• 31.10.2016
      23:00 Uhr
      Die Story im Ersten: Faktor Menschlichkeit Was macht Unternehmen erfolgreich? - ARD-Themenwoche „Zukunft der Arbeit“ | Das Erste
       

      Viele Menschen leiden unter innerer Kündigung und unter Burnout. Die AOK fand kürzlich heraus, dass schlechte Unternehmenskultur die Gesundheit der Beschäftigten gefährdet. Bedeutet das, dass gute Arbeitsatmosphäre sich für das Unternehmen auszahlt? Der Mensch nicht wie üblich als Kostenfaktor und Einsparpotenzial, sondern als wichtiger Garant des Unternehmenserfolgs? Die Dokumentation geht auf Spurensuche: Wie sieht diese so andere Unternehmenskultur aus? Wie werden Krisen und Herausforderungen bewältigt und worin besteht das Glück der Mitarbeiter, das direkte Auswirkungen auf den Erfolg hat?

      Montag, 31.10.16
      23:00 - 23:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      VPS 22:45
      Geänderte Sendezeit!

      Viele Menschen leiden unter innerer Kündigung und unter Burnout. Die AOK fand kürzlich heraus, dass schlechte Unternehmenskultur die Gesundheit der Beschäftigten gefährdet. Bedeutet das, dass gute Arbeitsatmosphäre sich für das Unternehmen auszahlt? Der Mensch nicht wie üblich als Kostenfaktor und Einsparpotenzial, sondern als wichtiger Garant des Unternehmenserfolgs? Die Dokumentation geht auf Spurensuche: Wie sieht diese so andere Unternehmenskultur aus? Wie werden Krisen und Herausforderungen bewältigt und worin besteht das Glück der Mitarbeiter, das direkte Auswirkungen auf den Erfolg hat?

       

      Viele Menschen leiden unter innerer Kündigung und unter Burnout. Die AOK fand kürzlich heraus, dass schlechte Unternehmenskultur die Gesundheit der Beschäftigten gefährdet. Bedeutet das, dass gute Arbeitsatmosphäre sich für das Unternehmen auszahlt?

      "Ich will, dass meine Mitarbeiter glücklich sind", sagt Hotelier Bodo Janssen. "Wenn die Mitarbeiter keinen Spaß an der Arbeit haben, kann es keinen Unternehmenserfolg geben", ist Gunther Olesch, Geschäftsführer Personal bei Phoenix Contact, überzeugt. Eine Hotelkette im Dienstleistungssektor und ein Hightech-Unternehmen, weltweit mit innovativen Produkten unterwegs: Beide Unternehmen haben Umbrüche überstanden und in ihren Krisenzeiten gelernt.

      Es gibt Unternehmen, die überzeugt sind: Eine Firma kann nur dann erfolgreich sein, wenn die Mitarbeiter zufrieden und glücklich sind. "Wenn wir im Unternehmen die Rahmenbedingungen dafür geschaffen haben, dass die Mitarbeiter ihre Talente einbringen, dass sie tun können, was ihnen Freude bereitet, dann wirkt sich das auch auf den Umsatz, den Erfolg des Unternehmens aus", sagt Hotelier Janssen. So auch im Hightech-Unternehmen Phoenix Contact, denn Geschäftsführer Olesch ist sicher: "Die Treppe muss von oben gefegt werden".

      Das Umdenken müsse in der Chefetage beginnen. Nur so könne man das Vertrauen der Mitarbeiter in die Unternehmensführung gewinnen. Bei Phoenix Contact verzichtete auch das Management in der Krise auf Gehalt. "Die Kultur bei uns gibt allen Mitarbeitern die Möglichkeit, ganz klar gegenüber ihren Vorgesetzten zu sagen: Das tue ich nicht. So geht's nicht, und das mache ich nicht mit", sagt Ingenieur Dr. Wetter. Eine Mitarbeiterin an der Werkbank bestätigt: "Wenn mir was missfällt, dann mach' ich's auch deutlich, und ich hab' dann auch keine Angst, das zu äußern."

      Wie sieht es in der digitalen Arbeitswelt der Generation Y aus? Der kalifornische Internetgigant Google hat nach eigenen Angaben weltweit 2,5 Millionen Bewerbungen, ein Indiz für Mitarbeiterzufriedenheit? In den deutschen Google-Filialen wie Hamburg hat man den Eindruck, man sei in einer lustigen WG oder auf einem Abenteuerspielplatz gelandet. Es wird Tischfußball, Ping-Pong und Billard gespielt. Es gibt den ganzen Tag Essen und Getränke kostenlos. Ebenso wie Reinigung, Friseur oder Massage. Der Deal ist: Rundumbeglückung gegen Leistung. Welchen Preis fordert diese Kreativkultur und wie wirkt sich das auf die Programmierer, Werbefachleute, Volkswirte aus? Ein Unternehmensalltag ohne Druck und Angst und ohne innere Kündigung?

      Der Mensch nicht wie üblich als Kostenfaktor und Einsparpotenzial, sondern als wichtiger Garant des Unternehmenserfolgs? Die Dokumentation geht auf Spurensuche: Wie sieht diese so andere Unternehmenskultur aus? Wie passen wirtschaftlicher Erfolg und der Anspruch, dass die Mitarbeiter zufrieden sind, zusammen? Wie werden Krisen und Herausforderungen bewältigt und worin besteht das Glück der Mitarbeiter, das direkte Auswirkungen auf den Erfolg hat?

      Film von Rita Knobel-Ulrich

      • ARD-Themenwoche 2016: "Zukunft der Arbeit"

      "Zukunft der Arbeit" ist der Titel der ARD-Themenwoche 2016, die in diesem Jahr vom Hessischen Rundfunks (hr), vom Saarländischen Rundfunk (SR) und von Radio Bremen verantwortet wird. Eine Woche lang, vom Sonntag, 30. Oktober, bis Samstag, 5. November, beleuchten Sendungen im Ersten, in allen dritten Programmen und in den Partnerprogrammen der ARD, im Radio und im Internet die unterschiedlichen Facetten der digitalen Arbeitswelt und wie sich die Menschen heute und morgen über ihre berufliche Tätigkeit definieren.

      Wer sind die Gewinner und Verlierer?
      Ob wir es wahrhaben wollen oder nicht: Die Zukunft der Arbeit hat längst begonnen. Digitalisierung und Globalisierung schreiten unaufhaltsam voran. Die klassische Erwerbsarbeit des Industriezeitalters verliert an Bedeutung. "Industrie 4.0", "Sharing-Ökonomie" oder "Cloud-Working" heißen die Schlagworte. Das "Internet der Dinge" wird schon bald Produkte aus dem 3D-Drucker möglich machen, individueller und billiger als heute. Software wird Sachbearbeiter in den Büros ersetzen, Automaten werden sich selbst optimieren. Neue Plattformen und Netzwerke machen bereits jetzt jeden Autobesitzer potentiell zum Billig-Taxi-Anbieter und jeden Wohnungsbesitzer zum Vermieter von Gästezimmern. Aber wer sind bei all diesen Veränderungen eigentlich Gewinner und Verlierer?

      Der Stellenwert von Arbeit
      Und wie verändern sich der gesellschaftliche und der persönliche Stellenwert von Arbeit? Arbeit wird mit Geld entlohnt. Doch entspricht der Lohn auch der Leistung? Das monatliche Einkommen eines Bankers ist weit höher als das einer Altenpflegerin, ein Immobilienmakler verdient mehr als ein Konditor, eine Hausfrau bekommt gar keinen Lohn. Andere wiederum vermehren ihr Vermögen, ohne dafür zu arbeiten. Immer häufiger wird gefragt: Ist das gerecht? Wer und was bestimmen eigentlich heute und in Zukunft den Wert der Arbeit in unserer Gesellschaft?
      Die ARD-Themenwoche 2016 beschreibt die "Zukunft der Arbeit" nicht als technologische Vision, sondern stets mit dem Blick auf den Wert der eigenen Arbeit: Welchen Stellenwert hat meine Arbeit? Was passiert mit meinem Arbeitsplatz? Wie verdiene ich morgen mein Geld? Was müssen unsere Kinder heute lernen, um in der zukünftigen Arbeitswelt zu bestehen? Wer sorgt dafür, dass unsere Arbeitsgesellschaft nicht auseinanderfällt?
      Diesen Fragen gehen die Programme der ARD eine Woche lang aus unterschiedlichen Blickwinkeln nach - in Spielfilmen und Fernseh-Dokumentationen, in aktuellen Radioprogrammen und in Ratgeber-Sendungen und mit einem umfangreichen Dossier im Netz.

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