue Grenzschützer etabliert. Entwicklungshilfe wird an klare Bedingungen geknüpft: Nur wer Europa bei der Migrationskontrolle beisteht, bekommt Geld. In zwölf Ländern haben die Autoren erkundet, wie Europa heute seine Grenzen durch Afrika zieht und europäische Firmen ganz nebenbei noch große Geschäfte machen.

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