• 15.06.2018
      10:30 Uhr
      Libyens schwieriger Neuanfang Dokumentation Deutschland 2018 | arte
       

      Mit Libyen verband die westliche Welt über Jahrzehnte hinweg nur Gaddafi. Seit der Revolution und dem Nato-Einsatz 2011 erreichen uns nun vor allem Bilder von Bürgerkrieg und Chaos. Ist die Hoffnung auf einen demokratischen Neuanfang aussichtslos? Das will der libysche Politologe Abdulsalam Hamtoun herausfinden und nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise durch seine Heimat, die seltene Einblicke in das Land und seine kulturelle Vielfalt eröffnet.

      Freitag, 15.06.18
      10:30 - 11:25 Uhr (55 Min.)
      55 Min.

      Mit Libyen verband die westliche Welt über Jahrzehnte hinweg nur Gaddafi. Seit der Revolution und dem Nato-Einsatz 2011 erreichen uns nun vor allem Bilder von Bürgerkrieg und Chaos. Ist die Hoffnung auf einen demokratischen Neuanfang aussichtslos? Das will der libysche Politologe Abdulsalam Hamtoun herausfinden und nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise durch seine Heimat, die seltene Einblicke in das Land und seine kulturelle Vielfalt eröffnet.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Juri Mazumdar

      Seit er als junger Politikstudent Kommilitonen bei Massenhinrichtungen durch Gaddafi verloren hat, brennt der libysche Politologe Abdulsalam Hamtoun für die Idee eines demokratischen Neuanfangs. Als der Arabische Frühling 2011 Libyen erreicht, scheint die Verwirklichung dieses Traums nahe. Die Nato greift ein, Gaddafi wird gestürzt. Doch die Bomben der Westmächte und der andauernde Bürgerkrieg hinterlassen nichts als Schutt und Asche.
      In Libyen spricht man heute von einer „gestohlenen Revolution“. Hat der Nato-Einsatz die Lage verschlimmert? War früher alles besser? Warum scheitert die Ausarbeitung einer demokratischen Verfassung, warum droht das Land immer weiter in Gewalt zu zersplittern? Abdulsalam Hamtoun, der von Anfang an gegen eine Einmischung der Nato war, verlässt die Konferenzräume, in denen er an der Verfassung mitarbeitet, und sucht inmitten verhärteter Fronten das direkte Gespräch mit seinen Landsleuten: Vom Taxifahrer bis zum Fußballstar, vom Ladenbesitzer bis zum Professor lässt er sich Hoffnungen und Ängste schildern. Ist es möglich, dass sich die verfeindeten Gruppen auf eine gemeinsame, libysche Identität einigen? Bringen junge, neue Ideen eine friedliche Zukunft, oder hilft die Rückbesinnung auf gelebte Traditionen und fast vergessenes Kulturerbe?
      Schließlich führt Abdulsalams Reise auch in die schwer zugängliche Sahara, zu seiner Familie vom Wüstenvolk der Tuareg - in eines der gefährlichsten Krisengebiete der Welt.

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      Freitag, 15.06.18
      10:30 - 11:25 Uhr (55 Min.)
      55 Min.

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